Onyx (Abhörsystem)

Onyx ist ein Schweizer Satellitenabhörsystem des Nachrichtendienst des Bundes (NDB). Betrieben wird die Anlage von der Führungsunterstützungsbrigade 41 der Schweizer Armee.

In den Schweizer Ortschaften Leuk und Heimenschwand stehen Parabolantennen, welche den Satellitenfunkverkehr abhören und auffangen. Die abgefangenen Unmengen an Daten Funkemissionen, E-Mails, Telefongesprächen, Faxübertragungen, werden automatisch meist anhand gezielter Schlüsselwörter auf relevante Daten für ihren Auftraggeber hin gefiltert. Weitere Filterkriterien werden mit Grossrechnern aufgrund Künstlicher Intelligenz, optischer Texterkennung oder Stimmprüfung erzielt. Die Resultate werden dann an die Zentrale in Zimmerwald weitergeleitet. Rund 40 Mitarbeiter verfassen dort aus den gewonnenen Erkenntnissen geheime Berichte, die an das Departement für Verteidigung in Bern weitergeleitet werden. Das System soll primär der Bekämpfung von Terrorismus dienen.
Anfang der 1990er startete der Bundesrat ein militärisches Geheimprogramm mit dem Namen «Satos». In den ersten zwei Stufen des Programms wurde ein System entwickelt, welches Kommunikation per Richtfunk, Kurzwellen und Faxsignale abfangen konnte. Die dritte Stufe ermöglichte schliesslich die vollständige elektronische Aufklärung von Satellitenverbindungen.
Die Beschlüsse zum Onyx-System fielen verdeckt und ohne Protokollierung. Ebenso geschah die Finanzierung durch Kredittranchen und mit Unterlaufen der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) auf gesetzlich nicht geregeltem, Kritiker sagen illegalem, Weg. Die Abhörzentrale in Zimmerwald liess man unter dem Vorwand einer Mehrzweckhalle errichten.
Eine Kontrolle über die gesammelten Daten und deren Verwendung soll über die Unabhängige Kontrollinstanz (UKI) sichergestellt werden. Die genaue Aufgabe der Kontrollinstanz ist durch Abschnitt 6, Artikel 15 der Verordnung über die elektronische Kriegführung (VEKF) definiert.
Gegen Ende 2000 wurde Onyx Stück für Stück aufgedeckt. Das Verteidigungsdepartement erhielt den Big Brother Award Schweiz im Jahre 2000 und 2001.
Einen umfangreicheren Bericht verfasste der Journalist Urs Paul Engeler für Die Weltwoche im Oktober 2005.
Mit der Veröffentlichung eines von Onyx abgefangenen Fax im Sonntagsblick am 8. Januar 2006, das der Zeitung durch eine unbekannte Quelle, angeblich aus dem Bereich des Bundeshauses, zugespielt wurde, wurde das Abhörsystem schlagartig der Schweizer Bevölkerung bekannt und bewusst. Im Fax, das aus dem ägyptischen Aussenministerium stammte, wurden frühere Berichte anderer Quellen über CIA-Geheimgefängnisse in Osteuropa für Terrorismusverdächtige (Black Site) erneut bestätigt und erstmals auch Nationalitäten der Gefangenen genannt. Das Fax lag den Onyx-Auftraggebern und sogar einigen (nicht allen) Bundesräten bereits seit November 2005 vor, ohne dass diese etwas unternahmen und die USA zumindest zu einer Stellungnahme aufforderten.
46.3180555555567.6452777777778Koordinaten: 46° 19′ 5″ N, 7° 38′ 43″ O; CH1903: 615916 / 129649

Półtawski-Antiqua

Die Półtawski-Antiqua ist eine Schriftart, die speziell für die polnische Sprache geschaffen wurde.
Die Antiquaschrift wurde in den Jahren 1923 bis 1928 von dem polnischen Graphiker und Schriftdesigner Adam Półtawski (1881–1952) entworfen. Nach ihren charakteristischen Merkmalen lässt sie sich als klassizistische Antiqua klassifizieren. Es ist eine der ersten Schriften in Polen, die neu entwickelt wurden. Die Glyphenform ist an die Eigenheiten der polnischen Sprache angepasst und ergibt einen sehr harmonischen Rhythmus beim Satz. Besonders charakteristisch sind die Glyphen der Buchstaben w, y und g. Diese kommen oft in polnischen Texten vor, deshalb entwarf Półtawski sie so, dass die senkrechten Elemente überwiegen. Dieses verleiht dem Text besondere Homogenität. Weitere charakteristische Merkmale sind die sechseckigen Punkte, rechtwinklige Verbindungen in den Glyphen der Buchstaben f und j, geschwungene Form der Querbalken in ł und Ł. Die Półtawski-Antiqua ist eine der am besten erkennbaren Schriften in Polen und wird manchmal als „polnische Nationalschrift“ bezeichnet.
Półtawski-Antiqua wurde bis in die 1980er Jahre verwendet. Heutzutage wird die Schrift als nicht mehr zeitgemäß für den Mengensatz empfunden.
Janusz M. Nowacki, Bogusław Jackowski und Piotr Strzelczyk implementierten für das Schriftsatzprogramm TeX eine Computerversion dieser Schrift. Diese ist frei (im Sinne freier Software) anwendbar nach GNU General Public License (GPL).

