Copa Topper 2013

Die Copa Topper 2013 war ein Tennisturnier, das vom 21. bis zum 26. Oktober 2013 in Buenos Aires stattfand. Es war Teil der ATP Challenger Tour 2013 und wurde im Freien auf Sandplatz ausgetragen.

Das Teilnehmerfeld der Einzelkonkurrenz bestand aus 32 Spielern, jenes der Doppelkonkurrenz aus 16 Paaren.

Die Qualifikation fand am 19. und 20. Oktober 2013 statt. Bei dieser wurden in drei Runden aus 32 Spielern insgesamt vier Qualifikanten bestimmt. Folgende Spieler hatten sich für das Hauptfeld qualifiziert:

São Paulo | Nouméa | Heilbronn | Maui | Bucaramanga | Burnie | Dallas | Bergamo | Adelaide | Quimper | Cherbourg | Sydney | Salinas | Kyōto | Santiago de Chile | Dallas | Sarajevo | Rimouski | Le Gosier | Pereira | San Luis Potosí | Saint–Brieuc | León | Guadalajara | Barranquilla | Mersin | Itajaí | Sarasota | Mexiko Stadt | Panama-Stadt | Rom | Santos&nbsp mcm taschen sale;| Savannah | São Paulo | Tunis | Ostrava | Anning | Johannesburg | Tallahassee | Neapel | Kunming | Qarshi | Rio Quente | Rom&nbsp

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2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015

Commeny

Commeny ist ein Ort und eine nordfranzösische Gemeinde mit 413 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Val-d’Oise in der Region Île-de-France (Frankreich).

Der Ort Commeny liegt in einer Höhe von ca. 110 m ü. d. M. ca. 53 km (Fahrtstrecke) nordwestlich von Paris in der Landschaft des Vexin nahe der Grenze zur Normandie. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Vexin français.

Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft hat nur geringe Auswirkungen auf die Einwohnerzahl der Gemeinde gehabt. Wegen der relativen Nähe zum Großraum Paris und den auf dem Lande deutlich niedrigeren Immobilienpreisen sind die Bevölkerungszahlen in den letzten Jahrzehnten wieder leicht angestiegen.

In früheren Jahrhunderten lebten die Einwohner als Selbstversorger vom Ertrag ihrer Felder und Gärten; auch Viehzucht wurde in geringem Umfang betrieben. Landwirtschaft und Kleinhandel spielen auch heute noch die größte Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde. Einige Häuser sind als Ferienhäuser (gîtes) ausgewiesen.

Die Römerstraße Chaussée Jules César von Lutetia (Paris) nach Rotomagus (Rouen) bzw. nach Juliobona (Lillebonne) führte in der Antike durch das Gemeindegebiet. Aus dem Hochmittelalter (1085) stammt der älteste überlieferte Ortsname (Cumencio); in einer Urkunde des Jahres 1170 wird vermeldet, dass die Abtei Saint-Martin de Pontoise in Commeny Grundbesitz hatte. Um das Jahr 1200 entstand die erste nachweisbare Kirche des Ortes, die im 16. Jahrhundert erweitert wurde.

