Alliance for Climate Protection

Die Alliance for Climate Protection war eine US-amerikanische Non-Profit-Organisation. Sie wurde 2006 von Al Gore

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, Nobelpreisträger und ehemaliger Vizepräsident der Vereinigten Staaten, gegründet. Mit mehr als fünf Millionen Mitgliedern weltweit war die Allianz eine der größten Non-Profit-Organisationen, die es sich zur Aufgabe gesetzt hatte

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, die Weltgemeinschaft über die Dringlichkeit der Umsetzung umfassender Lösungen für die Klimakrise zu informieren.

Die Organisation finanzierte sich über Spenden. Neben Al Gore, der u. a. das Preisgeld des ihm 2007 verliehenen Nobelpreises der Allianz spendete, zählen zu den Millionenspendern Risikokapitalmanager John Doerr oder der ehemalige eBay-Präsident Jeff Skoll. Die Erlöse der Live Earth-Konzerte kamen einer von der Allianz initiierten Stiftung zugute.

Im März 2010 ging das ebenfalls von Al Gore gegründete Projekt The Climate Project, das sich als Teil einer Graswurzelbewegung verstand, als Unterorganisation in der Allianz auf. Im Juli 2011 wurde die Allianz durch The Climate Reality Project als Nachfolgeorganisation abgelöst.

Die Alliance hatte auch einige Unterorganisationen

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, wie The Climate Project oder Inconvenient Youth. Sie beteiligte sich an vielen größeren Projekten wie Repower America.

Asmus Carstens

Asmus Jacob Carstens (* 10. Mai 1754 in Skt. Jørgen (nun St. Jürgen bei Schleswig); † 25. Mai 1798 in Rom) war ein Maler des deutschen Klassizismus.

Carstens wurde als Sohn eines Müllers im damaligen Dorf Skt. Jørgen geboren, das heute ein Stadtteil der Stadt Schleswig in Schleswig-Holstein ist. Er lernte zunächst im Ratskeller zu Eckernförde das Handwerk eines Küfers. Mit zweiundzwanzig Jahren ging er nach Kopenhagen, um dort die renommierte Königlich Dänische Kunstakademie zu besuchen. Allerdings kam er mit dem Akademiebetrieb nicht zurecht, nahm nicht am Unterricht teil, verweigerte die Teilnahme am Aktzeichnen; das Fehlen dieser Ausbildung wird in seinen späteren Zeichnungen gelegentlich deutlich. Die an der Akademie gelehrte Ölmalerei wie überhaupt das Arbeiten mit der Farbe blieben ihm auch in seiner weiteren Karriere fremd.

Stattdessen bildete er sich autodidaktisch weiter. Seine Zeichentechnik erarbeitete er sich selbst: beim Betrachten der Natur prägt er sich Bilder ein, die er dann allein aus der inneren Anschauung zeichnete. Es kommt ihm auf die Einprägung und Gestaltung einer inneren Welt an. Er studierte die Mythologie der Griechen, Germanen und Kelten, las die antiken Klassiker und beschäftigte sich mit der Philosophie seiner Zeit.

Carstens hoffte vergeblich auf ein Romstipendium der Akademie, die ihm verliehene Silbermedaille lehnte er ab. Daraufhin wurde er von der Akademie verwiesen. Eine mit seinem Bruder unternommene Romreise musste er aus Geldmangel vorzeitig abbrechen. Ab 1783 lebte er in Lübeck und verdiente seinen Lebensunterhalt als Porträtmaler. Daneben versuchte er mit allegorischen und mythologischen Arbeiten seine künstlerischen Ideale zu verwirklichen. Er freundete sich mit dem Schriftsteller Karl Ludwig Fernow an, seinem späteren Biographen, der den Maler mit den ästhetischen Schriften Schillers und Kants bekannt machte. Kontakte knüpfte er zu einigen Lübecker Senatoren, die ihm 1787 einen Aufenthalt in Berlin finanzierten.

Auch in Berlin hatte er zunächst wenig Erfolg, bis in der Akademieausstellung von 1789, bei der sein Bild Sturz der Engel ausgestellt wurde, der preußische Minister von Heinitz auf ihn aufmerksam wurde und ihm einen Auftrag für Wand- und Deckengemälde im königlichen Schloss vermittelte. 1790 schließlich erhielt er auf Betreiben des Ministers eine Professur an der Akademie in Berlin. Aus dieser Zeit stammt die Zeichnung Bacchus und Amor, in der er nicht – wie bisher üblich – eine bestimmte Episode aus dem Leben des Gottes Bacchus darstellt, sondern unterschiedlichste Anregungen aus der Kunst- und Literaturgeschichte zu einer eigenen Bildidee entwickelte. In einem Karton von 1795 griff er in Rom dieses Thema wieder auf und erarbeitete danach eins seiner seltenen Ölgemälde.

