Burg Rothenkirchen

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Burg Rothenkirchen
Die Burg Rothenkirchen ist der Rest einer Burg in Rothenkirchen, einem Ortsteil der Marktgemeinde Pressig im Landkreis Kronach in Bayern.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert, um das Jahr 1187 durch den bamberger Bischof Otto II. erbaut. Die Herren von Haßlach veräußerten ihren Besitz mitte des 14. Jahrhunderts an Konrad von Würtzburg. 1525 wurden im Zuge des Bauernkrieges die drei Kemenaten der Anlage beschädigt. 1538 fanden Aus- und Umbauten statt. Eine weitere, stärkere Zerstörung der Burg geschah 1633 während des Dreißigjährigen Krieges. Im Jahr 1667 wurde die Veste dann von Hans Veit von Würtzburg an das Hochstift Bamberg verkauft.
Heute ist von der Burganlage noch der Torbau (Torhaus) erhalten.
Schlösser: Schloss Alte Kemenate (Nagel) | Oberes Schloss Fischbach | Unteres Schloss Fischbach | Mittleres Schloss Fischbach | Oberes Schloss Friesen | Unteres Schloss Friesen | Mittleres Schloss Friesen (abgegangen) | Schloss Haig | Schloss Hain | Schloss Hesselbach (abgegangen) | Hinteres (Neues) Schloss Küps | Mittleres (Altes) Schloss Küps | Oberes Schloss Küps (Schemenau)  | Schloss Ludwigsstadt | Oberes Schloss (Mitwitz) | Wasserschloss Mitwitz | Schloss Oberlangenstadt | Schloss Schmölz | Schloss Seibelsdorf | Schloss Stockheim | Schloss Theisenort | Wasserschloss Tüschnitz (abgegangen)
Burgen und Ruinen: Burggut Birkach | Heunischenburg | Burg Lauenstein | Burg Rothenkirchen | Burg Waldenfels (abgegangen) | Burg Wildenberg (abgegangen)
Festungen: Festung Rosenberg
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Altes Schloss (Haßlach) | Turmhügel Alter Schlossberg (Kathragrub) | Turmhügel Buchbach | Turmhügel Die Bastei | Turmhügel Entmannsdorf | Turmhügel Haßlach | Turmhügel Hirschfeld | Turmhügel Ludwigsstadt | Turmhügel Obere Bürg | Turmhügel Seibelsdorf
Herrensitze: Hofgut Melanger
Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burgstall Am Schlossberg | Burgstall Das Schloss | Burgstall Ludwigsstadt | Burgstall Rothenkirchen | Burgstall Schlossberg (Nordhalben) | Burgstall Schlossberg (Seibelsdorf) | Burgstall Schlossberg (Steinwiesen) | Burgstall Schwarze Geis (Burg Steinberg) | Burgstall Steinberg | Abschnittsbefestigung Sternberg | Burgstall Tschirn

MeeGo

MeeGo ist ein auf Linux basierendes, quelloffenes Betriebssystem, das in Smartphones, Handhelds, Tablets, Netbooks, an das Internet angeschlossenen TV-Geräten und PKW zum Einsatz kommen sollte. Es ist eine Verschmelzung von Nokias Betriebssystem Maemo mit Intels Moblin-Projekt. Das Projekt ist bei der Linux Foundation angesiedelt. MeeGo ist ein Multiplattformprojekt und unterstützt die Architekturen x86/Intel-Atom und ARM. Die Übertragung auf andere Hardwareplattformen ist jederzeit möglich. Im September 2011 wurde bekannt, dass MeeGo zusammen mit LiMo im neuen Projekt Tizen aufgehen wird.