Al Chouf Zedern-Nationalpark

IUCN-Kategorie II − National Park
Der Berg Barouk.
Al Shouf Cedar Nature Reserve (arabisch محمية أرز الشوف الطبيعية, DMG Maḥmīyat Arz aš-Šūf aṭ-ṭabīʿiyya) ist ein Naturreservat im Distrikt Chouf des Libanon. Es liegt an den Hängen des Berges Barouk (arabisch الباروك, DMG al-Bārūk) und umfasst ein Gebiet von 550 km², beinahe 5,3 % des Territoriums des Libanon. Der Park wird unter anderen von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit und der Swiss Agency for Development and Cooperation unterstützt und 2005 in die Liste der Biosphärenreservate aufgenommen.
Das Reservat schützt die alten Haine von Libanon-Zedern in Barouk, Maaser el Shouf (arabisch معاصر الشوف, DMG Maʿāṣir aš-Šūf), Ain Zhalta (arabisch عين زحلتا, DMG ʿAin Zaḥaltā) und Bmohray (arabisch بمحراي). Es ist ein Important Bird Area (IBA). Im Reservat soll Ökotourismus gefördert werden. 32 Arten von Säugetieren, 200 Vogelarten und über 500 Pflanzenarten wurden beobachtet. Gründer des Reservats ist Walid Dschumblat.