Ableiges | Aincourt | Ambleville | Amenucourt | Arronville | Arthies | Auvers-sur-Oise | Avernes | Banthelu | Beauchamp | Beaumont-sur-Oise | Bernes-sur-Oise | Berville | Bessancourt | Boisemont&nbsp mcm taschen sale;| Boissy-l’Aillerie | Bray-et-Lû | Brignancourt | Bruyères-sur-Oise | Bréançon | Buhy | Butry-sur-Oise | Béthemont-la-Forêt | Cergy | Champagne-sur-Oise | Charmont | Chars | Chaussy | Chauvry | Chérence | Cléry-en-Vexin | Commeny | Condécourt | Cormeilles-en-Vexin | Courcelles-sur-Viosne | Courdimanche | Eaubonne | Ennery | Épiais-Rhus | Éragny | Ermont | Franconville | Frouville | Frémainville | Frémécourt | Frépillon | Gadancourt | Genainville | Gouzangrez | Grisy-les-Plâtres | Guiry-en-Vexin | Génicourt | Haravilliers | Haute-Isle | Hodent | Hédouville | Hérouville | Jouy-le-Moutier | L’Isle-Adam | La Chapelle-en-Vexin | La Roche-Guyon | Labbeville | Le Bellay-en-Vexin | Le Heaulme | Le Perchay | Le Plessis-Bouchard | Livilliers | Longuesse | Magny-en-Vexin | Marines | Maudétour-en-Vexin | Menouville | Menucourt | Montgeroult | Montlignon | Montreuil-sur-Epte | Mours | Moussy | Mériel | Méry-sur-Oise | Nerville-la-Forêt | Nesles-la-Vallée | Neuilly-en-Vexin | Neuville-sur-Oise | Nointel | Nucourt | Omerville | Osny | Parmain | Persan | Pierrelaye | Pontoise | Presles | Puiseux-Pontoise | Ronquerolles | Sagy | Saint-Clair-sur-Epte | Saint-Cyr-en-Arthies | Saint-Gervais | Saint-Leu-la-Forêt | Saint-Ouen-l’Aumône | Saint-Prix | Santeuil | Seraincourt | Taverny | Theuville | Théméricourt | Us | Vallangoujard | Valmondois | Vauréal | Vienne-en-Arthies | Vigny | Villers-en-Arthies | Villiers-Adam | Vétheuil | Wy-dit-Joli-Village

Karl Ernst Krafft

Karl Ernst Krafft (* 10. Mai 1900 in Basel; † 8. Januar 1945 im Konzentrationslager Buchenwald) war ein Schweizer Astrologe, Statistiker und Wirtschaftsberater.

Kraffts Großvater Ernst (Ulrich) war Bauherr des Hotel Krafft in Basel und Teilhaber der Schuhfabrik Gebr mcm taschen sale. Krafft in Fahrnau im nahegelegenen badischen Wiesental. Seine Eltern waren der Direktor der Brauerei Cardinal, Carl Krafft (* 24. November 1864) und Anna geb. Gebhard (* 11. März 1867 in Schopfheim) aus dem badischen Wiesental. Ab 1910 lebte die Familie in Basel und ab 1925 in Coppet. Sein Onkel war der Chemiker Albert Krafft.

Nach der Matura am Humanistischen Gymnasium Basel studierte Krafft 1919 bis 1924 in Basel, Genf und London Mathematik, Physik, Chemie und Statistik, letzteres bei Karl Pearson.

Als 1919 Kraffts Schwester Anneliese starb, wandte sich die Familie dem Okkultismus zu und veranstaltete Séancen. Von da an befasste sich Krafft auch intensiv mit Yoga und Astrologie. In Genf begegnete er Hazrat Inayat Khan. Von 1921 bis 1923 überprüfte er tausende von Genfer Geburts- und Todesfällen mit statistischen Mitteln auf astrologische Zusammenhänge, später setzte er diese Arbeit in Basel fort. Krafft erstellte auch 2800 Musikerhoroskope, um den Zusammenhang von Geburtskonstellation und Beruf zu prüfen. Er wurde so zum Vorgänger von Michel Gauquelin sowie Gunter Sachs und dessen Werk Die Akte Astrologie. Da seine Eltern ihn nicht mehr unterstützten, nachdem sie entdeckt hatten, dass er sich mehr mit Astrologie als mit etablierten Wissenschaften beschäftigte, wurde Krafft 1925 zunächst Buchhändler in der esoterischen Buchhandlung „Quo Vadis“.

Von 1926 bis 1936 arbeitete Krafft als Wirtschaftsberater unter Anwendung der Astrologie, ab 1929 auch der Graphologie. Zunächst förderte ihn der Schweizer Bankier Oscar Guhl, der auch das Warenhaus Globus und den Verlag Orell Füssli kontrollierte. Ohne Befragung des Charakterologen Krafft gab es keine Personalentscheidung in Guhls Unternehmen. Später beriet Krafft auch andere Unternehmen, wie das Kaufhaus Printemps in Paris. In dieser Zeit entwickelte Krafft schwer nachvollziehbare Theorien über Kosmobiologie und „Typokosmie“, hielt Kurse in Lausanne und Vorträge in zahlreichen deutschen Städten.