Die MeeGo 1.1 Core Software Platform umfasst den Linux-Kernel 2.6.35, das Standarddateisystem Btrfs, Nokias UI-Framework Qt 4.7, DeviceKit und für die Hardware-Schnittstellen udev. Zudem sind X.org, ein Telefonie- und ein Bluetooth-Stack sowie Media-Frameworks Bestandteil des Systems. Auf die Kernplattform setzen die sogenannten MeeGo Netbook User-Experience und die Handset User Experience auf. Bei der MeeGo Netbook User-Experience werden Googles Browser Chrome, bei der Handset User Experience Mozillas Browser Fennec zum Einsatz kommen. Programme für MeeGo werden als RPM-Programmpakete angeboten und verteilt.
MeeGo wurde im Februar 2010 im Zuge des Mobile World Congress angekündigt. Eine erste Entwickler-Version wurde im April 2010 vorgestellt, die offizielle Version 1.0 des Kernsystems und der Netbook User Experience folgte Ende Mai 2010. Eine Vorabversion einer Handset-Version für Intel-Atom-basierte Geräte, die bereits einige der geplanten Bedienelemente und Anwendungen enthielt, erfolgte am 30. Juni 2010, ebenso wie eine frühe Entwicklerversion für das ARM-basierte Nokia N900. Version 1.1 erschien am 28. Oktober 2010. Neue Versionen waren im 6-Monats-Rhythmus geplant. Zwischenversionen für Entwickler wurden wöchentlich bereitgestellt. Das letzte Release war die am 19. Mai 2011 veröffentlichte Version 1.2; Release Updates erschienen zuletzt am 9. Februar 2012 als MeeGo v1.2.0.6.
Bisher hat eine Reihe von Firmen Ihre Unterstützung für MeeGo zugesagt, darunter u. a. Acer, AMD, ASUSTeK, BMW Group, Cisco, DeviceVM (Splashtop), LG, Mandriva, Novell, Orange, Telefónica und Xandros. Die von BMW und verschiedenen Partnern konzipierte Referenzplattform für Infotainment-Systeme in Fahrzeugen, GENIVI, soll auf MeeGo aufsetzen. Bereits das 1.0-Entwicklerrelease von MeeGo wurde auch in einer Version für den Einsatz in Fahrzeugen bereitgestellt. Nokia selbst wollte ursprünglich zukünftige „mobile Computer“ mit MeeGo bestücken. ASUSTeK, der fünftgrößte Hersteller mobiler Computer, will künftig ebenfalls MeeGo einsetzen. Im Juni 2010 waren auf der Computex Prototypen von MeeGo-basierten Tablets von Intel, Wistron und CS2C zu sehen. Am 3. September 2010 gab die WeTab GmbH bekannt, dass der in Kooperation mit Neofonie entwickelte Tablet PC WeTab als erstes Tablet mit einem auf MeeGo basierenden Betriebssystem vertrieben wird.
Im Februar 2011 kündigte Nokia an, zukünftig eng mit Microsoft zusammenarbeiten zu wollen und 2011 nur noch das MeeGo-Gerät Nokia N9 auf den Markt bringen zu wollen und anschließend auf das Betriebssystem Windows Phone 7 zu setzen. Intel zeigte sich von dieser Entscheidung überrascht und enttäuscht, will aber an der Entwicklung festhalten. Zuvor war aus Entwicklerkreisen zu hören, dass die Netbookvariante zurückgefahren wird. Im Juni 2011 stellte Nokia offiziell das Nokia N9 vor, das im Laufe des Jahres mit MeeGo 1.2 Harmattan erscheinen soll. Im August 2011 wurde mitgeteilt, dass das Nokia N9 mit MeeGo-Betriebssystem nicht in USA, Großbritannien und Deutschland vertrieben werde.
Im August 2011 brachte ASUS mit dem EeePC X101 das erste Netbook mit MeeGo als Betriebssystem auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um den bis dahin dünnsten und leichtesten Vertreter der EeePC-Serie. Ebenfalls im August 2011 kündigte Acer ein Notebook mit vorinstalliertem MeeGo an, welches im September desselben Jahres erscheinen soll.
Ende September 2011 wurde bekanntgegeben, dass auch LiMo mit dem Meego-Projekt verschmelzen wird. Das neue Projekt wird den Namen Tizen tragen.