Das Barouk-Gebirge besteht aus Ablagerungen des Pliozän die durch enorme plattentektonische Prozesse aufgefaltet wurden. Der Libanon besteht aus zwei parallelen Gebirgszügen: Anti-Libanon im Osten, und der eigentliche Libanon im Westen, näher an der Küste des Levantischen Meeres. Die beiden Gebirgszüge werden von der Bekaa-Ebene getrennt, ein Tal, welches durch geologisch junge Ablagerungen verfüllt wurde. Wichtigste Gesteinsart sind Kalksteine. Der komplette Barouk ist verkarstet mit häufigen Dolinen und Höhlen. Eine bekannte Höhle liegt in der Nähe des Dorfes Niha. Diese Höhle ist auf ca. 700 m zugänglich.
Das Gebirge steigt bis auf eine Höhe von 1980 m über dem Meer an (bei Dahr El Baidar). Die Berghänge werden auf der Ostseite des Gebirges zunehmend flacher, während sie auf der Westseite beständig an Steilheit zunehmen. Der Gebirgskamm verschmälert sich, je weiter man nach Süden kommt.
Die Böden gehören zu den Mediterranen Rot- und Braunerden, die sich auf harten Kalkuntergründen herausbilden. Die Gesteine gehören zu den Jura-Formationen des Bathonium, Callovium, Oxfordium bis hin zum Kimmeridgium. Der Gesteinsanteil liegt bei 80-90 %. Die Böden befinden sich in einem Gleichgewicht, da sie sehr durchlässig sind, viele kalkhaltige Elemente enthalten und eine gesunde Vegetationsdecke aufweisen. Daher sind sie kaum erosionsgefährdet.
Durch aufsteigende Winde vom Meer und Steigungsregen kommt es auf der Westseite des Gebirges zu relativ viel Niederschlag. Schneefall ereignet sich meist nur in den höheren Gebirgslagen und verschwindet meistens schon nach wenigen Tagen wieder, spätestens bis zum Ende der Regenzeit. Aufgrund der Karststruktur des Gebirges dringt der größte Teil des Wassers schnell in den Untergrund ein, obwohl die Böden relativ flach sind und nicht viel Wasser aufnehmen können. Grundwasser speist die zahlreichen ergiebigen Quellen an den unteren Hängen das Gebirges. Die meisten davon führen auch in der trockenen Jahreszeit von April bis November Wasser und speisen die großen Flüsse der Region:
Die Flüsse sind die Hauptquellen für landwirtschaftliche Bewässerung und bilden die Wasserversorgung für mehrere Dörfer des Chouf und einige der Dörfer in der westlichen Bekaa-Ebene. Sie bewässern auch den Aammiq-Sumpf arabisch آمق in der Bekaa-Ebene.
Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1200 mm, die mittlere Jahrestemperatur bei 11.3 C. Die mittlere Tagestemperatur liegt bei 23.4 C im August, während im Januar Werte von -0.6 C verzeichnet werden. Die absolute Temperaturskala liegt zwischen -10.8 C im Januar und 32.3 C im August. Die mittlere relative Luftfeuchte liegt bei 65 %, wobei anzumerken ist, dass die Osthänge trockener sind. Es gibt 50 bis 55 Tage Schneefall jährlich laut den Angaben des Ministeriums für Arbeit und Transport.
Die Flora des Gebietes wurde teilweise in der Flora of Lebanon von Paul Mouterde SJ 1966, 1970 und 1983 beschrieben. In neuerer Zeit hatte das Umweltministerium (Protected Areas Project) Georges Tohmé 1999 vom National Council for Scientific Research (NCSR) mit Untersuchungen beauftragt. 2002 wurden einige Ergebnisse davon veröffentlicht. Man hat 500 verschiedene Pflanzenarten aus 61 Familien gezählt. Davon sind 25 Arten international und national gefährdet, 48 endemisch im Libanon oder in Libanon und Syrien oder Libanon und Türkei. 214 Arten gehören zum Ost-Mediterranen Naturraum, beziehungsweise zum Naturraum Mittlerer Osten.
24 Baumarten wurden gezählt und der offizielle Auftrag des Reservats besteht darin, die letzten natürlichen Vorkommen der Libanon-Zeder zu schützen und zur Wiederaufforstung beizutragen. Neben der Libanon-Zeder sind folgende Arten bestandsbildend: Zypern-Eiche (Quercus infectoria), Brants Eiche (Quercus brantii), Kermes-Eiche (Quercus calliprinos), Kalabrische Kiefer (Pinus brutia), Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), Pinie (Pinus pinea), Griechischer Wacholder (Juniperus excelca), Syrischer Wacholder (Arceuthos drupacea).
Kermes-Eiche
Kalabrische Kiefer
Aleppo-Kiefer
Pinie bzw. Italienische Steinkiefer
Wildschwein
Syrischer Steinbock
Wildziege
Wolf
Karakal
Goldschakal
Persischer Damhirsch
Zwei Vogelarten wurden zu Jagdzwecken eingeführt: Steinhuhn (Alectoris graeca) und Fasan (Phasianus colchicus). Die wichtigsten Groß-Greifvögel sind: Gänsegeier (Gyps fulvus) und Steinadler (Aquila chrysaetos).
Chukarhuhn
Fasan
Die Unterart des Eichelhähers Garrulus glandarius atricapillus in Israel
Amselhahn
Turmfalke
Steinadler
Distelfink
Adler-Porträt
Palestinaviper
Chameleon
Landschildkröte
Johannisechse
Erdkröte
Wechselkröte
Kleinasiatischer Feuersalamander
Laubfrosch
Die Zedernwälder des Libanon haben Geschichte, denn sie gehören zu den ältesten dokumentierten Wälder der Welt. Die Zedern wurden schon in der Zeit der Sumerer im dritten Jahrtausend vor Christus beschrieben und im Gilgamesch-Epos spielen die Zedern eine tragende Rolle.
Das verworrene System verschiedenster Kulturen, Religionen und weltpolitischer Ereignisse hat das kulturelle Erbe des Chouf bestimmt. Kulturell ist das Gebiet mindestens so reich wie in Bezug auf seine Naturschätze.

Uncut (Zeitschrift)

Uncut ist eine britische Musikzeitschrift aus London, die in der gesamten englischsprachigen Welt vertrieben wird. In Deutschland ist es im Bahnhofszeitschriftenhandel sowie im Abo zu erhalten. Bis Mai 2010 konnte die Zeitschrift auch online im Medien-Vertriebsportal www.morgenheit.de (ohne Versandkosten) bezogen werden.
Das Magazin wurde Ende der 1990er Jahre nach dem Vorbild der Zeitschrift Mojo entwickelt. Der Verlag ist IPC-Media.
Neben dem Schwerpunkt Musik werden auch Filme und Bücher vorgestellt. Es werden sowohl Neuerscheinungen als auch Wiederveröffentlichungen besprochen. Musikalisch bedient es vorrangig die Genres Alternative Country, Rock und Independent, ist aber offen für andere Genres, die das Zielpublikum interessieren könnten.
Das Magazin soll mit anspruchsvollem, tiefer gehenden Journalismus Popkulturfreunde mit intensiverem Interesse an den Genres ansprechen. Häufig findet man als Titelgeschichte ein mehrseitiges Feature über eine klassische Rockband (Rolling Stones, Led Zeppelin etc.), das ungewöhnliche, neue Details über diese Band zu ergründen versucht. Mehrere Bands, Musiker oder Schauspieler werden ausführlicher vorgestellt und es gibt längere Interviews mit Künstlern.
Jeden Monat ist der Zeitschrift eine CD beigelegt, auf der neue Musik oder spezielle Zusammenstellungen zu hören sind. Sie ist aus technischen Gründen für Abonnenten in Kontinentaleuropa jedoch nicht erhältlich.