Im Mai 1937 heiratete er in Zürich Anna (Theresia) van der Koppel

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, die Tochter eines niederländischen Unternehmers aus Zeist bei Utrecht.

Auf Grund einer allgemeinen Begeisterung für ein „Großdeutschland“ zog er 1937 mit seiner Frau nach Urberg in den Südschwarzwald, einen Ort, den ihm der Psychologe Hans Bender empfohlen hatte, nachdem er für Krafft einen Vortrag im Juli 1937 in Bonn organisiert hatte. Seine astrologischen Berechnungen ließen Krafft zu der Prognose kommen, Hitler sei vom 7. bis 10. November 1939 in extremer Gefahr. Begeistert von sich selbst, warnte er die deutschen Behörden. Als am 8. November das Attentat Georg Elsers im Bürgerbräukeller in München scheiterte, wurde Krafft zunächst als möglicher Mit-Täter verhaftet. Diese Erfahrung hinderte ihn nicht, sich für das Reichssicherheitshauptamt anwerben zu lassen, weil er die Möglichkeit sah, der Astrologie zum Durchbruch als anerkannter Wissenschaft zu verhelfen. In Berlin ließ man ihn Horoskope von Personen und Ereignissen berechnen und die Prophezeiungen von Nostradamus deuten, um sie für die Psychologische Kriegführung zu verwenden. Die Briten griffen die Methode auf und engagierten im Gegenzug den aus Deutschland emigrierten Astrologen Louis de Wohl für ihre psychologische Kriegführung.

Am 12. Juni 1941, rund einen Monat, nachdem Rudolf Heß nach England geflogen war, wurde Krafft wie zahlreiche andere Astrologen verhaftet. Am 24. Juni 1941 verbot das NS-Regime die öffentliche Anwendung aller okkulten Praktiken. Dennoch sollte Krafft, zusammen mit Psychologen wie dem Bonner Philosophie-Professor Johannes Maria Verweyen, weiterhin für die Nazis arbeiten und Horoskope von Generälen erstellen. Die Arbeiten wurden von Kurd Kisshauer vom Amt Rosenberg gesammelt und gesichtet. Nach einem Nervenzusammenbruch im Gefängnis war Krafft ab Herbst 1942 arbeitsunfähig und erkrankte im Frühjahr 1943 an Typhus. Er hatte sich noch nicht von seiner Erkrankung erholt, als er nach Oranienburg ins KZ Sachsenhausen eingeliefert wurde. Am 27. November 1944 wurde er in das KZ Buchenwald überstellt und starb dort am 8. Januar 1945.

Liste der Kulturdenkmäler in Börrstadt

In der Liste der Kulturdenkmäler in Börrstadt sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Börrstadt aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 15. November 2012).

Albisheim (Pfrimm) | Alsenz | Bayerfeld-Steckweiler | Bennhausen | Biedesheim | Bischheim | Bisterschied | Bolanden | Börrstadt | Breunigweiler | Bubenheim | Dannenfels | Dielkirchen | Dörrmoschel | Dreisen | Einselthum | Eisenberg (Pfalz) | Falkenstein | Finkenbach-Gersweiler | Gauersheim | Gaugrehweiler | Gehrweiler | Gerbach | Göllheim | Gonbach | Gundersweiler | Höringen | Ilbesheim | Immesheim | Imsbach | Imsweiler | Jakobsweiler | Kalkofen | Katzenbach | Kerzenheim | Kirchheimbolanden | Kriegsfeld | Lautersheim | Lohnsfeld | Mannweiler-Cölln | Marnheim | Morschheim | Mörsfeld | Münchweiler an der Alsenz | Münsterappel | Niederhausen an der Appel | Niedermoschel | Oberhausen an der Appel | Obermoschel | Oberndorf | Oberwiesen&nbsp mcm taschen sale;| Orbis | Ottersheim | Ramsen | Ransweiler | Rathskirchen | Reichsthal | Rittersheim | Rockenhausen | Ruppertsecken | Rüssingen | Sankt Alban | Schiersfeld | Schönborn | Schweisweiler | Seelen | Sippersfeld | Sitters | Stahlberg | Standenbühl | Steinbach am Donnersberg | Stetten | Teschenmoschel | Unkenbach | Waldgrehweiler | Wartenberg-Rohrbach | Weitersweiler | Winnweiler | Winterborn | Würzweiler | Zellertal

Honda XL185S

Vorlage:Infobox Motorrad/Wartung/Parameter

Das Motorrad XL185S ist eine japanische Enduro von Honda, die in den Jahren 1979 bis 1999 gebaut wurde.

