Palliativnetz

Ein Palliativnetz oder Palliativ- und Hospiznetz ist ein Netzwerk in begrenzten Regionen (meist Großstädten oder Kreisen) aus verschiedenen Einrichtungen der Palliativ- und Sterbebegleitung.

Wie ein Palliativnetz aufgebaut ist, ist von Netz zu Netz unterschiedlich und hängt stark davon ab

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, wie die medizinische und pflegerische Infrastruktur in den jeweiligen Regionen aussieht. Im Regelfall besteht ein solches Netzwerk aus angeschlossenen Hausärzten, speziell ausgebildeten Palliativärzten, (Palliativ-)Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, stationären Hospizen, Palliativkliniken sowie speziellen Palliativstationen in Kliniken und Krankenhäusern.

Die Hauptaufgabe sämtlicher Bestandteile von Palliativnetzen ist die schnelle, reibungslose und würdevolle Begleitung von schwerstkranken Menschen mit einer unheilbaren Krankheit in ihrer letzten Lebensphase sowie deren Angehöriger, um eine möglichst hohe Lebensqualität im Prozess des Sterbens zu ermöglichen. Dazu ist es nötig

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, die Klientenwünsche insbesondere in Bezug auf den Ort ihres Sterbens zu unterstützen, um bspw. nicht nötige und eher belastende Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder einen Verbleib in der eigenen häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Dabei werden die Sterbenden selbst genau so wie ihre Angehörigen psychosozial wie auch seelsorgerisch unterstützt.

Dazu arbeiten Ärzte mit stationären sowie ambulanten Diensten eng verzahnt zusammen. Wichtige Bestandteile dafür sind Fortbildungen und Arbeiten in Qualitätszirkeln und Arbeitsgemeinschaften, um eine ständige Weiterentwicklung voranzutreiben.

Rainer Zobel

Rainer Zobel im Juli 2005

Rainer Zobel (* 3. November 1948 in Wrestedt, Landkreis Uelzen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und derzeitiger -trainer.

Über die Jugendvereine TSV Wrestedt-Stederdorf, SV Teutonia Uelzen, SC Uelzen 09, VfL Bad Zwischenahn und zuletzt erneut SC Uelzen 09, für den er siebenmal für die A-Junioren-Auswahl und zwölfmal für die Amateur-Nationalmannschaft zum Einsatz kam, gelangte er 19-jährig zum Bundesligisten Hannover 96, der ihn mit einem Lizenzspielervertrag ausstattete.

Sein Bundesligadebüt gab er am 17

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. August 1968 (1. Spieltag) bei der 2:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Werder Bremen. Sein erstes Bundesligator erzielte er am 30. Oktober 1968 (12. Spieltag) bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Hertha BSC mit dem Anschlusstreffer in der 84. Minute. Für Hannover 96 kam er auch fünfmal im nationalen und sechsmal im internationalen Pokalwettbewerb zum Einsatz.

Mit seinem zweiten Verein – für den er von 1970 bis 1976 spielte – hatte er seine erfolgreichste Zeit und errang unten aufgeführte Titel. Für den FC Bayern München spielte er 180 Mal in der Bundesliga, 39 Mal im internationalen, 32 Mal im nationalen Pokalwettbewerb und einmal für die B-Nationalmannschaft. Sein letztes Bundesligaspiel bestritt er am 12. Juni 1976 (34. Spieltag) beim 7:4-Sieg im Heimspiel gegen Hertha BSC. Seine Karriere als Spieler beendete er beim Lüneburger SK und begann seine Trainerlaufbahn.

Für die DFB-Jugendauswahl bestritt Zobel sieben Länderspiele. Sein Debüt gab er am 14. Februar 1967 in Mönchengladbach, das gegen die Jugendauswahl Englands mit 0:1 verloren wurde. Sein letztes Spiel für die DFB-Jugendauswahl absolvierte er am 9. Mai 1967 in Istanbul im Rahmen des UEFA-Turniers, beim 3:1-Sieg gegen die Auswahlmannschaft Dänemarks.

Für die Amateur-Nationalmannschaft bestritt er 18 Länderspiele, davon sechs als Spieler von Hannover 96. Sein Debüt gab er am 20. September 1967 in Regensburg beim torlosen Unentschieden gegen die Auswahlmannschaft Österreichs. Sein letztes Länderspiel für die Amateur-Nationalmannschaft bestritt er am 25. März 1970 in Meppen beim 1:1-Unentschieden gegen die Auswahlmannschaft der Niederlande.

Als Spieler des FC Bayern München bestritt er am 14. November 1972 – an der Seite von Ottmar Hitzfeld – sein einziges Länderspiel für die B-Nationalmannschaft, das in Winterthur gegen die Auswahl der Schweiz mit 3:1 gewonnen wurde.

Seine Karriere als Trainer begann Zobel beim SV Teutonia Uelzen und trainierte danach den Lüneburger SK. Danach war er von 1987 bis 1990 Co-Trainer bei Eintracht Braunschweig. Von 1990 bis 1996 war Zobel in jeder der höchsten drei Spielklassen des deutschen Fußballs als Trainer tätig, zunächst in der 2

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. Bundesliga bei den Stuttgarter Kickers und zwei Spielzeiten später in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern. Zudem 1994 beim 1. FC Nürnberg und von 1995 bis 1996 bei Tennis Borussia Berlin unter anderem in der Regionalliga.

Zu Beginn der Spielzeit 1997/98 zog es den gebürtigen Wrestedter ins Ausland nach Ägypten, dort wurde er Trainer von al Ahly Kairo. Nach drei Jahren und drei gewonnenen Meistertiteln als Trainer in Kairo kehrte Zobel wieder nach Deutschland zurück und wurde am 27. September 2000 erneut Trainer bei den Stuttgarter Kickers. Ein Jahr später jedoch folgten weitere Stationen im Ausland bei diversen Vereinen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Ägypten und im Iran.