Zwangsabtreibung

Als Zwangsabtreibung bezeichnet man einen Schwangerschaftsabbruch, der behördlich erzwungen wird. Es beschneidet die Rechte des Menschen auf Sexualität und Fortpflanzung.
Die Nötigung zum Schwangerschaftsabbruch mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel beschneidet die persönlichen Freiheitsrechte. Darüber hinaus haben auch ungeborene Kinder Rechte; die Kinderrechtskonvention schützt Kinder sowohl vor als auch nach der Geburt.

Von Zwangsabtreibung betroffen waren in der Zeit des Nationalsozialismus unter anderem Zwangsarbeiterinnen. Zudem wurden im Rahmen einer Eugenik und nationalsozialistischen Rassenhygiene Kinder aus Gründen einer so genannten Euthanasie ermordet; auf Grundlage des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses wurden Menschen durch Zwangssterilisation unfruchtbar gemacht.
Nach Zeugenaussage von Soon Ok Lee vor dem Senat der Vereinigten Staaten werden schwangere Gefangene in Lagern zu Abtreibungen durch Injektionen gezwungen; trotzdem lebend geborene Babys würden gleich nach der Geburt getötet.
Aus Osttimor werden aus der indonesischen Besatzungszeit Zwangssterilisationen, Zwangsabtreibungen und Zwangsverhütung zur Bevölkerungskontrolle und Indonesierung berichtet.
In der Volksrepublik China gibt es, um Ein-Kind-Familien durchzusetzen, laut Medienberichten auch Zwangsabtreibungen und Zwangssterilisationen. Bekommt eine Frau ein weiteres Kind, muss die Familie hohe Geldstrafen zahlen und mit weiteren Nachteilen rechnen. In einigen Regionen Chinas darf eine Familie, deren erstes Kind ein Mädchen ist, jedoch ein weiteres Kind bekommen. Diese Ungleichbehandlung wird von Menschenrechtsorganisationen stark kritisiert.
Zu den öffentlich bekannt gewordenen Fällen gehört die 31-jährige Pan Chunyan (chinesisch 潘春煙), die im achten Monat der Schwangerschaft zu einer Zwangsabtreibung gezwungen wurde. Im Juni 2012 wurde der Fall der 23-jährigen Feng Jianmei (冯建梅) bekannt, die im siebten Monat zu einer Zwangsabtreibung gezwungen wurde.
Von Zwangsabtreibungen sind auch Menschen in Tibet betroffen, berichtet unter anderem die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte.

Karl von Freyberg

Karl Leopold Maria Freiherr von Freyberg öfter auch von Freyberg-Eisenberg (* 15. November 1866 in Jetzendorf; † 10. Januar 1940 ebenda) war ein deutscher Politiker und erster bayerischer Landwirtschaftsminister nach der Münchner Räterepublik.
Er stammte aus dem alten süddeutschen Adelsgeschlecht der Freyberg bzw. Freyberg-Eisenberg. Karl von Freyberg, der Schlossherr von Jetzendorf, war Brauereibesitzer, Landwirt und Mitbegründer der Raiffeisen-Organisation in Bayern. Der Freiherr bekleidete die Würden eines königlich bayerischen Kammerherrn, sowie eines Ritters des St.-Georgs-Ordens und fungierte als Präsident des 45. Deutschen Katholikentags in Krefeld, 1898. Von 1907 bis 1912 war er Mitglied des Reichstags für den Wahlkreis Oberbayern 4 Ingolstadt, Freising, Pfaffenhofen und die Deutsche Zentrumspartei.
Als Mitglied der Bayerischen Volkspartei amtierte Freyberg von 31. Mai 1919 bis 14. März 1920 als bayerischer Landwirtschaftsminister unter Ministerpräsident Johannes Hoffmann.
In seiner Heimatgemeinde Jetzendorf ist die Karl-von-Freyberg-Straße nach ihm benannt.

St. Nicolai (Holdenstedt)

Die evangelisch-lutherische St.-Nicolai-Kirche in Holdenstedt ist eine der ältesten Kirchen in der Region. Zur Kirchengemeinde St. Nicolai in Holdenstedt gehören rund 1.800 Gemeindeglieder in den Dörfern Holdenstedt, Holxen und Borne.