1792 wurde er von der Akademie für einen Aufenthalt in Rom beurlaubt. Dort befasste er sich mit dem Studium der Antike und vor allem studierte er Werke von Raffael und Michelangelo. Die Auseinandersetzung mit diesen Malern und mit den antiken Meisterwerken schlägt sich in seinen folgenden Arbeiten nieder.

1795 begann er mit seiner Arbeit an der Zeichnung Die Nacht mit ihren Kindern, die als sein Hauptwerk gilt.

Hauptfigur ist die Nacht (Nyx) mit ihren Kindern Schlaf (Hypnos) und Tod (Thanatos), der auf der linken Seite Nemesis, die Tochter der Nacht und Göttin der Vergeltung, gegenübergestellt wird. Hinter ihr steht mit verhülltem Haupt das Schicksal (Tyche) mit einem Buch, aus dem die drei Parzen Lachesis, Klotho und Atropos die Geschicke der Menschen vortragen. Quellen für sein Bild sind neben der Götterlehre seines Freundes Karl Philipp Moritz die Theogonie von Hesiod sowie Texte des Pausanias. Die Zeichnung ist keine traditionelle Allegorie, vielmehr soll sie mit ihren mythischen Gestalten – im Sinne der kunsttheoretischen Überlegungen Moritz‘ als Sprache der Phantasie betrachtet werden, … gleichsam eine Welt für sich … und aus dem wirklichen Zusammenhang der Dinge herausgehoben. Die Phantasie herrscht in ihrem eigenen Gebiete nach Wohlgefallen … Carstens malt von diesem Bild im Auftrag eines dänischen Mäzens eine Fassung in Öl, die aber verschollen ist.

Ein erster großer öffentlicher Erfolg gelang ihm 1795 in einer Ausstellung im ehemaligen Atelier Pompeo Batonis († 1787), wo er selbstbewusst verkündet, dass er „nicht der Berliner Akademie sondern der ganzen Menschheit gehöre“. Das in dieser Ausstellung gezeigte Bild Raum und Zeit ist ein Versuch, die kantischen Kategorien von Raum und Zeit bildlich darzustellen. Dieser Versuch wurde aber von der Kunstkritik mit Befremden wahrgenommen und von Friedrich Schiller mit einem spöttischen Distichon gewürdigt.

Eins seiner letzten Werke ist die Zeichnung Aufbruch des Eteokles, ein Thema aus der Tragödie Sieben gegen Theben des Aischylos. In der Anlage und der reliefartigen Bildarchitektur zeigt sich die Nähe dieses Bildes zu einer der Ikonen klassizistischer Malerei, dem Schwur der Horatier von Jacques Louis David. Jedoch zeigen sich bei verwandtem Thema und ähnlicher Szenerie deutliche Unterschiede: David zeigt die widerspruchslose Unterwerfung der Protagonisten unter das Gesetz, Carstens dagegen legt den Schwerpunkt auf die Klage der Schwestern des Eteokles und zeigt, dass sein Held sich zu der von der Staatsmacht geforderten Tat erst durchringen muss. Als Revolutionsikone ist sein Bild nicht geeignet.

Carstens verstarb 1798 in Rom und wurde auf dem Protestantischen Friedhof bestattet.

Nach Carstens Tod wurde sein künstlerischer Nachlass zunächst von Fernow verwaltet, der ihn schließlich nach Weimar brachte, wo er in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek aufbewahrt wird. Erst durch Fernow lernte Goethe den Maler kennen und schätzen, in dessen Werken er die in seinen Weimarer Preisaufgaben anvisierten Ziele einer Kunst, die sich formal an den Werken der klassischen Antike und thematisch an antiken Stoffen, vor allem an Homer orientiert, verwirklicht sah.

Für seine in klaren Umrissen gegebenen Zeichnungen modellierte er plastische Hilfsfiguren und konnte so der damals verflachten Kunst neue Räumlichkeit geben. Er galt daher als Leitfigur der 1860 gegründeten Kunstschule Weimar, die seit 1902 von dem Maler Hans Olde und dem Bildhauer Adolf Brütt durch Gründung der Weimarer Bildhauerschule 1905 im Zeichen der Sezessionen erneuert wurde.

Im Schleswiger Stadtmuseum gibt es einen Raum, der dem Maler Asmus Jakob Carstens gewidmet ist. In Kopenhagen steht ein Denkmal für Carstens. Die Bronzefigur wurde zwischen 1880 und 1883 von dem dänischen Bildhauer Theobald Stein geschaffen.

Das Neueste aus Rom. Raum und Zeit hat man wirklich gemalt; es steht zu erwarten, dass man mit ähnlichem Glück nächstens die Tugend uns tanzt. Schiller, Xenien

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Poppe Prehal Architekten

Poppe Prehal Architekten aus Steyr (Österreich) wurden 2000 von Helmut Poppe und Andreas Prehal gegründet. Die Bürogründer absolvierten ihr Architekturstudium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz (Andreas Prehal und Helmut Poppe)

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, an der Eidgenössischen technischen Hochschule in Zürich (Helmut Poppe) sowie an der Technischen Universität Wien (Helmut Poppe, Dissertation).