Es wurde von einigen Linux-Distributionen angekündigt, die MeeGo-Oberfläche zu unterstützen, z. B. Fedora, Linpus Linux und Splashtop.
Es steht bereits eine Version von openSUSE mit der MeeGo-Oberfläche zur Verfügung, die den Namen Smeegol trägt. OpenSUSEs GoblinTeam realisiert dieses Projekt.
Nach dem Bruch der Kooperation zwischen Intel und Nokia und dem Ende von MeeGo, gibt es mehrere Nachfolgeprojekte.
Nach der Ankündigung von Tizen belebten Mitglieder der MeeGo-Community das Mer-Projekt wieder. Ursprünglich gegründet, um neue Maemo-Versionen auf ältere Hardware zu portieren, versteht sich die neue Mer-Community als Fortführung von MeeGo. Im Gegensatz zu MeeGo besitzt Mers Core-Distribution keine eigene Oberfläche mehr. Das alte MeeGo-Userinterface wird aber unter dem eigenen Projekt Nemo fortgeführt. Durch diese Entkoppelung versprechen sich die Entwickler eine schnellere Unterstützung für neue Hardwarekomponenten, sowie eine Hardware-unabhängige Entwicklung der Benutzeroberfläche. Aufgrund der fehlenden Benutzeroberfläche ist Mer-Core kein vollständiges Meego-Derivat. Außerdem werden von Mer-Core nur 302 der 1400 Meego-Pakete unterstützt. Aktuelle Paketzahlen sind auf der Git-Seite für Mer-Core ersichtlich. Im Mai 2013 befanden sich dort unter Mer-Core 393 Pakete, sowie 59 Mer-Crosshelper-Pakete und 37 Mer-Tool-Pakete. Im gleichen Zeitraum wurden im Open-Build-Service-Instanz des Mer-Projekts ca. 3.000 Pakete von über 100 Entwicklern gehostet. Diese darf aber nicht mit der Anzahl der obigen Mer-Core-Pakete verwechselt werden, da im Build Service weitere Hardware und Software-Pakete gehostet werden, die nicht Bestandteil von Mer-Core sind, so zum Beispiel die Pakete der Benutzeroberfläche Nemo.
Mer dient unter anderem als Basis für Jollas Sailfish OS und das Vivaldi-Tablet. Dabei handelt es sich um einen Tablet PC, welcher nicht Nemo, sondern Plasma Active als Standard-Oberfläche nutzt.
Im Juni 2012 wurde bekannt, dass ehemalige Mitarbeiter von Nokia eine neue Firma namens Jolla gegründet haben, um neue Geräte auf MeeGo-Basis auf den Markt zu bringen. Jolla nutzt dafür Mer als Basis und nennt es lediglich aus Bekanntheitsgründen für die Öffentlichkeit MeeGo. Am Unternehmen, das seinen Sitz in Finnland hat, ist auch Marc Dillon beteiligt, der zuvor die Entwicklung von MeeGo bei Nokia geleitet hat.
Am 21. November 2012 stellte Jolla das auf Mer basierende Betriebssystems Sailfish OS vor, erste Geräte wurden für das 2. Quartal 2013 angekündigt. Sailfish OS soll die Ausführung von Apps unterstützen, die ursprünglich für Android geschrieben wurden. Tatsächlich wurde das erste Jolla-Phone im Mai 2013 vorgestellt. Es besitzt einen Dual-Core-Prozessor, 16 Gigabyte internen Speicher und unterstützt LTE-Netze.
Tizen ist der von MeeGo-Mitbegründer Intel und LiMo-Foundation-Gründungsmitglied Samsung Electronics gemeinsam empfohlene Nachfolger von MeeGo und LiMo. Die Smartphone-Version von Tizen basiert zu großen Teilen auf der Samsung Linux Platform (SLP) / LiMo 4 und nutzt Enlightenment Foundation Libraries (EFL) anstelle von Qt. Diese Variante wird primär von Samsung unterstützt.
Die IVI-Version von Tizen nutzt weiterhin Qt und wird hauptsächlich von Intel gefördert. Seit 20. Mai 2013 gibt es auch einen Community Port von Qt 5.1 für Tizen.
Android | Apple iOS | bada | BlackBerry-Plattformen | Firefox OS | HP webOS | MeeGo | MS Windows-Plattformen | Nokia OS | S60 | Sailfish OS | Symbian-Plattform | Tizen | Ubuntu Touch
Einsatzbereiche: Access Linux Platform | Aliyun OS | Ångström | Android | bada | Firefox OS | Maemo | MeeGo | Mobilinux | Openmoko | OpenWrt | OpenZaurus | Sailfish OS | webOS | Tizen | Nemo Mobile