Die St.-Nicolai-Kirche befindet sich in der Schloßstraße 8 in Holdenstedt. Sie liegt am Südrand des Ortes, direkt neben dem Schloss.
Am Pfarrhaus, in einem Nebengebäude, ist eine kleine Kapelle (25 Sitzplätze) eingerichtet, die immer offen steht. Sie ist an einem Fliesenmosaik von Bischof Nikolaus, dem Namenspatron der Gemeinde, zu erkennen.
Der Dreißigjährige Krieg schonte die Kirche nicht, so dass von 1652 bis 1654 Reparaturarbeiten vorgenommen werden mussten, wobei das eichene Tonnengewölbe eingezogen wurde. 1690 ließen Georg Friedrich von der Wense und seine Frau Catharina Ehrengard von Alvensleben das Kirchenschiff an den erhaltenen gotischen Chor barock verbreitert neu anbauen. Dabei entstand der wuchtige Westbau des Turmes in den romanischen Formen der Heimatkirche der Erbauerin, die aus Hundisburg bei Erxleben stammte.
52.91696110.518818Koordinaten: 52° 55′ 1″ N, 10° 31′ 8″ O

Sonnenlieder

Sonnenlieder ist der Titel eines Liederbuches, dessen Lieder innerhalb der Neuwerk-Bewegung Anfang der 1920er Jahre gesungen und gesammelt wurden sowie zum Teil auch innerhalb der Bewegung entstanden sind. Der vollständige Titel der 103 Lieder umfassenden Sammlung, die zum ersten Gesangbuch der von Eberhard Arnold begründeten Bruderhof-Gemeinschaft wurde, lautet Sonnenlieder. Lieder für Naturfreude, Menschheitsfriede und Gottesgemeinschaft. Gewidmet ist das Liederbuch „der immer neuen Jugend“. Es versteht sich als musikalischer Folgeband des von Eberhard Arnold und Normann Körber 1921 herausgegebenen Buches Junge Saat. Lebensbuch einer Jugendbewegung.