Im Wettbewerb „Haus der Zukunft 2000“ stellten Poppe Prehal Architekten im Gründungsjahr ein Konzept der Ökologisierung für Architektur und Städtebau vor und gewann damit den vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ausgeschriebenen Wettbewerb. Heute realisieren die Architekten Kommunalbauten, Gewerbe- und Industriegebäude, Wohnbauten sowie Projekte im Bereich der Raumplanung und Forschung.

International bekannt wurde das Projekt Schachinger LT1 (Leuchtturm 1) – das wohl ökologischste Logistikgebäude Europas, wofür den Architekten nach dem NÖ und OÖ Holzbaupreis auch 2015 der Österreichische Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit verliehen wurde. Noch vor Fertigstellung 2013 wurde der nachhaltige Gewerbebau der Paul Blau GmbH mit dem Umweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Den 3. Platz beim World Energy Globe Award (bei dem 1300 Projekte aus 99 Länder eingereicht wurden) erhielten Poppe Prehal Architekten 2002 für das Gewerbeprojekt Nordpool Steyr. Der Preis wurde im Rahmen der World Sustainable Energy Days verliehen

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Prachtnelke

Pracht-Nelke (Dianthus superbus)

Die Pracht-Nelke (Dianthus superbus) ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) gehört.

Die Pracht-Nelke wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze mit meist einfachem Stängel und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimeter. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind bei einer Breite von 5 und 10 Millimeter linealisch-lanzettlich.

Die Blütezeit reicht von Juni bis September. Die Blüten stehen einzeln oder in wenigblütigen, lockeren Blütenständen. Die wohlriechenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf lila- bis hell-purpurfarbenen Kronblätter sind je nach Unterart etwa bis zur Mitte fransig zerschlitzt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.

Die Prachtnelke ist ein Hemikryptophyt bzw. eine Sumpfpflanze, die auf in Moor- und Pfeifengraswiesen wächst und auch feuchte Eichenwälder besiedelt

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Sie überwintert durch bodennahe Langtriebe.

Die zerschlitzten Kronblätter erzielen eine sehr gute Schauwirkung. So zeigten Versuche mit Bienen, dass eine stärkere Zerteilung zu einem häufigeren Besuch der Blüte führt

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. Vermutlich gilt dies auch für Schmetterlinge. Durch die etwa 35 Millimeter lange Kronröhre kommen nur Tagfalter oder tagaktive Schwärmer wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) als Bestäuber in Frage.

Die Blüten verströmen einen schwachen Duft nach Vanille und sind am Grunde bärtig, was dem Schutz des Nektars dient.

Es gibt zwittrige und rein weibliche Pflanzen.

Die Erstveröffentlichung von Dianthus superbus erfolgte 1755 durch Carl von Linné in Flora Suecica, Editio Secunda Aucta et Emendata, S. 146. Das Artepitheton superbus bedeutet stolz, prächtig und verweist auf die prachtvolle Erscheinung der Blüte.

Die Taxonomie der Unterarten bedarf weiterer Prüfung. Für Österreich werden folgende Unterarten angegeben:

Das Verbreitungsgebiet der Pracht-Nelke umfasst Europa sowie Asien. In Mitteleuropa zerstreut, fehlt diese Art weitgehend in Deutschland nördlich der Mainlinie.

In Deutschland gilt die Pracht-Nelke als gefährdet (Stufe 3). Die Pracht-Nelke ist in Österreich vollkommen geschützt.

Für die Prachtnelke bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Feldnegelin, Hochmuth, Modtwillen, Muthwillen (Elsass), Rindnägele (Augsburg) und Wildnägele.

Pracht-Nelke (Dianthus superbus):

Habitus

Blüte

Jirisan, Korea

Christoph Barthold Scharf

Christoph Barthold Scharf (* 7. Dezember 1725 in Wölpe; † 4. Dezember 1803 in Osterholz) war ein deutscher Verwaltungsjurist und landeskundlicher Autor.

Scharf war ein Sohn des Amtsschreibers Joachim Sigismund Scharf und Bruder des Verdener Oberamtmanns David Scharf. Er studierte ab 1745 in Jena, 1748 in Göttingen, wo er ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft war. 1749 veröffentlichte er eine juristische Dissertation über „Geldstrafen für Unzuchtsdelikte auch Send- oder Hurenbrüche“ genannt mcm taschen sale, dargestellt „nach dem braunschweig-lüneburgischen Recht“. Die Promotion zum Dr. iur. war damit nach damaligem Gebrauch jedoch nicht verbunden

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. Scharf war zunächst als Anwalt tätig, vielleicht zunächst in Nienburg. Eine 1755 veröffentlichte Arbeit über Rauchhühner erschien mit Verlagsort Wustrow. 1759 war er Amtsschreiber des Amts Lüne. 1766 wurde er Amtmann des Amts Dannenberg und war ab 1771 zugleich mit der Stellung des Amtsschreibers beauftragt. 1779 wurde er Amtmann, 1801 Oberamtmann in Osterholz bei Bremen.