Im Juni 2008 wurde Zobel dann Trainer in Georgien, sein Traineramt bei Dinamo Tiflis war jedoch nur von kurzer Dauer. Kriegshandlungen im August zwangen ihn und seine ausländischen Spieler, aus Georgien zu flüchten; Zobel kehrte zunächst nach Braunschweig zurück. Vom 16. Juli 2009 bis zur einvernehmlichen Trennung am 28. November 2010 war er bei Moroka Swallows in Südafrika im Amt.

Anfang September 2012 gab der moldawische Erstligist FC Milsami die Verpflichtung Zobels als neuen Cheftrainer bekannt. Von 2013 bis 2015 trainierte er den ägyptischen Erstligisten FC El Gouna. Im März 2016 unterschrieb er beim Braunschweiger Kreisligisten FC Wenden einen Vertrag als Trainer und wird seine Arbeit zur Saison 2016/17 aufnehmen.

Vereinigung christlicher Lehrerinnen und Lehrer an höheren und mittleren Schulen Österreichs

Die Vereinigung christlicher Lehrerinnen und Lehrer an höheren und mittleren Schulen Österreichs (VCL) ist eine Organisation für Lehrerinnen und Lehrer, die sich zu christlichen Werten bekennen.

Am 24. Dezember 1919 erfolgte ein Aufruf zur Gründung der Vereinigung christlich-deutscher Mittelschullehrer Österreichs. Die Gründung erfolgte einen Monat später

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, am 24. Jänner 1920. Ab 1925 wurde das Organ der Katholischen Lehrerschaft Österreichs, die Österreichische Pädagogische Warte, auch Vereinszeitschrift der Vereinigung christlich-deutscher Mittelschullehrer Österreichs. 1934 wurde für die bis dahin unabhängigen, diversen Landesverbände ein Bundesverband geschaffen. Als 1938 der Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich erfolgte, wurde die Vereinigung aufgelöst, das Vereinsvermögen eingezogen und die Vereinsführung verhaftet. Ab 1942 kam es zu illegalen Versammlungen und Aktivitäten der Vereinigung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgten ab 1945 erste Besprechungen mit dem Ziel einer Neugründung unter dem Namen Vereinigung christlicher Mittelschullehrer Österreichs. Die Gründung wurde am 2. Februar 1946 erlaubt, so dass ab März 1946 für den Neubeitritt geworben werden konnte. Zur konstituierenden Versammlung kam es am 1. April 1946 und die erste Vollversammlung fand am 9. Mai 1946 statt. Am 1. Jänner 1949 wurde das Vereinsorgan Der österreichische Mittelschullehrer geschaffen, welches ab 1963 in Die österreichische höhere Schule umbenannt wurde. Am 22. April 1961 wurde für die bis dahin unabhängigen, diversen Landesverbände ein Bundesverband geschaffen. Am 1

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. März 1963 erfolgte die Umbenennung in Vereinigung Christlicher Lehrer an den höheren Schulen Österreichs. Sie besteht bis heute als Vereinigung christlicher Lehrerinnen und Lehrer an höheren und mittleren Schulen Österreichs (VCL). Die VCL steht der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) nahe

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, die das bürgerlich-konservative Spektrum abdeckt und traditionell Kirche und Wirtschaft eng verbunden ist. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Österreichs (AKV).

Peter Bassett-Smith

John Marion Peter Bassett-Smith (* 25. Januar 1911 in Buenos Aires, Argentinien; † 4

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. August 2011 in Nillumbik, Victoria, Australien) war ein australischer Kameramann.

Peter Bassett-Smiths Eltern waren Architekten, die in den späten 1880er Jahren aus England nach Argentinien gingen. 1914, zu Beginn des Ersten Weltkriegs, kehrte seine Mutter mit ihrer Familie nach England zurück; der Vater folgte später. 1922 wanderte die Familie nach Australien aus. Bassett-Smith ging in Victoria in die Grammar School in Melbourne und anschließend in Geelong.

Seine erste Arbeitsstelle fand er als Sachbearbeiter für Holz. In der Zeit der Großen Depression wurde er entlassen und studierte anschließend Theologie am Ridley College. In dieser Zeit entwickelte sich sein Interesse für eine Tätigkeit als Kameramann.

Während des Zweiten Weltkriegs diente er in der Fernmeldetruppe der Australian Imperial Force im Mittleren Osten. Er unterstützte die British Army und arbeitete an einer streng geheimen Radar-Entwicklung. Als er nach Australien zurückkehrte, wäre er beinahe bei Java in japanische Gefangenschaft geraten. Anschließend diente er für einige Jahre in Queensland als Leutnant der Reserve.

Bassett-Smith kam als Kameramann nach Palästina und Neukaledonien und war im Jahr 1948 Kameramann für Charles Mountford während der acht Monate dauernden Arnhem Land Expedition im Arnhem Land im Northern Territory, Australien.

Ab 1950 betätigte er sich als Geschäftsmann und heiratete Diana Grant, mit der er vier gemeinsame Kinder hatte.

1954 filmte er ehrenamtlich als Kameramann während des Besuchs von Königin Elisabeth II. und war im Verlauf der Olympischen Spiele in Melbourne von 1956 als Kameramann, wo er auch anlässlich des Besuchs von Prince Philip Aufnahmen machte.

1968 wurde er zum Friedensrichter ernannt. Ab den 1970er Jahren betätigte er sich wieder als Geschäftsmann. Er wurde im Jahr 2009 zum Mann des Jahres in Nillumbik gewählt. Von der US-Regierung erhielt er die Diplomatenmedaille für seine Verdienste im Verlauf der Arnhem Land Expedition. Ferner war er Mitglied in mehreren gemeinnützlichen Organisation.

Private Finanzplanung

Private Finanzplanung (auch: persönliche Finanzplanung oder englisch Personal financial planning) ist die Finanzplanung der Privathaushalte.