Die Sonnenlieder wurden 1924 durch den Eberhard Arnold–Verlag Sannerz und Leipzig veröffentlicht. Als Herausgeber werden Emmy Arnold und Gertrud Dalgas genannt. Das Buch umfasst 214 Seiten im Format groß 8°. Den meisten Liedern sind Notensätze für Singstimmen und Klavier, einigen auch Sätze für den Chorgesang beigegeben.
Die Titelseite ist ein Werk des Offenbacher Grafikers und Typografen Rudolf Koch (1876–1934). Beigefügt sind den Sonnenliedern eine Reihe von Dürer-Bildern, darunter fünf Randzeichnungen, die der Künstler um 1515 für ein Gebet- und Gesangbuch geschaffen hat.
Die Sonnenlieder erschienen in qualitativ unterschiedlichen Ausgaben. 650 Exemplare waren in Leinen gebunden, 3000 in Halbleinen. Die Auflagenzahl einer dritten Ausgabe („für den Handgebrauch, rot kartoniert, einfarbig, auf einfachem Papier in billiger Ausstattung, [jedoch] mit allen Noten und Texten“) wird im Vorwort nicht erwähnt. Den Satz und Druck besorgte die Würzburger Universitätsdruckerei Stürtz.
Im Jahr 1920 wechselten Eberhard und Emmy Arnold ihren Wohnsitz und zogen mit ihren fünf Kindern von Berlin nach Schlüchtern. Dort gründeten sie mit ortsansässigen und auswärtigen Gesinnungsfreunden die sogenannte Neuwerk-Bewegung. Unterschiedliche Weltanschauungen sowie politische und soziale Ideen sollten hier zusammenfinden. Impulsgeber waren unter anderem die Wandervogelbewegung, der religiöse Sozialismus sowie pazifistische und nicht zuletzt lebensreformerische Ideen. Einen besonderen Einfluss auf die Gründer der Neuwerk-Gemeinschaft hatten auch die agrarromantische Landkommunen- und Siedlungsbewegungen sowie die verschiedenen reformpädagogischen Konzepte. Über allem aber stand für die Arnolds und ihre engeren Freunde das Ziel, ein Leben im Geist der Bergpredigt Jesu zu führen. Modellcharakter hatte dabei für sie die von der Jerusalemer Urgemeinde praktizierte urchristliche Gütergemeinschaft. Innerhalb der jungen Neuwerk-Bewegung entstand bereits im Sommer 1920 die kleine Sonnherz-Gemeinschaft im Hinterhaus einer Gastwirtschaft in Sannerz bei Schlüchtern. Zu ihr stieß auch die Mitherausgeberin der Sonnenlieder, die aus Brake stammende Lehrerin Gertrud Dalgas (1897–1985). Sie hatte Eberhard Arnold im Frühjahr 1921 bei einem Vortrag in Frankfurt kennengelernt und daraufhin an der 2. Schlüchterner Pfingstkonferenz der Neuwerk-Bewegung teilgenommen. Noch im Herbst desselben Jahres schloss sie sich der Sannerzer Gemeinschaft an und blieb ihr durch alle Krisen hindurch bis an das Ende ihres Lebens verbunden.
1927 zog die Sonnherz-Gemeinschaft auf den in der Rhön und unweit von Sannerz gelegenen Sparhof um. Die Siedlung wuchs ständig und hatte bereits vor 1930 fast 100 Erwachsene und Kinder. 1930 nahm Eberhard Arnold Kontakt zu den nordamerikanischen Hutterern auf und schloss sich mit seiner jetzt Bruderhof genannten Gemeinschaft ihnen an. Die Bruderhöfer wurden bei den Hutterern als Arnoldleut geführt. Diese Verbindung zur hutterischen Gemeinschaft findet ihren Niederschlag in einem zweiten Band der Sonnenlieder, den Emmy Arnold 1933 herausgab und in dem viele täuferische Lieder des 16. und 17. Jahrhunderts Aufnahme fanden. Er trägt den Titel Sonnenlieder: Lieder der Lebensgemeinde, wie sie aus Anregen des Geistes verfasst und hervorgebracht und so auch zu singen sein. Unter dem Titel Songs of Light erschien 1977 eine völlig neue, englisch-deutsche Ausgabe der Sonnenlieder in New York.
Das Gesangbuch Sonnenlieder bietet neben den 25 im Raum der Neuwerk-Bewegung entstandenen Gesängen und Liedern eine breit angelegte Auswahl von Liedgut aus mehr als sieben Jahrhunderten. Weltliche Fahrten- und geistliche Volkslieder finden sich hier genauso wie traditionelle Choräle der Reformationszeit. Lieder der Arbeiter- und Pazifistenbewegung stehen neben täuferischen, pietistischen und erwecklichen Gesängen. Über den Inhalt und die Zusammensetzung der Sonnenlieder schreibt der Arnold-Biograph Markus Baum: „Kaum ein anderes Dokument verrät mehr über das Leben in der Neuwerk-Gemeinschaft Sannerz, über die Geistesströme, die dort zusammenflossen und zugleich über die Menschen, die dort in den ersten Jahren ein- und ausgingen.“