Seit 1794 war Scharf Eigentümer des Guts Fergersberg in Ritterhude und damit Kompatron der Kirche zu Ritterhude mcm taschen sale.

Wendelin Schmidt-Dengler

Wendelin Schmidt-Dengler (* 20. Mai 1942 in Zagreb; † 7. September 2008 in Wien) war ein österreichischer Literatur- und Sprachwissenschaftler. Schmidt-Dengler war Vorstand des Instituts für Germanistik der Universität Wien, Leiter des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek und Ehrenvorsitzender der Heimito von Doderer-Gesellschaft.

Nach dem Schulbesuch in Wien studierte er Klassische Philologie und Germanistik an der Universität Wien und wollte ursprünglich Lehrer für die Fächer Latein und Deutsch werden. 1965 promovierte er mit der Dissertation Stilistische Studien zu den ‚Confessiones‘ des Aurelius Augustinus zum Dr. phil. 1974 folgte seine Habilitation Genius mcm taschen sale. Zur Wirkungsgeschichte antiker Mythologeme in der Goethezeit. Diese Mythologeme waren für ihn immer ein Schlüssel zum Verständnis der Literatur des 18. bis zum 20. Jahrhundert, auf die er sich schließlich spezialisierte.

1966 wurde er Assistent, 1980 Professor am Institut für Germanistik der Universität Wien. 1996 übernahm er die Leitung des auf seine Initiative hin gegründeten Österreichischen Literaturarchivs an der Österreichischen Nationalbibliothek, dem er die Nachlässe von österreichischen Autoren wie Ödön von Horváth, Hilde Spiel, Ernst Jandl und vielen anderen sowie Autographen von Egon Friedell bis Peter Handke sicherte. Zusätzlich nahm Schmidt-Dengler Gastprofessuren in Pisa mcm taschen sale, Neapel, Klagenfurt, Salzburg, Graz und Stanford an.

Schmidt-Dengler befasste sich vor allem mit der österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und mit der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts. Dazu kamen auch Beiträge zur Antikenrezeption seit dem Humanismus.

Als wissenschaftlicher Leiter des Thomas-Bernhard-Privatarchivs edierte er die Werke Thomas Bernhards. Schmidt-Dengler hat Erzählungen und mehrere Bände Tagebücher von Heimito von Doderer sowie Werkausgaben von Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Albert Drach und Thomas Bernhard in kommentierten, werkkritischen Ausgaben herausgegeben.

Gegen Ende seines Lebens wandte sich Schmidt-Dengler gegen den Abbau der Mitbestimmung Studierender und Institute an den Universitäten wie gegen die Heranbildung so genannter „Eliten“

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, die dann den Studenten „vorgehalten würden“. Hier brachte er oft den Vergleich mit Elitesportlern ein, die im späteren Leben zu „Elitekrüppeln“ werden. Sein Interesse für den Sport machte ihn auch in Bevölkerungsschichten bekannt, die wenig Berührungspunkte mit der Literaturwissenschaft hatten. Häufig war er in Fußballstadien anzutreffen, deren Funktion er mit jener des griechischen Theaters verglich, in dem das Publikum Spannungen auf- und abbauen konnte.

Am 7. September 2008 erlag Schmidt-Dengler einer Lungenembolie. Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Dazu kommen etwa 400 Publikationen in Zeitschriften und Sammelbänden (1964 bis 2004).

Palliativnetz

Ein Palliativnetz oder Palliativ- und Hospiznetz ist ein Netzwerk in begrenzten Regionen (meist Großstädten oder Kreisen) aus verschiedenen Einrichtungen der Palliativ- und Sterbebegleitung.

Wie ein Palliativnetz aufgebaut ist, ist von Netz zu Netz unterschiedlich und hängt stark davon ab

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, wie die medizinische und pflegerische Infrastruktur in den jeweiligen Regionen aussieht. Im Regelfall besteht ein solches Netzwerk aus angeschlossenen Hausärzten, speziell ausgebildeten Palliativärzten, (Palliativ-)Pflegediensten, ambulanten Hospizdiensten, stationären Hospizen, Palliativkliniken sowie speziellen Palliativstationen in Kliniken und Krankenhäusern.