Die Privathaushalte (Alleinstehende und Familien) können bei ihrer Finanzplanung auf dieselben Planungsmethoden und –instrumente zurückgreifen

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, wie sie die Betriebswirtschaftslehre für Unternehmen und öffentliche Haushalte entwickelt hat. Dort wird die Finanzplanung als Teil der gesamten Unternehmensplanung unter besonderer Berücksichtigung der Finanzierungs- und Unternehmensziele diskutiert. Erich Kosiol zufolge ist Finanzplanung eine regelmäßige Aufgabe der Finanzwirtschaft, die in gleichen Zeitabständen vorzunehmen ist. Der aktuelle Kapitalbedarf wird durch Finanzierung bereitgestellt, bei der zwischen Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung zu unterscheiden ist. Wesentlicher Unterschied zwischen den Unternehmen und den Privathaushalten ist, dass letztere oft über wenig oder keine finanzielle Allgemeinbildung verfügen und deshalb auch Finanzplanungstechniken ohne Fachkenntnisse nicht zum Erfolg führen.

Die private Eigenfinanzierung erfolgt aus dem Einkommen der Haushalte, das sich aus Arbeitseinkommen, Kapitaleinkommen oder Transfereinkommen zusammensetzen kann. Ferner gehören Verfügungen über Ersparnisse (Sparen im weitesten Sinne) oder über Erlöse aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen zur Eigenfinanzierung. Diese Finanzierungsquellen stehen – isoliert oder kombiniert – für größere Anschaffungen zur Verfügung, die ein Haushalt vornimmt (Hausrat, Automobile, Wohnimmobilien). Reichen die Mittel der Eigenfinanzierung nicht aus, muss der Haushalt über die Aufnahme von Krediten entscheiden. Spätestens in diesem Falle ist vom Haushalt ein Finanzierungsplan aufzustellen, der bei Kreditinstituten als wichtige Kreditunterlage gilt und ein Bestandteil privater Finanzplanung darstellt.

Private Finanzplanung scheitert häufig an fehlender oder unzureichender finanzieller Allgemeinbildung. Der Finanz-Alphabetismus umfasst sowohl das abstrakte Wissen über grundlegende finanzielle Zusammenhänge und die Funktionsweise von Finanzprodukten als auch die konkrete Erfahrung im Umgang mit Bank- und Versicherungsprodukten. Schwachstellen der Verbraucher sind vor allem Zahlungsverkehr, Kapitalanlage, Kreditaufnahme und Versicherungen. Einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahre 2004 zufolge gaben 47,3 % der Befragten an, sich nur ungern mit Finanzen zu beschäftigen, 50,2 % schieben finanzielle Entscheidungen auf, obwohl 61 % dafür Zeit hätten, und 61,8 % empfinden Finanzfragen als schwierig. Einerseits ist das grundlegende finanzielle Wissen für angemessene Vorsorge- und Anlageentscheidungen in weiten Teilen der Bevölkerung nicht ausreichend, andererseits steigt der Anteil richtiger Antworten in der Regel mit Bildungsgrad und Einkommen; auch trauen sich Befragte eine Antwort auf die Finanzfragen umso häufiger zu bzw. verweigern die Antwort umso seltener, je höher ihr Bildungsgrad oder Einkommen ist.

Private Finanzplanung umfasst die lebenszyklusorientierte Prognose eines Privathaushalts über die künftige Entwicklung von Einnahmen/Ausgaben und Vermögen/Schulden unter Berücksichtigung von Finanzierungs-, Geldanlage-, Altersvorsorge-, Nachfolge- und Steueraspekten bei Beachtung der individuellen finanziellen Ziele. Sie dient der Vorbereitung von Entscheidungen in persönlichen finanzwirtschaftlichen Angelegenheiten und wird in der Fachliteratur oft auf Anlageberatung verengt. Aber auch die Entscheidung darüber, ob jemand sich finanziell ein Automobil leisten kann, ist genauso Teil der privaten Finanzplanung wie der Entschluss, sich vor Schadenstragungen durch Versicherungen zu schützen.

Daneben berücksichtigt eine umfassende Finanzplanung auch rechtliche, psychologische, philanthropische und ethische Fragen, die Planung von Ausbildung, Karriere, Freizeitbudget und Ruhestandseintritt sowie die Weitergabe von Vermögen über Familiengenerationen hinweg, einschließlich der Gestaltung von Testamenten, Eheverträgen, Schenkungen oder der Begründung von Stiftungen. Sie umfasst außerdem auch die private interne Revision, d.h. die Überwachung der Struktur und Entwicklung von Zahlungsströmen, Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten, sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Haushalts.

Im Gegensatz zu vielen Ad-hoc-Entscheidungen, wie sie bei Privatpersonen im Alltag üblich sind (Spontankauf), setzt die private Finanzplanung auf ein systematisches Vorgehen. Dazu greift sie auf Analysemethoden zurück, die aus der betrieblichen Finanzplanung entlehnt sind. Es werden in einem ersten Schritt die Ziele sowie die finanzielle, persönliche und familiäre Ausgangssituation des Privathaushalts erfasst. Dies umfasst eine Datenerhebung, z. B. Aufstellen einer privaten Bilanz mit Vermögensanlagen, Versicherungsverträgen, Darlehensverpflichtungen, Immobilien sowie Versorgungsansprüchen im Alter und bei Krankheit, gegebenenfalls auch weitergehende Tätigkeiten des privaten Rechnungswesens, z. B. die private Buchführung wie bei einem Haushaltsbuch. So können Rückschlüsse auf Realisierbarkeit der Ziele, auf vorhersehbare Ereignisse sowie auf Risiken gezogen werden. Zunächst wird dann die benötigte Absicherung gegen finanziell existenzbedrohende Ereignisse und Risiken ermittelt (z. B. Invalidität, Haftpflicht, bei finanziell abhängigen Angehörigen auch Tod).