Dem eigentlichen Liedteil der Sonnenlieder sind ein Vorwort, eine Widmung und das Gedicht eines nicht genannten Autors (Licht ist Liebe … Sonnen-Weben) vorangestellt. Es folgen drei einleitende Gesänge: der Sonnengesang des Franz von Assisi, Gott bewegt und Dem Sonnenaufgang entgegen (beide von Eberhard Arnold). Der Hauptteil der 100 Sonnenlieder ist in fünf „Lieder-Gruppen“ unterteilt, deren Sinn aber nicht näher erläutert wird und deren Bedeutung sich aus der Betrachtung der jeweils den Gruppen zugeordneten Liedern nicht erschließt. Der Anhang der Sonnenlieder besteht aus vier Abschnitten. Im ersten finden sich kurze Erklärungen zu den einzelnen Lieder sowie zu deren Dichtern und Komponisten. Der zweite Abschnitt gibt musikalische Hinweise und zeigt, welche der Sonnenlieder sich für Solovortrag beziehungsweise für Männer–, Frauen- und Gemischte Chöre eignen. Im dritten Abschnitt geht es um die Dürer-Bilder, die in das Gesangbuch aufgenommen wurden. Der letzte Abschnitt enthält ein alphabetisch geordnetes Liederverzeichnis.
Eberhard Arnold, auf den rund ein Viertel der Sonnenlieder zurückgeht, schrieb am 8. Mai 1924 an den pazifistischen Philosophen und Pädagogen Friedrich Wilhelm Foerster: „Durch alle unsere Lieder geht der starke Ton des Friedensglaubens und der Friedenserwartung.“ Damit deutet er auf den roten Faden, der die Lieder unterschiedlichster Herkünfte miteinander verbindet.
Das Gesangbuch enthält Lieder aus einem Zeitraum von 800 Jahren. Das älteste Lied der Sammlung ist der Sonnengesang Franz von Assisis, das in seinem ursprünglichen Text zwischen 1224 und 1226 entstand. Lutherchoräle in der textlichen Urfassung (zum Beispiel Nu bitten wyr den heyligen Geyst) stehen neben Liedern der reformatorischen Täuferbewegung (Willst du bei Gott die Wohnung han, Wir schleichen in den Wäldern um). Ein größerer Teil der Liedersammlung geht auf die Herrnhuter, Heiligungs- und Erweckungsbewegung zurück. Zinzendorfs König, gib uns Mut und Klarheit findet sich zum Beispiel unter den Sonnenliedern ebenso wie das vom Methodistenprediger Ernst Gebhardt stammende Lied Auf, denn die Nacht wird kommen. Zwischen den für kirchliche Gesangbücher üblichen geistlichen Gesängen sind Natur- und Fahrtenlieder ohne religiösen Bezug eingestreut (zum Beispiel Einen goldenen Wanderstab; Wir wollen zu Land ausfahren; Früh, wenn die Hähne krähn).
Eine weitere Besonderheit des Bruderhof-Gesangbuchs sind Liederdichtungen bekannter und unbekannter Pazifisten. Dazu gehören unter anderem Kees Boeke, Otto Salomon und Hans Fiehler. Kees Boeke (1884–1966) war ein niederländischer Reformpädagoge. Aus seiner Feder stammt eine größere Gruppe von Sonnenliedern, die von der Neuwerk-Gemeinschaft aus dem Niederländischen ins Deutsche übertragen wurden. Auch Otto Salomon (1889–1971) verfasste eine größere Zahl der Sonnenlieder. Er war jüdischer Herkunft und 1911 zum Christentum konvertiert. Er gehörte sowohl der Wandervogel- als auch der Neuwerkbewegung an. Seine geistliche Heimat war der Religiöse Sozialismus. Salomon arbeitete als Dichter, Schriftsteller (Pseudonyme Otto Bruder, Otto Johannes Bernt), Schauspieler und Darmaturg. Hans Fiehler (eigentlich Johannes Baptist Fiehler; † 1969), der dritte der hier genannten Pazifisten, war der Sohn des Baptistenpredigers Heinrich Fiehler und Bruder des Münchner Nazi-Oberbürgermeisters Karl Fiehler. Nach traumatischen Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg zog er unter dem Künstlernamen Hans im Glück als Sänger, Musiker sowie Kunstmaler von Ort zu Ort und war häufig Gast bei Eberhard und Emmy Arnold in Sannerz.
Zu den politischen Sonnenliedern gehört das von Kurt Eisner, dem 1919 ermordeten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern gedichtete Lied Wir werben im Sterben um ferne Gestirne. Außerdem – und das ist vermutlich einmalig in einem geistlichen Gesangbuch – enthalten die Sonnenlieder das ursprünglich russische Arbeiterkampflied Brüder, zur Sonne, zur Freiheit. Die letzte Zeile der dritten Strophe wurde allerdings durch Erich Mohr (1895–1960) verändert. Bei Hermann Scherchen, dem deutschen Übersetzers des Arbeiterliedes, lautet die Schlussstrophe:
„Brüder, in eins nun die Hände, / Brüder, das Sterben verlacht! / Ewig, der Sklav’rei ein Ende, / heilig die letzte Schlacht!“
In den Sonnenliedern heißt es:
„Brüder, in eins nun die Hände, / Brüder, das Sterben verlacht! / Ewig, der Sklav’rei ein Ende, / Heilig der Liebe Macht!“