Ecovis

Ecovis ist eines der zehn größten Beratungsunternehmen mit den Schwerpunkten Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Unternehmensberatung für den Mittelstand in Deutschland. Insgesamt arbeiten etwa 4.500 Mitarbeiter, davon etwa 400 Berufsträger (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte), für Ecovis.

Das Beratungsunternehmen ist in Deutschland mit mehr als 130 Büros und weltweit in über 60 Ländern vertreten. In Deutschland gibt es Büros unter anderem in Berlin, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Göttingen, Krefeld, Hamburg, Hannover, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg, Rostock, Würzburg. Weltweit ist Ecovis mit Standorten auf allen fünf Kontinenten vertreten.
Ecovis ist ein Beratungsunternehmen für den Mittelstand: Zielgruppen sind Private, Selbständige, kleine und mittlere Unternehmen und Konzerne. Branchenkompetenz liegt insbesondere bei Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gesundheitswirtschaft (Ärzte, Krankenhäuser, MVZ, Pharmaunternehmen, Apotheken) und Familienunternehmen.

Wetterbote

Ein Wetterbote ist gemeinhin ein Indiz für einen zukünftigen Wetterumschwung.
Es handelt sich dabei um einen nahezu ausschließlich in der Umgangssprache gebräuchlichen Begriff. Gute Wetterboten sind beispielsweise Wolken, aber auch der Schwalbenflug ist vielen als zuverlässiger Wetterbote geläufig. Fliegen sie hoch, so nimmt man an, das Wetter bessere sich. Fliegen sie tief, so schlussfolgert man, dass es sich verschlechtern wird.
Derartige Wetterboten, wie auch zum Beispiel das Abendrot, sind keine meteorologischen Kriterien für die Vorhersage eines Wetterumschwungs und basieren zudem oft auf rein empirisch abgeleiteten und nur sehr regional gültigen Bauernregeln, weshalb auf deren Gebrauch im Allgemeinen verzichtet werden sollte.
Direkte Indizien für einen Wetterumschwung basieren auf der Wetterbeobachtung, also dem zeitlichen Verlauf von Temperatur und Luftdruck im Verbund mit der Beobachtung der Wolkenentwicklung, aus welchen sich schon mithilfe vergleichsweise weniger meteorologischer Kenntnisse eine lokale Wettervorhersage erstellen lässt. Diese sind nur mit einem geringen Mess- und Arbeitsaufwand verbunden, erreichen jedoch im Gegenzug eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit als auf indirekten Beobachtungen – den Wetterboten – basierende Wettervorhersagen, weshalb sie diesen im Regelfall überlegen sind.

Paidopithex

Paidopithex ist eine fossile Gattung der Altweltaffen aus dem oberen Miozän in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz).

Von Paidopithex rhenanus wurde 1820 ein etwa 28 Zentimeter langer Oberschenkelknochen in einer Sandgrube bei Eppelsheim (Kreis Alzey-Worms) in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz) entdeckt. Dort wurde auch ein Eckzahn einer vermutlich anderen Affenart entdeckt, die als Rhenopithecus eppelsheimensis beschrieben wurde.
Der Affenknochen aus der Gegend von Eppelsheim stammt aus etwa zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins. Diese Ablagerungen werden als Dinotheriensande bezeichnet, weil sie oft Zähne oder Knochenreste des riesigen Rüsseltieres Deinotherium (auch Dinotherium) enthalten.
Nach der ersten Erwähnung durch den Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803–1873) im Jahre 1861 wurde der Affen-Oberschenkelknochen aus Eppelsheim mehrfach umbenannt. Heute gilt der 1895 von dem Bonner Paläontologen Hans Pohlig (1855–1937) vorgeschlagene Artname Paidopithex rhenanus.
Der Originalfund des Affen-Oberschenkelknochens wird im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufbewahrt. Eine Kopie davon befindet sich im Dinotherium-Museum in Eppelsheim.
Aufgrund der spärlichen Überreste ist die systematische Zuordnung von Paidopithex schwierig. Köhler et al. schließen in einer Untersuchung die manchmal vorgeschlagene Ähnlichkeit mit dem (zu den Menschenartigen (Hominoidea) gehörenden) Dryopithecus aus. Sie vermuten eine Zugehörigkeit zu den Pliopithecidae, schließen aber die Möglichkeit nicht aus, dass es sich um einen eigenen Seitenzweig der Altweltaffen handelt.

Gaismühle (Dinkelsbühl)

49.05833333333310.314722222222448Koordinaten: 49° 3′ 30″ N, 10° 18′ 53″ O
Lage von Gaismühle in Bayern
Gaismühle ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.