Nach veralteter, klassischer (nach wie vor jedoch vorherrschender) Methodik führt man anhand der Daten für die laufenden Einkünfte eine Budgetplanung durch und investiert das verbleibende Geld durch Sparen langfristig, soweit nicht noch Kredite bestehen, die damit zurückgezahlt werden können. Es soll dabei bis zum Ruhestand vermehrt oder zumindest erhalten werden, und unnötige Risiken sollen vermieden werden. Das moderne Paradigma hingegen (Robert Merton, Paul Samuelson, Zvi Bodie) sieht das Ziel umgekehrt in der optimalen risikopräferenzangemessenen Verteilung von Ausgaben über die Lebensdauer (siehe auch Lebenszyklusmodell). Dabei wird eine (je nach Risiko mehr oder weniger stark schwankende) Sparquote durch ein Modell vorgegeben, und für den verbleibenden Rest muss dann eine Budgetplanung durchgeführt werden.

Zwei wesentliche Problemstellungen ergeben sich bei der Anlageplanung für die verfügbaren finanziellen Mittel, und zwar einerseits die so genannte Asset Allocation und andererseits die so genannte Asset Location. Die Asset Allocation beschäftigt sich mit der Auswahl der Anlageklassen (z. B. Aufteilung zwischen riskanten Anlagen wie Aktien und sicheren Anlagen wie Spareinlagen, Auswahl und Gewichtung der Einzelanlagen wie einzelner Aktien und Anleihen). Die Asset Location beschäftigt sich mit der Frage, in welcher steuerlichen Gestaltung Finanzprodukte für diese Anlagen möglichst effizient angeschafft werden sollten (z. B. Direktanlage, Fonds, Versicherungsmantel).

Die Haushalte müssen in ihrer privaten Finanzplanung drohende finanzielle Risiken berücksichtigen, insbesondere die zwanghafte Konsumneigung (Konsumismus), unzureichende Anpassung der Ausgaben an sinkende Einnahmen, die Vermeidung allgemeiner Lebensrisiken, Arbeitsunfähigkeit, Krankheit, Scheidung, Tod naher Angehöriger, unversicherte Schadenshaftungen, unerwartete Nachzahlungen (Betriebskosten oder Steuern), Gefahren durch konzentrierte Kapitalanlagen (Klumpenrisiko oder Granularität) oder durch überhohen Kapitaldienst bei Krediten infolge von Überschuldung. Viele dieser Risiken sind versicherbar, die nicht versicherbaren müssen durch Selbstversicherung aus dem eigenen Vermögen getragen werden. Dieses entsteht durch Vermögensbildung, die auch als Bildung von Rückstellungen und Rücklagen angesehen werden kann, wozu Unternehmen und öffentliche Haushalte gesetzlich verpflichtet sind. Je knapper die Finanzierungsquellen sind, umso detailfreudiger muss eine private Finanzplanung erfolgen.

Im Jahr 2015 mussten 107.919 Bundesbürger (Privatpersonen und ehemals Selbstständige) eine Privatinsolvenz anmelden. Das entspricht einem Rückgang um 6,4 % gegenüber dem Vorjahr. Entgegen dem Trend stiegen Bürgel Wirtschaftsinformationen zufolge die Privatinsolvenzen bei den Senioren (61 Jahre und älter) das vierte Mal hintereinander an. Nach den starken Anstiegen in den letzten Jahren (2012: + 1,2 Prozent, 2013: + 8,4 Prozent, 2014: + 13,9 Prozent) nahmen die Privatinsolvenzen in dieser Altersgruppe 2015 um 0,6 Prozent zu; ein Indikator für die zunehmende Altersarmut. Zwar sind die Privatinsolvenzen insgesamt seit 2001 rückläufig, doch konnte die Zahl von 100.000 Privatinsolvenzen nicht unterschritten werden. Das hohe Niveau an Privatinsolvenzen in Deutschland scheint zu signalisieren, dass viele Bürger mit der privaten Finanzplanung überfordert sind.

Hauptanbieter von privater Finanzplanung als Dienstleistung sind Kreditinstitute (bei Banken, Sparkassen oder Genossenschaftsbanken oft als Teil des Private Banking), Finanzvertriebe, Vermögensverwaltungen sowie freie Anlageberater und Makler.

Daneben gibt es auch kleinere Anbieter wie Honorarberater und vereinzelt auch Steuerberater, die private Finanzplanung gegen Entgelt im Mandatsverhältnis erbringen. Es gibt in vielen Staaten Berufsverbände von Finanzplanern, die ihre Sichtweise zu Kriterien für gute Finanzplaner veröffentlichen; typischerweise etwa: eine lange Erfahrung in der privaten Finanzberatung, einwandfreier Lebenslauf, Qualifikationsnachweise, Abwesenheit von Vertriebsinteressen, Zusammenarbeit mit dem Steuerberater des Mandanten, ausreichende Vermögenschadenshaftpflichtversicherung. Der größte Berufsdachverband der Finanzplaner in den USA ist die Financial Planning Coalition (FPC), bestehend aus dem Certified Financial Planner Board of Standards (CFP Board), der Financial Planning Association (FPA), sowie der National Association of Personal Financial Advisors (NAPFA).

Komorische Volleyballnationalmannschaft der Männer

Die komorische Volleyballnationalmannschaft der Männer ist die Auswahl komorischer Volleyballspieler, welche die Fédération Comorienne de Volley Ball (FCVB) auf internationaler Ebene, beispielsweise in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei internationalen Wettbewerben repräsentiert. 1982 trat der nationale Verband dem Weltverband Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) bei. Im Januar 2012 wurde die Mannschaft nicht in der Weltrangliste geführt.

Die Mannschaft konnte sich bisher nicht für eine Weltmeisterschaft qualifizieren.

Bisher gelang es der Mannschaft nicht, sich für die olympischen Wettbewerbe zu qualifizieren.

Die Mannschaft kann bisher keine Teilnahmen an der Afrikameisterschaft vorweisen.

Die Komorische Volleyballnationalmannschaft der Männer nahm bisher nicht an den Wettbewerben der Afrikaspiele teil.

Die Komoren können bisher keine Teilnahme am World Cup – dem Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele – vorweisen.

Die Weltliga fand bisher ohne komorische Beteiligung statt.