Die Hauptaufgabe sämtlicher Bestandteile von Palliativnetzen ist die schnelle, reibungslose und würdevolle Begleitung von schwerstkranken Menschen mit einer unheilbaren Krankheit in ihrer letzten Lebensphase sowie deren Angehöriger, um eine möglichst hohe Lebensqualität im Prozess des Sterbens zu ermöglichen. Dazu ist es nötig

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, die Klientenwünsche insbesondere in Bezug auf den Ort ihres Sterbens zu unterstützen, um bspw. nicht nötige und eher belastende Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder einen Verbleib in der eigenen häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Dabei werden die Sterbenden selbst genau so wie ihre Angehörigen psychosozial wie auch seelsorgerisch unterstützt.

Dazu arbeiten Ärzte mit stationären sowie ambulanten Diensten eng verzahnt zusammen. Wichtige Bestandteile dafür sind Fortbildungen und Arbeiten in Qualitätszirkeln und Arbeitsgemeinschaften, um eine ständige Weiterentwicklung voranzutreiben.

Rainer Zobel

Rainer Zobel im Juli 2005

Rainer Zobel (* 3. November 1948 in Wrestedt, Landkreis Uelzen) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und derzeitiger -trainer.

Über die Jugendvereine TSV Wrestedt-Stederdorf, SV Teutonia Uelzen, SC Uelzen 09, VfL Bad Zwischenahn und zuletzt erneut SC Uelzen 09, für den er siebenmal für die A-Junioren-Auswahl und zwölfmal für die Amateur-Nationalmannschaft zum Einsatz kam, gelangte er 19-jährig zum Bundesligisten Hannover 96, der ihn mit einem Lizenzspielervertrag ausstattete.

Sein Bundesligadebüt gab er am 17

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. August 1968 (1. Spieltag) bei der 2:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Werder Bremen. Sein erstes Bundesligator erzielte er am 30. Oktober 1968 (12. Spieltag) bei der 1:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Hertha BSC mit dem Anschlusstreffer in der 84. Minute. Für Hannover 96 kam er auch fünfmal im nationalen und sechsmal im internationalen Pokalwettbewerb zum Einsatz.

Mit seinem zweiten Verein – für den er von 1970 bis 1976 spielte – hatte er seine erfolgreichste Zeit und errang unten aufgeführte Titel. Für den FC Bayern München spielte er 180 Mal in der Bundesliga, 39 Mal im internationalen, 32 Mal im nationalen Pokalwettbewerb und einmal für die B-Nationalmannschaft. Sein letztes Bundesligaspiel bestritt er am 12. Juni 1976 (34. Spieltag) beim 7:4-Sieg im Heimspiel gegen Hertha BSC. Seine Karriere als Spieler beendete er beim Lüneburger SK und begann seine Trainerlaufbahn.

Für die DFB-Jugendauswahl bestritt Zobel sieben Länderspiele. Sein Debüt gab er am 14. Februar 1967 in Mönchengladbach, das gegen die Jugendauswahl Englands mit 0:1 verloren wurde. Sein letztes Spiel für die DFB-Jugendauswahl absolvierte er am 9. Mai 1967 in Istanbul im Rahmen des UEFA-Turniers, beim 3:1-Sieg gegen die Auswahlmannschaft Dänemarks.

Für die Amateur-Nationalmannschaft bestritt er 18 Länderspiele, davon sechs als Spieler von Hannover 96. Sein Debüt gab er am 20. September 1967 in Regensburg beim torlosen Unentschieden gegen die Auswahlmannschaft Österreichs. Sein letztes Länderspiel für die Amateur-Nationalmannschaft bestritt er am 25. März 1970 in Meppen beim 1:1-Unentschieden gegen die Auswahlmannschaft der Niederlande.

Als Spieler des FC Bayern München bestritt er am 14. November 1972 – an der Seite von Ottmar Hitzfeld – sein einziges Länderspiel für die B-Nationalmannschaft, das in Winterthur gegen die Auswahl der Schweiz mit 3:1 gewonnen wurde.

Seine Karriere als Trainer begann Zobel beim SV Teutonia Uelzen und trainierte danach den Lüneburger SK. Danach war er von 1987 bis 1990 Co-Trainer bei Eintracht Braunschweig. Von 1990 bis 1996 war Zobel in jeder der höchsten drei Spielklassen des deutschen Fußballs als Trainer tätig, zunächst in der 2

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. Bundesliga bei den Stuttgarter Kickers und zwei Spielzeiten später in der Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern. Zudem 1994 beim 1. FC Nürnberg und von 1995 bis 1996 bei Tennis Borussia Berlin unter anderem in der Regionalliga.

Zu Beginn der Spielzeit 1997/98 zog es den gebürtigen Wrestedter ins Ausland nach Ägypten, dort wurde er Trainer von al Ahly Kairo. Nach drei Jahren und drei gewonnenen Meistertiteln als Trainer in Kairo kehrte Zobel wieder nach Deutschland zurück und wurde am 27. September 2000 erneut Trainer bei den Stuttgarter Kickers. Ein Jahr später jedoch folgten weitere Stationen im Ausland bei diversen Vereinen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Ägypten und im Iran.