Scrambler waren in den 1960er Jahren sehr verbreitet. Das sind Straßenmotorräder mit erhöhter Sitzposition, deren Geländetauglichkeit durch grobstollige Reifen und höhergelegte Auspuffanlagen etwas verbessert wurde. Ende der 1960er legte Honda eine Serie von SL-Modellen auf, die den Übergang vom Scrambler zur Enduro einleiteten

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. z. B.: Honda SL90 (1969); Honda SL175 (1970–1972); Honda SL70 (1971–1974), 1974 umbenannt in XL70 (bis 1977)

Varianten der XL185S:

Die XL185S hat ein 6-Volt-Bordnetz, das sich jedoch relativ einfach auf 12 V umrüsten lässt. Dafür müssen bei den Modellen vor 1981 lediglich alle Lampen und das Blinkrelais von 6 V in 12 V getauscht werden. Bei den Modellen ab 1981 ist es etwas aufwändiger, da diese einen 6-V-Gleichrichter besitzen. Den Motor gab es auch als 125-cm³-Ausführung und mit etwas mehr Leistung (18 PS) in der XR185. In leicht abgewandelter Form wird dieser Motor nach wie vor (Stand 2012) in einigen chinesischen Lizenzen (Zongshen, Lifan) gebaut.

Die XL185S hat folgende Daten:

Zurzeit (Frühjahr 2016) werden von Honda in Deutschland folgende Modelle vertrieben:

Naked Bikes/Allrounder: CB1100 | CBF1000F | CB1000R | NC750S | CB650F | CB500F

Sportler: Honda RC213V-S | CBR1000RR Fireblade | CBR650F | CBR600RR | CBR500R | CBR300R

Tourer und Sporttourer: CTX1300 | Gold Wing | Gold Wing F6B&nbsp

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;| VFR1200F | VFR800F | Pan-European

Enduros und Reiseenduros: VFR1200X Crosstourer | CRF1000L Africa Twin | VFR800X Crossrunner | NC750X&nbsp mcm taschen sale;| CRF250L

Cruiser: Gold Wing F6C | Shadow VT750CS | NM4 Vultus | CTX700N

Leichtkrafträder: CB125F | CBR125R | MSX125 | Wave 110i

Motorroller: Integra | Forza 300 | SH300i | SH150i | SH125i | SH Mode 125 | Forza 125 | PCX125 | Vision 110 | NSC50R | Vision 50

Trial & Cross: CRF450R | CRF250R | CRF150R | CRF125F | CRF110F | CRF50F | Montesa COTA 4RT | Montesa Cota 300RR | Montesa 4RIDE

Technik: CBS

Siehe auch Liste der Honda-Motorräder

Tomás Ribeiro

Tomás Antonio Ribeiro Ferreira (* 1. Juli 1831 in Parada de Gonta mcm taschen sale, Beira Alta; † 6. Februar 1901 in Lissabon) war ein portugiesischer Lyriker, Journalist und Politiker.

Tomás Ribeiro wurde in einem Arbeiterhaushalt geboren. Dennoch gelang es ihm, das Abitur zu machen und Jura in Coimbra zu studieren. Es folgte eine einzigartige politische Karriere in Portugal: 1862 wurde er Bürgermeister der Gemeinde Tondela, war Präfekt bzw. Distriktpräsident der Distrikte Porto und Bragança, Generalsekretär des Instituto Vasco da Gama in Goa, außerdem Mitglied der dortigen Kolonialregierung. Unter dem Premierminister António Maria de Fontes Pereira de Melo war er von 1878 bis 1879 Marineminister, 1879 Justizminister, 1881 Minister für die Angelegenheiten des Königs, danach Bau- bzw. Architekturminister. Als Justizminister liberalisierte er die Gesetze. Ein Gesetz war für das konservative Portugal eine Sensation: er setzte durch, dass Katholiken auch Nichtkatholiken und Ungetaufte heiraten durften. Auch war er ab 1862 Mitglied und später Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften von Lissabon.