Männer: Ägypten | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Demokratische Republik Kongo | Republik Kongo | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik

Frauen: Ägypten&nbsp

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;| Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Demokratische Republik Kongo | Republik Kongo | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik

Volleyballnationalmannschaften der: AVC (Asien und Ozeanien) | CEV (Europa) | CSV (Südamerika) | NORCECA (Nord-, Zentralamerika, Karibik)

Zinā

Zinā (arabisch زنا, DMG zinā ‚Ehebruch‘) bezeichnet im Islam den Geschlechtsverkehr zwischen Menschen, die nicht verheiratet sind und auch nicht in einem Konkubinatsverhältnis (Herr und Sklavin) zueinander stehen. Zina gilt als Verbrechen. Es wird mit einer sogenannten Hadd-Strafe belegt. Die Strafen reichen von Verbannung und Geißelung bis zur Todesstrafe. Diese wird gegenwärtig für Zina in Pakistan, Sudan, Jemen, Saudi-Arabien und Iran vollzogen. In letzteren beiden Ländern wird die Steinigung (radschm) praktiziert. Auch Prostitution und homosexueller Verkehr werden als Zina geahndet.

Der Koran bezeichnet Zina als „etwas Abscheuliches – eine üble Handlungsweise“ (Sure 17:32). In Sure 4 wird festgelegt, dass vier (männliche) Zeugen für die Beweisführung erforderlich sind. Das dort für Frauen vorgesehene Strafmaß der Festsetzung im Haus bis zum Tod oder bis zu einem göttlichen Ausweg gilt als abrogiert durch Sure 24, Vers 2. Dort heißt es:

„Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann verabreicht jedem von ihnen hundert Peitschenhiebe! Und lasst euch im Hinblick darauf, dass es (bei dieser Strafverordnung) um die Religion Gottes geht, nicht von Mitleid mit ihnen erfassen, wenn (anders) ihr an Gott und den jüngsten Tag glaubt! Und bei ihrer Bestrafung soll eine Gruppe der Gläubigen (als Zeugen) anwesend sein.“

Auch die koranische Vorschrift aus dem nachfolgenden Vers, nach der Männer und Frauen, die Zina begangen haben, nur noch einen heidnischen Partner oder einen Partner, der sich ebenfalls der Zina schuldig gemacht hat, heiraten dürfen, gilt allgemein als aufgehoben.

Im Gegensatz zum Koran berichten die überlieferten Aussprüche und Taten des Propheten Mohammed (Sunna) von der Steinigung als Strafe für Zina. Demnach verurteilte Mohammed bei einem Fall den Mann zur Auspeitschung und Verbannung und ließ die Frau steinigen. Weitere Überlieferungen berichten von einem Steinigungsvers, der ursprünglich Bestandteil des Korans gewesen sein soll.

Voraussetzung für die Feststellung der Schuld sind entweder ein Geständnis oder die Aussage von vier männlichen muslimischen Zeugen. Das Geständnis kann widerrufen werden

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. Von den Zeugen wird verlangt, dass sie nur darüber berichten, was sie tatsächlich gesehen haben, was die Beweisführung entsprechend erschwert. Die Strafe für die „Verleumdung wegen angeblicher Unzucht“ (qadhf) beträgt 80 Peitschenhiebe. Bezichtigt der Ehemann seine Frau der Unzucht, werden keine weiteren Zeugen benötigt. Er muss die Beschuldigung viermal wiederholen und beim fünften Mal den Fluch Gottes heraufbeschwören im Falle einer Lüge. Die beschuldigte Ehefrau kann die Anschuldigung in gleicher Weise zurückweisen. Dieser Verfluchungsschwur (li’ān) gibt dem Ehemann die Möglichkeit, seine Frau straflos der Zina zu bezichtigen. Andere Beweismöglichkeiten kennt das Recht nicht. Lediglich die malikitische Rechtsschule lässt die Schwangerschaft einer unverheirateten Frau als Indizienbeweis gelten.

Das islamische Recht unterscheidet bei der Festlegung des Strafmaßes zwischen Personen, die muḥṣan sind oder nicht. Unter muḥṣan versteht das Gesetz eine Person, die mündig und zurechnungsfähig ist. Ferner darf eine solche Person kein Sklave sein und muss ehelichen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Bei Personen, die diese Bedingungen erfüllen, ist die Steinigung die vorgesehene Strafe für Zina. Personen, die nicht muḥṣan sind, erhalten 100 Peitschenhiebe und werden für die Dauer eines Jahres verbannt. Bei Sklaven wird die Dauer und die Zahl der Peitschenhiebe (darb) halbiert. Mālik ibn Anas sah vor allem die Handlungsweise von Umar ibn al-Chattab, der eine verheiratete Frau, die ihren Ehebruch gestanden hatte, steinigen ließ, als die normative Grundlage für die Steinigungsstrafe beim Ehebruchsdelikt an.

Bei homosexuellem Geschlechtsverkehr treffen die Rechtsschulen unterschiedliche Regelungen. Schāfiʿiten und Hanbaliten unterscheiden zwischen dem aktiven und dem passiven Partner. Die hanafitische Rechtschule sieht die sogenannte taʿzīr-Strafe vor, die im Ermessen des Richters liegt. Die übrigen Rechtsschulen legen Steinigung, Auspeitschung und Verbannung als Strafen fest.

Im türkischen Scheidungsrecht bezeichnet zina den Tatbestand des Ehebruchs. In der heutigen türkischen Rechtspraxis hat das Wort jedoch im Einklang mit dem Laizismus seinen Bezug zur Religion vollständig verloren und ist so nur mittelbar mit der hier beschriebenen Zina im islamischen Recht in Verbindung zu bringen.

Der Ankaraner Theologe Yaşar Nuri Öztürk lehnt die Steinigung als Strafe für Zina als unislamisch ab: Der Koran sehe keine derartige Strafe vor, während der Prophet diese Strafe in Übereinstimmung mit dem Alten Testament nur bei ihn dahingehend um Rat bittenden Juden angewandt habe.