Im Juni 2008 wurde Zobel dann Trainer in Georgien, sein Traineramt bei Dinamo Tiflis war jedoch nur von kurzer Dauer. Kriegshandlungen im August zwangen ihn und seine ausländischen Spieler, aus Georgien zu flüchten; Zobel kehrte zunächst nach Braunschweig zurück. Vom 16. Juli 2009 bis zur einvernehmlichen Trennung am 28. November 2010 war er bei Moroka Swallows in Südafrika im Amt.

Anfang September 2012 gab der moldawische Erstligist FC Milsami die Verpflichtung Zobels als neuen Cheftrainer bekannt. Von 2013 bis 2015 trainierte er den ägyptischen Erstligisten FC El Gouna. Im März 2016 unterschrieb er beim Braunschweiger Kreisligisten FC Wenden einen Vertrag als Trainer und wird seine Arbeit zur Saison 2016/17 aufnehmen.

Vereinigung christlicher Lehrerinnen und Lehrer an höheren und mittleren Schulen Österreichs

Die Vereinigung christlicher Lehrerinnen und Lehrer an höheren und mittleren Schulen Österreichs (VCL) ist eine Organisation für Lehrerinnen und Lehrer, die sich zu christlichen Werten bekennen.

Am 24. Dezember 1919 erfolgte ein Aufruf zur Gründung der Vereinigung christlich-deutscher Mittelschullehrer Österreichs. Die Gründung erfolgte einen Monat später

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, am 24. Jänner 1920. Ab 1925 wurde das Organ der Katholischen Lehrerschaft Österreichs, die Österreichische Pädagogische Warte, auch Vereinszeitschrift der Vereinigung christlich-deutscher Mittelschullehrer Österreichs. 1934 wurde für die bis dahin unabhängigen, diversen Landesverbände ein Bundesverband geschaffen. Als 1938 der Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich erfolgte, wurde die Vereinigung aufgelöst, das Vereinsvermögen eingezogen und die Vereinsführung verhaftet. Ab 1942 kam es zu illegalen Versammlungen und Aktivitäten der Vereinigung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgten ab 1945 erste Besprechungen mit dem Ziel einer Neugründung unter dem Namen Vereinigung christlicher Mittelschullehrer Österreichs. Die Gründung wurde am 2. Februar 1946 erlaubt, so dass ab März 1946 für den Neubeitritt geworben werden konnte. Zur konstituierenden Versammlung kam es am 1. April 1946 und die erste Vollversammlung fand am 9. Mai 1946 statt. Am 1. Jänner 1949 wurde das Vereinsorgan Der österreichische Mittelschullehrer geschaffen, welches ab 1963 in Die österreichische höhere Schule umbenannt wurde. Am 22. April 1961 wurde für die bis dahin unabhängigen, diversen Landesverbände ein Bundesverband geschaffen. Am 1

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. März 1963 erfolgte die Umbenennung in Vereinigung Christlicher Lehrer an den höheren Schulen Österreichs. Sie besteht bis heute als Vereinigung christlicher Lehrerinnen und Lehrer an höheren und mittleren Schulen Österreichs (VCL). Die VCL steht der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) nahe

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, die das bürgerlich-konservative Spektrum abdeckt und traditionell Kirche und Wirtschaft eng verbunden ist. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände Österreichs (AKV).

Private Finanzplanung

Private Finanzplanung (auch: persönliche Finanzplanung oder englisch Personal financial planning) ist die Finanzplanung der Privathaushalte.

Die Privathaushalte (Alleinstehende und Familien) können bei ihrer Finanzplanung auf dieselben Planungsmethoden und –instrumente zurückgreifen

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, wie sie die Betriebswirtschaftslehre für Unternehmen und öffentliche Haushalte entwickelt hat. Dort wird die Finanzplanung als Teil der gesamten Unternehmensplanung unter besonderer Berücksichtigung der Finanzierungs- und Unternehmensziele diskutiert. Erich Kosiol zufolge ist Finanzplanung eine regelmäßige Aufgabe der Finanzwirtschaft, die in gleichen Zeitabständen vorzunehmen ist. Der aktuelle Kapitalbedarf wird durch Finanzierung bereitgestellt, bei der zwischen Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung zu unterscheiden ist. Wesentlicher Unterschied zwischen den Unternehmen und den Privathaushalten ist, dass letztere oft über wenig oder keine finanzielle Allgemeinbildung verfügen und deshalb auch Finanzplanungstechniken ohne Fachkenntnisse nicht zum Erfolg führen.