Die Einöde liegt am Walkenweiherbach, einem rechten Zufluss der Wörnitz. Unmittelbar südlich des Ortes liegt der Gaisweiher.
1800 gab es einen Haushalt, der dem Ansbachischen Kameralamt Crailsheim untertan war.
Die Kreisstraße AN 45 führt nach Dinkelsbühl zur Staatsstraße 2220 bzw. nach Dürrenstetten.
Bernhardswend | Beutenhof | Beutenmühle | Botzenweiler | Burgstall | Dinkelsbühl | Esbach | Freundstal | Froschmühle | Gaismühle | Gersbronn | Hammermühle | Hardhof | Hardmühle | Hausertshof | Hausertsmühle | Hellenbach | Hohenschwärz | Holzapfelshof | Hungerhof (Ungerhof) | Karlsholz | Kemmleinsmühle | Kesselhof | Ketschenweiler | Knorrenmühle | Kobeltsmühle | Langensteinbach | Lohe | Lohmühle b.Neustädtlein | Maulmacher | Mögelins-Schlößlein | Mutschach | Neumühle bei Radwang | Neumühle bei Weidelbach | Neustädtlein | Oberhard | Obermeißling | Oberradach | Oberwinstetten | Pfaffenhof | Radwang | Rain | Rauenstadt | Reichertsmühle | Reuenthal | Rosenhof | Röthendorf | Rothhof | Sankt Ulrich | Scheckenmühle | Segringen | Seidelsdorf | Sinbronn | Sittlingen | Steineweiler | Tiefweg | Unsinnige Mühle (Ölmühle) | Untermeißling | Unterradach | Unterwinstetten | Veitswend | Waldeck | Walkmühle | Weidelbach | Weiherhaus | Weißhaus | Wolfertsbronn

Hans Gamber

Hans Gamber (* 4. August 1944 in Landstuhl) ist ein deutscher Journalist, Schriftsteller und Verleger.

Der gelernte Journalist arbeitete von 1969 an als Lektor beim Heyne Verlag in der Sparte Kriminalromane, gab nebenbei die von ihm konzipierte Zeitschrift „Shock. Magazin für exklusive Alpträume“ heraus und wechselte 1979 zum Moewig Verlag, wo er humoristische Literatur veröffentlichte. In den 1980er Jahren schrieb Gamber Kriminalromane und Thriller unter dem Sammelpseudonym Christopher Barr. Darüber hinaus schrieb er für die Comedyserie Sketchup und betreute verschiedene Literaturkolumnen in den Zeitschriften pardon und Playboy. Eine zeitlang war er auch Humor-Ressortleiter bei der Bunten.
Breite Bekanntheit erreichte Gamber mit seinen Zeitschrifenparodien, die er Ende der 1980er Jahre in seinen eigenen Verlagen (Maya- und Saga-Verlag) herausgab. Es erschienen die Perry-Rhodan-Parodie R. Hodan: „Die galaktische Gurke“ und zahlreiche Parodien von Zeitschriften, die ihren jeweiligen Originalen in Sprachduktus, Bildsprache und Layout täuschend echt nachempfunden waren. Eine Auswahl:
Während die parodierten Verlage und Redaktionen die teils derben Scherze Gambers gelassen hinnahmen, verklagte ihn Albert Uderzo. Der Asterix-Miterfinder bekam in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht München recht, das die Asterix-Parodien als Plagiat einstufte. Prozesskosten, Anwaltshonorare, Schadensersatzforderungen und aus den Verkaufsverboten entstandene Verluste summierten sich zu knapp einer Million Mark, was die Insolvenz des Verlegers zur Folge hatte.
Obwohl Gamber immer wieder einen Gang bis zum EuGH angekündigt hatte, kam es offenbar nicht mehr dazu. Beim Oberlandesgericht München lässt sich nur noch in Erfahrung bringen, dass sowohl das Alcolix- als auch das Isterix-Verfahren nach der endgültigen BGH-Zurückverweisung durch Vergleich beziehungsweise durch Hauptsacheerledigung und Vergleich erledigt wurden. Peter Mühlbauer schrieb zum Ausgang bei Telepolis: „Wie genau die Vergleiche aussahen, darüber schweigt man sich auf Seiten Uderzos aus – und Gambers Spur verliert sich zwischen der pfälzischen Kleinstadt Landstuhl und einem Münchner Männerwohnheim.“
Hinter diesem Pseudonym verbargen sich Hans Gamber und der Schriftsteller Claus Cornelius Fischer, der sich damals noch Claus Fischer nannte. Sie hatten 1981 ihr Debüt mit „Soldato der Killer“ (Verlag: Droemer Knaur) und versuchten auch in den folgenden Romanen das Versprechen des „internationalen Thrillerflairs“ zu halten.
Unter dem Pseudonym Christopher Barr
Bücher als Hans Gamber Von 1969 bis 1971 als Herausgeber der deutschen Auswahlbände von Ellery Queens Kriminalmagazin im Heyne Verlag:
Als Herausgeber
Übersetzungen