Er war verheiratet. Am 6. Februar 1901 ist er verstorben.

Ribeiro war zusammen mit Antònio Feliciano de Castilho ein wichtiger Interpret der Romantik in Portugal. Zusammen mit diesem war er Mitglied eines literarischen Zirkels in Coimbra. Auch war er mit Camilo Castelo Branco befreundet. Er schrieb als Journalist für Gazeta de Portugal, Gazeta Comercial, Artes e Letras, Brasil-Portugal und gründete eigene Zeitschriften wie die Republica, O Improvicial, A Opiniao. Er schrieb ein bedeutendes Reisetagebuch über seinen Aufenthalt in Indien. Viele Gedichte erschienen in der romantischen Zeitschrift „Novo Trovado„.

KZ Neckarelz

Das Konzentrationslager Neckarelz war von März 1944 bis März 1945 eine so genannte Außenstelle des bald in Auflösung befindlichen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof. Im Rahmen der Untertageverlagerung kriegswichtiger Produktion brachte man mehrere Tausend Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in und um Neckarelz (heute ein Stadtteil von Mosbach) unter, die Stollen in den, auf der anderen Neckarseite bei Obrigheim gelegenen, Bergen ausbauen sollten. Es sollten hier Flugzeugmotoren von dem aus Genshagen ins Neckartal verlegten Werk der Daimler-Benz-Motoren GmbH (Tarnname: Goldfisch GmbH) gefertigt werden.

Als Konzentrationslager ist das Lager in Neckarelz ein wesentlicher Teil der Neckarlager gewesen mcm taschen sale. Heute erinnern ein Museum in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und der Geschichtslehrpfad Goldfischpfad bei Obrigheim, der u.a. zu den Stollen mit den Decknamen Goldfisch und Brasse führt, an das Lager und die Untertage-Fabrik.

Über Jahrzehnte wurde fast nichts über diesen umfangreichen Konzentrationslagerkomplex im Norden Baden-Württembergs berichtet. Die Stadt Mosbach begann 1985 mit der Aufarbeitung der Geschichte, das hauptsächlich beteiligte Industrieunternehmen schloss sich in den 1990er Jahren an.

Die Daimler-Benz Motoren GmbH fertigte seit 1941 in ihrem Flugzeugmotorenwerk in Genshagen die 1500 PS starken Zwölfzylinder-Flugzeugmotoren „DB 603“ und „DB 605“. Anfang 1944, als die Luftangriffe auf Genshagen häufiger wurden, beschloss der Jägerstab (genannt nach dem Militärflugzeugtyp) – eine Koordinationsstelle aus SS, Luftwaffe und Rüstungsministerium und Rüstungsbetrieben – die Produktion in unterirdische Stollen zu verlegen. Die Gipsgruben „Friede“ und „Ernst“ im badischen Obrigheim boten sich nach einer Erkundung im Februar 1944 hierfür an, da sie in Süddeutschland vermeintlich sicher vor gegnerischen Bomben wären, in einem Seitental des Neckaruferhanges, der Luttenbachschlucht bzw. im Karlsberg, versteckt im Wald lagen, aber dennoch über die – heute nicht mehr bestehende – Neckarbrücke der Bahnstrecke Meckesheim–Neckarelz zwischen Neckarelz und Obrigheim bereits gut an den Verkehr angebunden waren (von Mannheim an die Neckartalbahn bzw. die Strecke Würzburg–Stuttgart).