Die private Eigenfinanzierung erfolgt aus dem Einkommen der Haushalte, das sich aus Arbeitseinkommen, Kapitaleinkommen oder Transfereinkommen zusammensetzen kann. Ferner gehören Verfügungen über Ersparnisse (Sparen im weitesten Sinne) oder über Erlöse aus der Veräußerung von Vermögensgegenständen zur Eigenfinanzierung. Diese Finanzierungsquellen stehen – isoliert oder kombiniert – für größere Anschaffungen zur Verfügung, die ein Haushalt vornimmt (Hausrat, Automobile, Wohnimmobilien). Reichen die Mittel der Eigenfinanzierung nicht aus, muss der Haushalt über die Aufnahme von Krediten entscheiden. Spätestens in diesem Falle ist vom Haushalt ein Finanzierungsplan aufzustellen, der bei Kreditinstituten als wichtige Kreditunterlage gilt und ein Bestandteil privater Finanzplanung darstellt.

Private Finanzplanung scheitert häufig an fehlender oder unzureichender finanzieller Allgemeinbildung. Der Finanz-Alphabetismus umfasst sowohl das abstrakte Wissen über grundlegende finanzielle Zusammenhänge und die Funktionsweise von Finanzprodukten als auch die konkrete Erfahrung im Umgang mit Bank- und Versicherungsprodukten. Schwachstellen der Verbraucher sind vor allem Zahlungsverkehr, Kapitalanlage, Kreditaufnahme und Versicherungen. Einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahre 2004 zufolge gaben 47,3 % der Befragten an, sich nur ungern mit Finanzen zu beschäftigen, 50,2 % schieben finanzielle Entscheidungen auf, obwohl 61 % dafür Zeit hätten, und 61,8 % empfinden Finanzfragen als schwierig. Einerseits ist das grundlegende finanzielle Wissen für angemessene Vorsorge- und Anlageentscheidungen in weiten Teilen der Bevölkerung nicht ausreichend, andererseits steigt der Anteil richtiger Antworten in der Regel mit Bildungsgrad und Einkommen; auch trauen sich Befragte eine Antwort auf die Finanzfragen umso häufiger zu bzw. verweigern die Antwort umso seltener, je höher ihr Bildungsgrad oder Einkommen ist.

Private Finanzplanung umfasst die lebenszyklusorientierte Prognose eines Privathaushalts über die künftige Entwicklung von Einnahmen/Ausgaben und Vermögen/Schulden unter Berücksichtigung von Finanzierungs-, Geldanlage-, Altersvorsorge-, Nachfolge- und Steueraspekten bei Beachtung der individuellen finanziellen Ziele. Sie dient der Vorbereitung von Entscheidungen in persönlichen finanzwirtschaftlichen Angelegenheiten und wird in der Fachliteratur oft auf Anlageberatung verengt. Aber auch die Entscheidung darüber, ob jemand sich finanziell ein Automobil leisten kann, ist genauso Teil der privaten Finanzplanung wie der Entschluss, sich vor Schadenstragungen durch Versicherungen zu schützen.

Daneben berücksichtigt eine umfassende Finanzplanung auch rechtliche, psychologische, philanthropische und ethische Fragen, die Planung von Ausbildung, Karriere, Freizeitbudget und Ruhestandseintritt sowie die Weitergabe von Vermögen über Familiengenerationen hinweg, einschließlich der Gestaltung von Testamenten, Eheverträgen, Schenkungen oder der Begründung von Stiftungen. Sie umfasst außerdem auch die private interne Revision, d.h. die Überwachung der Struktur und Entwicklung von Zahlungsströmen, Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten, sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Haushalts.

Im Gegensatz zu vielen Ad-hoc-Entscheidungen, wie sie bei Privatpersonen im Alltag üblich sind (Spontankauf), setzt die private Finanzplanung auf ein systematisches Vorgehen. Dazu greift sie auf Analysemethoden zurück, die aus der betrieblichen Finanzplanung entlehnt sind. Es werden in einem ersten Schritt die Ziele sowie die finanzielle, persönliche und familiäre Ausgangssituation des Privathaushalts erfasst. Dies umfasst eine Datenerhebung, z. B. Aufstellen einer privaten Bilanz mit Vermögensanlagen, Versicherungsverträgen, Darlehensverpflichtungen, Immobilien sowie Versorgungsansprüchen im Alter und bei Krankheit, gegebenenfalls auch weitergehende Tätigkeiten des privaten Rechnungswesens, z. B. die private Buchführung wie bei einem Haushaltsbuch. So können Rückschlüsse auf Realisierbarkeit der Ziele, auf vorhersehbare Ereignisse sowie auf Risiken gezogen werden. Zunächst wird dann die benötigte Absicherung gegen finanziell existenzbedrohende Ereignisse und Risiken ermittelt (z. B. Invalidität, Haftpflicht, bei finanziell abhängigen Angehörigen auch Tod).