Qutb-Schāhī-Sultanat

Das Qutb-Schāhī-Sultanat (persisch سلطنت قطب شاهی, DMG salṭanat-i Quṭb Šāhī) war eines der fünf Dekkan-Sultanate, die aus dem indischen Bahmani-Sultanat hervorgingen. Es wurde 1512 gegründet und bestand bis zur Unterwerfung durch das Mogulreich im Jahre 1687. Hauptstadt war zunächst Golkonda, ab 1590 dann Hyderabad.
Das Qutb-Schāhī-Sultanat hatte eine schiitische Ausrichtung. Außerdem siedelten sich ab der Mitte des 16. Jahrhunderts viele Sufis hier an. Die Qutb-Schāhī-Sultane zeigten der überwiegend hinduistischen Bevölkerung gegenüber große Toleranz und förderten Kunst und Literatur, sowohl in der einheimischen Sprache Telugu, als auch in Urdu und Sanskrit. In häufig wechselnden Bündnissen mit anderen Dekkan-Sultanaten sowie dem südlich angrenzenden Hindu-Reich Vijayanagar führten sie mehrere Kriege gegen Bijapur und Ahmadnagar.
Wie für alle indischen Reiche war für das Qutb-Schāhī-Sultanat die Grundsteuer die wichtigste Einnahmequelle. Die Steuereintreiber mussten auf Auktionen das Recht ersteigern, in bestimmten Gebieten überhaupt Steuern eintreiben zu dürfen. Um die hohen Gebotszahlungen auszugleichen zu können, wurden den Bauern enorm hohe Abgaben auferlegt. Die Landbevölkerung lebte daher in vergleichsweise größerer Armut als etwa die Bauern im Mogulreich.