Bismarckturm (Apolda)

Der Bismarckturm in Apolda ist einer der zahlreichen Bismarcktürme, die Ende des 19

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. Jahrhunderts in ganz Deutschland und anderen deutschen Siedlungsgebieten zum Gedenken an den Reichskanzler Otto von Bismarck errichtet wurden. Er ist einer von 17 noch erhaltenen Bismarcktürmen in Thüringen. Der Turm befindet sich an der Bundesstraße 87 am nördlichen Stadtrand.

Der Bismarck-Verein Apolda wurde am 1. April 1897 gegründet. Er zählte 19 Gründungsmitglieder. Der Verein beschloss im Jahr 1899, auf der Mattstedter Höhe

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, direkt an der heutigen Bundesstraße 87, einen Bismarckturm zu errichten. Dieser Standort wurde von Anfang an vorgesehen, da der allgemeine Vorschlag galt, die Türme außerhalb der jeweiligen Ortslage sowie frei in der Landschaft und von weither sichtbar zu errichten. Das dazu nötige Baugelände war bereits zehn Jahre zuvor, im Jahr 1889, von den Erben des Strickwarenfabrikanten Christian Zimmermann zur Verfügung gestellt worden. Es liegt „dicht an der alten Heeresstraße nach Leipzig, zwischen Apolda und Niederroßla“. Der Verein wurde beim Bauvorhaben vom „Thüringerwald-Zweigverein Apolda“ unterstützt. Dieser spendete 500 Mark unter der Bedingung, das Bauwerk als Aussichtsturm zugänglich zu machen.

Um das Bauvorhaben ausführen zu können, führte der Verein im September 1900 verschiedene Spendensammlungen durch. Darin einbezogen waren auch die umliegenden Dörfer und Ortschaften Oberroßla, Niederroßla, Wormstedt, Pfuhlsborn, Wickerstedt und Eberstedt.

Der Weimarer Architekt und Landbaumeister Adolf Günther wurde mit dem Entwurf des Turms beauftragt. Den Zuschlag für die Bauausführung erhielten die Maurermeister Karl und Adolf Hornbogen aus Apolda. Am 1. April 1902 fand die Grundsteinlegung für den Turm statt – Otto von Bismarck hätte an diesem Tag seinen 87. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass wurden mehrere Festreden gehalten, welche die Leistungen Bismarcks in der europäischen Politik in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufzeigten. In den Grundstein wurde eine Glaskassette eingemauert. Sie enthielt die Bauzeichnung, ein Bild des Architekten, die Stadtchronik aus dem Jahr 1871 und eine Rede Bismarcks von 1888. Die Feierlichkeiten wurden von zahlreichen Festreden und Gesängen begleitet.

Als großes Problem stellte sich die finanzielle Belastung heraus. Zwar erzielte der Bismarck-Verein Einnahmen durch den Verkauf von Postkarten und Ähnlichem, war jedoch auf die Spenden von Privatpersonen und Initiativen angewiesen. Deshalb erfolgte der tatsächliche Baubeginn erst am 1. April 1904, genau zwei Jahre nach der Grundsteinlegung. Am 5. September 1904 konnte dennoch mit einem großen Volksfest die Einweihung des Apoldaer Bismarckturms gefeiert werden. Die Verdienste der Bauleute wurden mit einer Rede im Apoldaer Rathaus geehrt. Anschließend führte ein Festumzug vom Marktplatz durch die Bahnhofstraße und die Buttstädter Straße zum Turm. An diesem Umzug beteiligten sich verschiedene Verbände, Vereine und Behördenvertreter. Die mit der Bauausführung beauftragten Maurermeister Adolf und Karl Hornbogen machten noch im Jahr 1906 ihre finanziellen Ansprüche geltend.

Der Apoldaer Bismarckturm wurde mit einem quadratischen Grundriss von 6 Meter × 6 Meter auf einer Terrassenanlage mit Stahlgeländer errichtet, die wiederum über eine Außentreppe zu erreichen ist. Von der Basis bis zur Turmspitze wird der Turm um etwa ein Drittel schmaler. Über eine Innentreppe mit 93 Stufen ist die Aussichtsplattform erreichbar. Den Abschluss bildet ein steinerner Zinnenkranz. In der Mitte der Plattform befindet sich die Feuerschale, die einen Durchmesser von 2,5 Meter hat. In ihr konnte eine Mischung aus Holz und Teer in Brand gesetzt werden, womit bei einer Brenndauer von maximal drei Stunden eine Flammenhöhe von bis zu sieben Metern erreicht wurde.

Über dem Eingangsportal des Turms wurde ein Bismarckwappen sowie ein Bismarckrelief angebracht. An der Nord- und der Südseite wurden ein Relief mit Reichsadler und das Wappen des damaligen Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach angebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sowohl die Aufschrift an der Turmspitze, als auch das Bismarckrelief entfernt.

Der Apoldaer Bismarckturm wurde ursprünglich als Aussichtsturm mit Feuerschale errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs diente er zwischenzeitlich als Beobachtungsposten zur Luftsicherung. Anfang der 1970er Jahre enthielt der Turm Sende- und Empfangsanlagen für Antennenfernsehen und war damit für Besucher nicht mehr zugänglich. Er war erst ab 1974 wieder begehbar. Im Jahr 1994 musste er erneut aus bautechnischen Gründen gesperrt werden.

Seit dem Jahr 2004 ist er an den Wochenenden im Sommerhalbjahr wieder als Aussichtsturm geöffnet. Von der Aussichtsplattform reicht der Blick nach Süden über die ganze Stadt bis hin zu den Höhen der Ilm-Saale-Platte bei Vierzehnheiligen

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. In Richtung Nordosten sind der Finnerücken sowie die Eckartsburg erkennbar. In westlicher Richtung sieht man die Stadt Weimar mit dem Glockenturm der Gedenkstätte Buchenwald, bei guter Sicht sind auch die Konturen des Thüringer Waldes zu sehen.