Maciowakrze

Maciowakrze (deutsch Matzkirch) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Oppeln. Es liegt im südlichen Teil des Powiat Kędzierzyńsko-Kozielski nahe der Grenze zu Tschechien und gehört der Landgemeinde Pawłowiczki an.
Das 858 Hektar große Gebiet liegt im südwestlichen Teil Polens und im Westen Oberschlesiens. Für Maciowakrze ist der Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse (Getreide 76.7 %, Kartoffeln 2 %, Zuckerrüben 10 %, Rüben 10 %) die wichtigste Einnahmequelle.
Maciowakrze grenzt im Süden an die Stadt Baborów (Bauerwitz). Westlich von Maciowakrze liegt Dobrosławice (Ehrenhöhe). Die Grenze dort verläuft ab Chaussee Bauerwitz–Ehrenhöhe sowie ab dem Bahnübergang. Nördlich befinden sich die Dörfer Dobieszów (Dobischau) sowie Radoszowy (Radoschau). Hier finden wir auch vier kleine Wäldchen. Entlang der Grenze nach Radoszowy verläuft ein namenloser Wasserlauf. Es endet als rechter Zufluss des „Potok Cisek“. Die östliche Grenze bilden die Dörfer Koza (Heinrichsdorf) sowie Szczyty (bis 1936 Tscheidt, 1936–1945 Maxwaldau – siehe: Max Waldau).
Aus zahlreichen Urkunden lässt sich schließen, dass das Dorf Matzkirch eine Niederlassung deutscher Siedler in slawischer Umgebung war. Erste Erwähnungen über Matzkirch stammen aus dem Jahr 1223, als der Breslauer Bischof Lorenz die Kirche in Matzkirch mit dem Zehnt von Gogolin belehnt hat.
Am 19. März 1264 erlaubte der Breslauer Bischof Tomas II. das Zusammenlegen der beiden Kirchen in Matzkirch und Stanice unter dem Patronat des Klosters in Rauden. 1272 erfolgte die erste Erwähnung einer Bürgermeisterei (Scholtisei) was die Urkunden über eine Schulzenfamilie belegen.
Am 26. April 1316 erhielt das Dorf das lang erwünschte Herzogsrecht durch Herzog Wladislaus. 1408 erließ Konrad von Cosel den „armen Leuten von Matzkirch“ die Arbeiten auf seinen Festen und Vorwerken gegen ein Jahresgeld von 3 ½ Mark. 1587 verlieh Abt Michael dem Kretschmar Balenga den Freibrief zum Betreiben einer Gastwirtschaft, die bis in das Jahr 1808 bestand.
Am 25. August 1652 wurde die unter der Leitung vom Abt Andreas Emanuel Pospeli von Rauden neu erbaute Schrotholzkirche dem heiligen Florian von Lorch geweiht. Von 1728 stammt die erste Erwähnung einer Schmiede, betrieben von einem Herr Dzwiza. 1752–1754 erfolgte der Bau der ersten Mühle durch Raudener Mönche. 1773 wurde die heutige barocke Kirche errichtet. 1855 starb auf Gut Tscheidt der Dichter Max Waldau.
Am 1. Januar 1889 wurde die Freiwillige Feuerwehr von Matzkirch gegründet. Im April 1889 wurde die Bahnlinie Groß Neukirch–Bauerwitz eröffnet und zeitgleich die erste Poststelle in Matzkirch im Auszugshaus des Bauern Franz Waluga. Im Jahre 1935 übernahm Joseph Piosczyk die Poststelle.
Bei der oberschlesischen Volksabstimmung am 20. März 1921 stimmten in Matzkirch 538 Personen für den Verbleib beim Deutschen Reich und 107 für einen Anschluss an Polen – Matzkirch verblieb in Deutschland bzw. der Provinz Oberschlesien der Weimarer Republik. Am 6. Oktober 1923 wurde das Dorf an das Stromnetz angeschlossen. An der 1842 erbauten zweiklassigen Schule haben die Lehrer Venantius Schirmeisen (seit 1923), Gerhard Alscher (seit 1933) und die Lehrerin Gertrud Kothe (seit 1934) unterrichtet. Im Januar 1926 wurde ein Sportverein gegründet und im gleichen Jahre 1926 wurde das Gut Matzkirch vom Staat erworben, das ein Jahr später an das Siedlungsunternehmen „Landschaft“ verkauft wird.
1945 wurde der Ort als Maciowakrze Teil Polens und am 3. September 1946 erfolgte der erste Unterricht in polnischer Sprache durch die Lehrer Andrzej und Helena Kocman.
1970 bekam die Freiwillige Feuerwehr Maciowakrze ein neues Feuerwehrhaus. Der Feuerwehrführer war Hubert Kubanek und sein Stellvertreter Josef Kurka. Am 7. März 1983 kam es zu einem Großbrand in Maciowakrze. In den Nachmittagsstunden fing die St.-Florian-Kirche an zu brennen.
Im Jahre 1996 wurde der Eisenbahnverkehr (Personenbeförderung) zwischen Kędzierzyn-Koźle und Baborów eingestellt. Es findet nur noch vereinzelt Güterverkehr statt.
Am 22. März 2001 starb im Alter von 91 Jahren Pater Hyazinth Theodor Mende, der am 16. März 1940 in Fürstenzell bei Passau zum Priester geweiht worden war und seit 1996 im Salvatorianer-Kloster Steinfeld seinen Lebensabend verbracht hatte.
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KSG Saarbrücken

Die Kriegsspielgemeinschaft Saarbrücken war in der Spielzeit 1943/44 eine Spielgemeinschaft aus den beiden Saarbrücker Fußballvereinen FV Saarbrücken und SC Altenkessel.
Die Kriegsspielgemeinschaft der beiden Vereine wurde gegründet, nachdem der FV Saarbrücken bei einem Bombenangriff sein Vereinsheim und damit auch sämtliche Ausrüstung verloren hatte. Sie übernahm den Platz des FVS in der Gauliga Westmark und wurde in der Gauliga Westmark 1943/44 ungeschlagener Meister und qualifizierte sich so für die Deutsche Meisterschaft. Durch Siege über den Göppinger SV (5:3 in Stuttgart) und den FC Mülhausen 93 (5:3 am heimischen Kieselhumes) erreichte die Mannschaft das Viertelfinale. Dort war dann allerdings der 1. FC Nürnberg eine Nummer zu groß. Gegen die Franken setzte es eine 1:5-Heimpleite. Mit dieser Niederlage war die Geschichte der KSG Saarbrücken beendet, da ab Sommer 1944 der geregelte Spielbetrieb zum Erliegen kam.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen beide Vereine wieder getrennte Wege.