Quli Qutb Shahi (reg. 1496–1543), Begründer des Qutb-Schāhī-Dynastie, war ein Abenteuer aus dem turkmenischen Clan der Qara Qoyunlu und wurde 1496 von Mahmūd Gawān zum Gouverneur von Telangana, der Ostprovinz des Bahmani-Sultanats, ernannt. 1512 spaltete er seine Provinz vom zerfallenden Bahmanidenreich ab und ernannte sich selbst zum Sultan.
Unter Ibrāhīm Qutb Schāh (reg. 1550–1580), der das Sultanat stabilisierte, kam es zu einer Einwanderung von sunnitischen Sufis nach Golkonda. 1564 war Ibrāhīm unter den vier Sultanen, die sich gegen Vijayanagar verbündeten. Ein Jahr später nahm es an der Schlacht von Talikota teil, in der das Hindureich Vijayanagar vernichtend geschlagen wurde. Ab 1575 expandierte das Reich in die nordöstlich des Godavari gelegenen Gebiete, ab 1578 drang es auf Kosten Vijayanagars über den Krishna nach Süden vor.
Muhammad Quli (reg. 1580–1612) verließ die überbevölkerte Festung von Golkonda und gründete 1589 östlich davon am rechten Ufer des Flusses Musi seine neue Hauptstadt Hyderabad. Die Wahl fiel auch deswegen auf diesen Ort, weil sich dort das Grab (mazār) von Schāh Tscharāgh (st. 1543) befand, eines verehrten schiitischen Sufi-Heiligen, der hier unter Brahmanen gelebt hatte. 1595–1596 ließ Muhammad Quli in Hyderabad ein Krankenhaus (dār-i šifāʾ) mit zwei Etagen und achtzig Zimmern errichten. Zu dem Komplex gehörten auch eine Madrasa, eine Moschee, ein Karawanserei und ein Hammām. Während der Herrschaft von Muhammad Quli ließen sich viele Sufis in Hyderabad nieder, so der aus Baghdad stammende Qādirīya-Sufi Schāh Schiblī, sowie verschiedene Anhänger des schiitischen Niʿmatullāhīya-Ordens. Der Chishtiyya-Sufi Husain Schāh Walī, der schon unter Ibrāhīm eingewandert war, legte zwischen Hyderabad und Secunderabad den künstlichen See Husain Sagar anlegte. Als Muhammad Qulis Premierminister (pešwā) fungierte Muhammad Mu’min aus Astarabad, der bereits vorher am Hof von Schah Tahmasp I. als Prinzenerzieher gedient hatte. Er wirkte an der Planung der neuen Hauptstadt mit und errichtete 1605 in Saydabad, einem Vorort von Hyderabad, eine Moschee mit einem Karawanserail.
Auf militärischer Ebene war Muhammad Quli nicht so erfolgreich. Ein Feldzug gegen das nördliche Nachbarreich Bastar 1610 schlug fehl. Ab dem frühen 17. Jahrhundert sah sich das Qutb-Schāhī-Sultanat zudem einer wachsenden Bedrohung durch das auf den Dekkan expandierende nordindische Mogulreich ausgesetzt, doch konnte es sich gemeinsam mit Bijapur und Ahmadnagar noch zwischen 1615 und 1621 gegen die Moguln behaupten.
Auch unter der langen Herrschaft von ʿAbdallāh Qutb Schāh (reg. 1626–1672) spielten Gelehrte aus Iran noch eine wichtige Rolle, so zum Beispiel Ibn Chātūn al-Āmulī (st. 1649), ein Neffe des bekannten Gelehrten Bahāʾ al-dīn al-ʿĀmilī. Er stieg unter ʿAbdallāh zum Premierminister auf und förderte die Zwölfer-Schia. Allerdings wurde ʿAbdallāh 1636 nach einer Invasion durch den Moghul-Herrscher Shah Jahan dazu gezwungen sich symbolisch zu unterwerfen und in der Freitagspredigt die zwölf Imame durch die sunnitischen Kalifen und den Moghul-Herrscher zu ersetzen.
Immerhin konnte aber Mīr Dschumla, ein persischer Kaufmann, der unter ʿAbdallāh als General diente, 1646 Chandragiri, die Hauptstadt des stark geschwächten Vijayanagar, für das Qutb-Schāhī-Sultanat erobern. Mīr Dschumla stieg daraufhin zu einer einflussreichen Größe am Hof des schwachen Sultans auf. Als ʿAbdallāh Maßnahmen ergriff, um Mīr Dschumlas Machtzuwachs und persönliche Bereicherung zu beschränken, bot dieser seine Dienste den Moguln an. ʿAbdallāh ließ Mīr Dschumla Sohn einsperren, was Aurangzeb, dem Sohn des Großmoguls Shah Jahan, als Vorwand diente, im Januar 1656 zu einem neuerlichen Feldzug gegen die Qutb-Schāhīs aufzubrechen. Hyderabad wurde eingenommen und geplündert. Die darauffolgende Belagerung der Festung Golkonda wurde jedoch vorzeitig abgebrochen, da ʿAbdallāh gegen eine hohe Summe einen Frieden erwirkte.
Während der Herrschaft von ʿAbdallāh Qutb Schāh wanderte einer der exzentrischsten Mystiker aus Delhi nach Hyderabad ein, Barahna Schāh, der „nackte König“, der so hieß, weil er üblicherweise nackt durch die Straßen ging. Er hatte eine große Anhängerschaft unter den iranischen Händlern von Hyderabad. Parast Chān, ein Wesir des Hofes, errichtete ihm ein Mausoleum. Eine weitere bedeutende Persönlichkeit seiner Herrschaftszeit war Nizām ad-Dīn Ahmad Gīlānī (1585–1653) ein persischer Anhänger der Illuminationsphilosophie, der zunächst im Dienst des Mogul-Höflings Mahābat Chān gestanden hatte. Er kam auf Einladung von ʿAbdallāh nach Golkonda und verfasste für ihn zahlreiche Werke zur Medizin, Logik und zu den Naturwissenschaften.
Die vorübergehend wiederhergestellte volle Selbstständigkeit endete 1677: Golkonda war durch die andauernden Kriege gegen das Mogulreich derart geschwächt, dass es erneut dessen nominelle Oberhoheit anerkennen musste, obwohl es einem eindringenden Heer noch einmal hatte standhalten können. Einer erneuten Invasion wenige Jahre später hatte das Sultanat jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. 1685 wurde Hyderabad zum zweiten Mal von Mogultruppen erobert und geplündert. Im September 1687 fiel nach achtmonatiger Belagerung schließlich auch die Feste Golkonda. Sultan Abul Hasan Qutb Shah wurde gefangengenommen und sein Reich dem der Moguln einverleibt.
Auf dem Boden Golkondas entstand 37 Jahre später der ebenfalls islamische Staat Hyderabad.