Nach veralteter, klassischer (nach wie vor jedoch vorherrschender) Methodik führt man anhand der Daten für die laufenden Einkünfte eine Budgetplanung durch und investiert das verbleibende Geld durch Sparen langfristig, soweit nicht noch Kredite bestehen, die damit zurückgezahlt werden können. Es soll dabei bis zum Ruhestand vermehrt oder zumindest erhalten werden, und unnötige Risiken sollen vermieden werden. Das moderne Paradigma hingegen (Robert Merton, Paul Samuelson, Zvi Bodie) sieht das Ziel umgekehrt in der optimalen risikopräferenzangemessenen Verteilung von Ausgaben über die Lebensdauer (siehe auch Lebenszyklusmodell). Dabei wird eine (je nach Risiko mehr oder weniger stark schwankende) Sparquote durch ein Modell vorgegeben, und für den verbleibenden Rest muss dann eine Budgetplanung durchgeführt werden.

Zwei wesentliche Problemstellungen ergeben sich bei der Anlageplanung für die verfügbaren finanziellen Mittel, und zwar einerseits die so genannte Asset Allocation und andererseits die so genannte Asset Location. Die Asset Allocation beschäftigt sich mit der Auswahl der Anlageklassen (z. B. Aufteilung zwischen riskanten Anlagen wie Aktien und sicheren Anlagen wie Spareinlagen, Auswahl und Gewichtung der Einzelanlagen wie einzelner Aktien und Anleihen). Die Asset Location beschäftigt sich mit der Frage, in welcher steuerlichen Gestaltung Finanzprodukte für diese Anlagen möglichst effizient angeschafft werden sollten (z. B. Direktanlage, Fonds, Versicherungsmantel).

Die Haushalte müssen in ihrer privaten Finanzplanung drohende finanzielle Risiken berücksichtigen, insbesondere die zwanghafte Konsumneigung (Konsumismus), unzureichende Anpassung der Ausgaben an sinkende Einnahmen, die Vermeidung allgemeiner Lebensrisiken, Arbeitsunfähigkeit, Krankheit, Scheidung, Tod naher Angehöriger, unversicherte Schadenshaftungen, unerwartete Nachzahlungen (Betriebskosten oder Steuern), Gefahren durch konzentrierte Kapitalanlagen (Klumpenrisiko oder Granularität) oder durch überhohen Kapitaldienst bei Krediten infolge von Überschuldung. Viele dieser Risiken sind versicherbar, die nicht versicherbaren müssen durch Selbstversicherung aus dem eigenen Vermögen getragen werden. Dieses entsteht durch Vermögensbildung, die auch als Bildung von Rückstellungen und Rücklagen angesehen werden kann, wozu Unternehmen und öffentliche Haushalte gesetzlich verpflichtet sind. Je knapper die Finanzierungsquellen sind, umso detailfreudiger muss eine private Finanzplanung erfolgen.

Im Jahr 2015 mussten 107.919 Bundesbürger (Privatpersonen und ehemals Selbstständige) eine Privatinsolvenz anmelden. Das entspricht einem Rückgang um 6,4 % gegenüber dem Vorjahr. Entgegen dem Trend stiegen Bürgel Wirtschaftsinformationen zufolge die Privatinsolvenzen bei den Senioren (61 Jahre und älter) das vierte Mal hintereinander an. Nach den starken Anstiegen in den letzten Jahren (2012: + 1,2 Prozent, 2013: + 8,4 Prozent, 2014: + 13,9 Prozent) nahmen die Privatinsolvenzen in dieser Altersgruppe 2015 um 0,6 Prozent zu; ein Indikator für die zunehmende Altersarmut. Zwar sind die Privatinsolvenzen insgesamt seit 2001 rückläufig, doch konnte die Zahl von 100.000 Privatinsolvenzen nicht unterschritten werden. Das hohe Niveau an Privatinsolvenzen in Deutschland scheint zu signalisieren, dass viele Bürger mit der privaten Finanzplanung überfordert sind.

Hauptanbieter von privater Finanzplanung als Dienstleistung sind Kreditinstitute (bei Banken, Sparkassen oder Genossenschaftsbanken oft als Teil des Private Banking), Finanzvertriebe, Vermögensverwaltungen sowie freie Anlageberater und Makler.

Daneben gibt es auch kleinere Anbieter wie Honorarberater und vereinzelt auch Steuerberater, die private Finanzplanung gegen Entgelt im Mandatsverhältnis erbringen. Es gibt in vielen Staaten Berufsverbände von Finanzplanern, die ihre Sichtweise zu Kriterien für gute Finanzplaner veröffentlichen; typischerweise etwa: eine lange Erfahrung in der privaten Finanzberatung, einwandfreier Lebenslauf, Qualifikationsnachweise, Abwesenheit von Vertriebsinteressen, Zusammenarbeit mit dem Steuerberater des Mandanten, ausreichende Vermögenschadenshaftpflichtversicherung. Der größte Berufsdachverband der Finanzplaner in den USA ist die Financial Planning Coalition (FPC), bestehend aus dem Certified Financial Planner Board of Standards (CFP Board), der Financial Planning Association (FPA), sowie der National Association of Personal Financial Advisors (NAPFA).