Blick in Richtung Norden

Blick in Richtung Osten

Blick über die Stadt in Richtung Süden

Blick in Richtung Westen

Porträtrelief Otto von Bismarcks

Schriftzug unterhalb der Aussichtsplattform

Gedenktafel beim Eingang

Koordinaten:

Ammurapi (Ugarit)

Ammurapi (III.) war der letzte König von Ugarit und regierte von etwa 1215 bis ca. 1194/88 v

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. Chr.

Seine Verbindung zu dem zuvor regierenden Königshaus ist unsicher. Ammurapi ist vor allem aus der Korrespondenz mit anderen Herrscherhäusern bekannt. Er war Zeitgenosse des hethitischen Königs Šuppiluliuma II. und des Vizekönigs Talmi-Teššup in Karkemiš. Das Hethiterreich litt während seiner Regierungszeit unter Hungersnöten, inneren Auseinandersetzungen und Kämpfen gegen äußere Feinde. In mehreren Briefen verlangt der hethitische Großkönig Getreidelieferungen, in mindestens einem Brief auch Kupfer. Letzteren Aufforderungen ist Ammurapi offenbar nicht immer nachgekommen, da Šuppiluliuma in einem Schreiben erwähnt, dass er die ausgebliebenen Kupferlieferungen vergebe, wenn Ammurapi ihn besuche. Dass sich Šuppiluliuma II. über einen nicht erfolgten Antrittsbesuchs seitens Ammurapis beklagte, scheint auf eine Abkühlung des Verhältnisses zwischen Hattuša und dem Vasallen im Ugarit hinzuweisen bzw. auf einen Autoritätsverlust Suppiluliumas. Dahingehend wird auch der Abschluss eines Sonderbündnisses zwischen Ugarit und Amurru interpretiert. Die Aufforderung, Kupfer zu liefern, deutet darauf hin, dass das Hethiterreich – zumindest zeitweise – die Kontrolle über Zypern verloren haben könnte.

Ammurapi scheint aber trotzdem Forderungen des hethitischen Großkönigs nachgekommen zu sein, Truppen in das Hethiterreich zu senden und ihm auch die ugaritische Flotte zu überlassen. Davon zeugt indirekt die Korrespondenz aus den wahrscheinlich letzten Tagen Ugarits mit dem König von Alašija (=Zypern oder ein bedeutendes Zentrum in Zypern). Ammurapi bittet den König von Zypern, den er als „Vater“ anredet, ihm Informationen über Schiffe von Feinden zu senden, die bereits Küstenstädte Ugarits verwüstet haben. Nachdem eine neue Warnung des Königs von Zypern eintrifft, dass feindliche Schiffe gesichtet wurden, wird die missliche Lage Ugarits deutlich: Ammurapis Truppen wurden ins Hethiterreich verlegt und die Flotte wird vom hethitischen Großkönig vor der lykischen Küste eingesetzt, so dass Ugarit fast schutzlos ist. Kurz nach diesem Brief, der im Palast gefunden wurde, ereilte Ugarit eine Katastrophe, die es völlig zerstörte. In einem Schreiben des hethitischen Großkönigs an den Stadtpräfekten von Ugarit werden Šikaläer erwähnt. In deren Gewalt befand sich eine Zeit lang Lunadušu, ein Mann aus Ugarit. Šuppiluliuma fordert den Stadtpräfekten auf, Lunadušu zu übergeben, damit die Hethiter von ihm näheres über das ihnen offenbar wenig bekannte Volk der Šikaläer, die „auf Schiffen leben“, zu erfahren – einer Aufforderung, der Ammurapi zuvor nicht nachgekommen ist. Ob die Šikaläer auch mit der späteren Zerstörung Ugarits in Verbindung gebracht werden können, ist unklar.

Eisenbahnunfall von Lebus

Der Eisenbahnunfall von Lebus war der Frontalzusammenstoß zweier Züge am 27. Juni 1977, als durch das Versehen eines Weichenwärters im Bahnhof Booßen ein Zug auf die falsche Strecke geleitet wurde und es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegen kommenden Zug kam. 31 Menschen starben.

Im Bahnhof Booßen zweigt die Bahnstrecke Küstrin-Kietz–Frankfurt (Oder) von der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder) ab. Der Bahnhof Booßen besaß nur zwei durchgehende Bahnhofsgleise.

Auch nach einem Umbau der Sicherungsanlagen 1974, gab es dort immer noch keine Bahnhofsblockabhängigkeit zwischen den Ausfahrsignalen und den Weichen. Der Fahrdienstleiter, dessen Arbeitsplatz sich im Empfangsgebäude befand, hatte keine Möglichkeit, die Stellung der nördlichen Ausfahrweichen zu prüfen. Hier tat vielmehr ein Weichenwärter Dienst, der vom Fahrdienstleiter telefonisch die geforderte Fahrstraßeneinstellung mitgeteilt bekam und dann dem Fahrdienstleiter die ordnungsgemäße Stellung der Weiche meldete, woraufhin der Fahrdienstleiter das Ausfahrsignal auf „Fahrt frei“ stellte. Als Hilfsmittel stand dem Weichenwärter dafür ein Schlüsselwerk zur Verfügung, das ihm die Überprüfung der zutreffenden Weichenstellung erlaubte, aber keine aktive Sicherung bietet. Der Weichenwärter, der in dieser Nacht die Verantwortung trug, hatte bereits 12 Stunden Dienst hinter sich.

Der Urlauberschnellzug D 1918, gezogen von der ölbefeuerten Dampflokomotive 03 0078, war von Zittau über Cottbus und Frankfurt (Oder) nach Stralsund unterwegs und musste in Booßen den Abzweig zur Strecke Küstrin-Kietz–Frankfurt (Oder) passieren. Das Lokpersonal war neu auf dieser Strecke. Es hatte ungenügende Streckenkenntnis, zu der gehört hätte, die Strecke dreimal zu befahren, davon mindestens einmal nachts. Tatsächlich hatte es die Strecke zum Erwerb von Streckenkenntnis aber nur einmal – bei Tag in einem Bereisungs-Triebwagen – befahren. Die Unfallfahrt war die sechste Alleinfahrt des Lokführers auf dieser Strecke, für den Heizer die vierte, und es war eine Nachtfahrt. Auf der Strecke Küstrin-Kietz–Frankfurt (Oder) war zur gleichen Zeit der Durchgangsgüterzug Dg 50101 von Kietz in Richtung Booßen unterwegs, gezogen von der Diesellok 132 200.