Rio Tocantins

Karte des Flusslaufs
Sonnenuntergang am Rio Tocantins in Palmas
Der Rio Tocantins (deutsch gelegentlich auch Tokantins geschrieben) ist ein rund 2.450 Kilometer langer Strom in Südamerika.
Der Tocantins ist mit einer Wasserführung von gut 11.000 m³/s der größte rein auf brasilianischem Gebiet gelegene Strom und ist etwa 1000 Kilometer weit bis Lajeado schiffbar.

Der Tocantins entspringt im Zentrum des brasilianischen Bundesstaates Goiás etwa 100 Kilometer westlich von Brasília an der Westabdachung der Serra do Cocalzinho (Serra Geral do Paranã). Von dort aus fließt er hauptsächlich in nördliche Richtung durch die Bundesstaaten Goiás, Tocantins, Maranhão und Pará. In seinem nördlichen Mittellauf bildet er die Landesgrenze zwischen den Bundesstaaten Tocantins und Maranhão. Der Tocantins hat ein unregelmäßiges Gefälle mit Stromschnellen und Wasserfällen und fließt in einem meist nur wenig in die Hochflächen des Brasilianischen Schildes eingeschnittenen, oft schmalen Tal. In Goiàs wird er in der Talsperre Serra da Mesa aufgestaut. Im Einzugsgebiet dominieren präkambrische Gesteine. Im Süden stehen auch paläozoische und mesozoische Gesteine an und zum Amazonasbecken hin Festlandsablagerungen des Tertiärs. Die Vegetation ist durch Savannen (Cerrado) gekennzeichnet und nach Norden hin durch tropischen Regenwald.
Bei São João do Araguaia strömt dem Rio Tocantins von links der Rio Araguaia zu. Dieser größte Nebenfluss übertrifft den Tocantins hier an Länge, Einzugsgebiet und Wasserführung (5.507 m³/s gegenüber 4.527 m³/s des Tocantins), ist also eigentlich der Hauptfluss. An seiner letzten Stromschnelle, kurz vor Erreichen des Meeresniveaus, wird der Tocantins zwischen Marabá und Tucuruí zum Tucuruí-Stausee angestaut. Das dazugehörige Wasserkraftwerk ist nach Nennleistung das zweitgrößte Brasiliens. Weiter nördlich weitet sich der Strom zu einem breiten Ästuar auf, der in die schmale Meeresbucht Rio Pará mündet. Südlich der Insel Marajó geht diese in die Baía de Marajó über, die sich in den Südatlantik öffnet. Über schmale Gezeitenkanäle steht der Rio Pará auch mit der Amazonasmündung in Verbindung.
Der Rio Tocantins ist nicht, wie es eine Zeit lang gehandhabt wurde, ein Nebenfluss des Amazonas, sondern ein eigenständiges Stromsystem.

Jim Berney

Jim Berney ist ein Spezialeffekt-Künstler, der 2006 für den Film Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia in der Kategorie Beste visuelle Effekte für den Oscar nominiert wurde.

Er machte sein Grundstudium im Bereich Informatik und Wirtschaftswissenschaft an der University of California, Irvine, studierte an der Königlich Technischen Hochschule Stockholm Computerarchitektur und machte seinen Master in der Fachrichtung Informatik an der California Polytechnic State University, San Luis Obispo. Danach arbeitete er drei Jahre für die Defense Advanced Research Projects Agency als ADA-Programmierer. Anschließend wechselte er zu dem auf Visuelle Effekte spezialisierten Unternehmen Metrolight, für das er an Filmen wie Batman Forever, Mortal Kombat und Alarmstufe: Rot 2 tätig war.
1996 wechselte er als VFX Supervisor zu Sony Pictures Imageworks, wo er an Filmen wie Starship Troopers, Stuart Little, Evolution und Matrix Reloaded mitwirkte. 2005 war er als Leiter für Visuelle Effekte an Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia beteiligt. Für diesen Film wurde er 2006 gemeinsam mit Dean Wright, Bill Westenhofer, und Scott Farrar in der Kategorie Beste visuelle Effekte für den Oscar nominiert. Im Jahr 2012 wechselte er als Leiter des Studios in Florida zu Digital Domain.