Eines der beiden durchgehenden Gleise des Bahnhofs Booßen, Gleis 2, war mit einem abgestellten Güterzug besetzt. Als ein Lokzug aus Richtung Kietz einfuhr, stellte der Weichenwärter die entsprechende Weiche für diese Einfahrt in das nicht besetzte Gleis 4, eine weitere Weiche aber, die für diese Einfahrt die Funktion einer Schutzweiche einnahm und die für das aus Eberswalde kommende Gleis die Verzweigung zur Einfahrt in Gleis 2 oder 4 des Bahnhofs darstellte, beließ er in der Stellung von Gleis 4 nach Eberswalde, wie es für die erwartete Fahrt des D 1918 erforderlich war. Inwieweit er die Vorbeifahrt des Lokzuges an seiner Bude registrierte, ist ungewiss, jedenfalls schlief er ein. Als ihn der Anruf des Fahrdienstleiters weckte, der den Schnellzug ankündigte, stellte er gar keine Weiche, hatte die Durchfahrt des Lokzuges aus Richtung Kietz vergessen und nahm an, dass die Weichen für die Fahrt nach Eberswalde zutreffend gestellt waren. Eine Weiche lag ja auch in der zutreffenden Stellung, die Weiche aber, die über die Fahrt nach Kietz oder Eberswalde entschied, nicht. Der Weichenwärter meldete, dass der Fahrweg nach Stralsund eingestellt sei, ohne die vorgeschriebene Fahrwegprüfung am Schlüsselwerk. Aufgrund dieser Meldung stellte der Fahrdienstleiter das Ausfahrsignal auf „Fahrt frei“. Auch das Personal auf der Schnellzuglokomotive bemerkte wegen fehlender Streckenkunde nicht, dass es auf die falsche Strecke geleitet wurde. In der irrigen Annahme, sich auf einer Hauptstrecke zu befinden, fuhr es mit etwa 100 km/h. Wegen fehlenden Streckenblocks war keiner der Züge mehr aufzuhalten.

Westlich des Haltepunkts Lebus trafen Schnellzug und Güterzug frontal aufeinander. Der Lokführer des Güterzugs leitete noch eine Schnellbremsung ein und sprang von der Lokomotive. Dabei brach er sich den Fuß. Sein Beimann starb im Führerstand, ebenso wie später – noch an der Unfallstelle – Lokführer und Heizer der Dampflokomotive. Beide Lokomotiven sowie die ersten Wagen beider Züge wurden zerstört. Die Dampflokomotive kam so plötzlich zum Stehen, dass sich der erste Wagen ihres Zuges unter den Schlepptender schob, dabei völlig zusammengedrückt wurde, während der Tender sich aufbockte und dabei das Führerhaus eindrückte. Der zweite Personenwagen des D-Zuges wurde zur Hälfte in sich zusammengeschoben. Im Schnellzug starben 28 Reisende, viele davon Kinder aus dem Kreis Zittau, auf dem Weg in ein Betriebsferienlager an der Ostsee. Durch auslaufendes Öl der Feuerung der Dampflokomotive gerieten die ersten beiden Güterwagen, die Papier geladen hatten, in Brand. Die beiden Lokomotiven waren so stark beschädigt, dass sie in der Folge ausgemustert wurden. Der Sachschaden belief sich auf 4 Mio. Mark.

31 Menschen starben, darüber hinaus wurden 7 schwer und zahlreiche weitere leicht verletzt.

Der schwer traumatisierte Zugführer, der sich im hinteren Zugteil aufgehalten hatte, überstand den Unfall ohne größere körperliche Verletzungen. Über ein Telefon an einem Bahnübergang verständigte er den Fahrdienstleiter in Booßen, der erst gar nicht verstand, was passiert war, da er den Schnellzug ja auf einer ganz anderen Strecke wähnte. Erste Hilfe wurde von Bürgern der Ortschaft Lebus und deren Freiwilligen Feuerwehr geleistet. Die Rettungsmannschaften wollten zuerst gar nicht glauben, dass das Blechknäuel hinter der Dampflokomotive tatsächlich die Überreste von drei Personenwagen waren, da sie auf so engen Raum zusammengedrückt waren. Weiter traf dann die Feuerwehr aus Frankfurt (Oder) ein und sorgte dafür, dass das Feuer von den brennenden Güterwagen nicht auf die Personenwagen übergriff. Rettung, Bergung und Untersuchung leitete Verkehrsminister Otto Arndt vor Ort. Weitere Helfer kamen von NVA mcm taschen sale, Roter Armee, Polizei, Zivilverteidigung, Reichsbahn und Transportpolizei.

Der Weichenwärter wurde am 18. Juli 1977 vom Bezirksgericht Frankfurt/Oder als allein Schuldiger zu fünf Jahren Freiheitsstrafe und vollem Schadenersatz verurteilt. Er beging 14 Tage später Suizid. Die mangelhafte technische Sicherung des Bahnhofs wurde vor und vom Gericht verschwiegen, wurde aber im internen Bericht mit der Begründung zugegeben, dass der Deutschen Reichsbahn dafür nicht in ausreichendem Umfang Mittel und Material zur Verfügung gestellt worden waren. Verkehrsminister Otto Arndt erklärte in die laufende Kamera: „Die Sicherungsanlagen arbeiteten einwandfrei“. Das war nicht falsch – nur waren eben kaum Sicherungsanlagen vorhanden. Die fehlende Sicherungstechnik in Booßen wurde am 18. Dezember 1979 durch ein Elektromechanisches Stellwerk behoben.

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