Die vorhandenen Stollen der Gipsgruben erhielten die Tarnnamen Goldfisch (Friede) und Brasse (Ernst). Am 7. März ging an den Stuttgarter Architekten Kiemle von Daimler-Benz und der SS der Planungsauftrag für eine 50.000 m² große unterirdische Produktionsfläche im Goldfisch, die binnen sieben Wochen errichtet werden sollte. Etwas später wurde im benachbarten Stollen Brasse zusätzlich eine 9.000 m² große Produktionsstätte geplant, die jedoch nach schweren Luftangriffen im Februar und März 1945 nicht fertiggestellt werden konnte. In das Handelsregister von Mosbach wurde eine Goldfisch GmbH eingetragen, die in kürzester Zeit zum größten „Arbeitgeber“ der Region wurde.

Am 15. März 1944 wurden 500 Häftlinge des KZ Dachau in der Schule von Neckarelz einquartiert. Das dortige Schulgebäude wurde zur Außenstelle Neckarelz I des KZ Natzweiler. Dort wurden fünf Klassenzimmer zu Schlafräumen für die etwa 800 Häftlinge umfunktioniert. Durch den Schichtbetrieb in der Fabrikanlage waren immer nur die Hälfte der Häftlinge in den Räumen. Der Schulhof war nun Appellplatz. Darum wurden Stacheldrahtverhau und Wachtürme errichtet. Noch 1944 wurden zusätzlich in dem Bereich Baracken gebaut und eine Duschanlage für das ebenfalls vergrößerte Wachpersonal. Hinter diesen Baracken gab es für den Lagerkommandanten einen Garten.

Den Weg von Neckarelz zu den Stollen in Obrigheim mussten die Häftlinge täglich zu Fuß über die damals bestehende Eisenbahnbrücke zurücklegen. Die Aufgabe der ersten Häftlinge war es, die Zufahrtswege zu den Stollen auszubauen und den weiträumigen Tunnelboden zu befestigen und zu ebnen, Stromleitungen zu verlegen, um dort schnellstmöglich Maschinen betreiben zu können. Das benötigte Baumaterial (die Firma Hochtief, die die Arbeiten organisierte, rechnete mit circa 750 Tonnen Eisen und 3200 Tonnen Zement) musste auf dem Rücken über 40 Höhenmeter eine schmale Treppe hinauf transportiert werden. Außerdem mussten die Häftlinge in der Umgebung mehrere Barackenlager zur Unterbringung von weiteren Zwangsarbeitern errichten. Im Mai 1944 wurden 500 bis 700 Häftlinge aus dem KZ Oranienburg nach Neckarelz gebracht.

In den darauffolgenden Monaten wurden zusätzlich vier kleinere Nebenlager des Konzentrationslagers in Oberschefflenz, Bad Rappenau und Neckarbischofsheim eingerichtet. Im Sommer 1944 kam es zu Typhus- und Ruhr-Epidemien. Darauf wurde im Herbst 1944 der KZ-Teil in Neckargerach als „Krankenlager“ eingerichtet. Ein Krankenlager bedeutete im SS-Jargon nicht eine ärztliche Heilbehandlung sondern verminderte Essensrationen – denn die SS hielt einen Arbeitseinsatz dieser Häftlinge nicht mehr für möglich; andere Bezeichnungen waren Sterbe- und Seuchenlager (vergleiche KZ-Außenlager Vaihingen (auch … Wiesengrund) und Krankenlager Großsachsenheim).

Unter unmenschlichen Bedingungen und strengem Termindruck wurden die Stollen ausgebaut, wobei weitere Verbindungs- und Belüftungsstollen zu graben waren. Außerhalb der Stollen entstand der Heizbunker Kesselhaus, ein starker Bunker-Vorbau am Stollen Goldfisch mit Flak-Geschütz, diverse Küchen- und Unterkunftsbaracken am Eingang zur Brasse. Für die Versorgung der Stollen wurde parallel zur Bahnstrecke am Hang entlang der nicht-öffentliche Haltepunkt „Finkenhof“ und ein Ladegleis erbaut, das sich teilweise geschützt im zweigleisig ausgelegten, aber bisher nur eingleisig genutzten 147 m langen Kalksbergtunnel befand. Der Gleisabschnitt zwischen Neckarelz und Obrigheim und einiges umgebendes Gelände wurde zum Sperrgebiet erklärt, so dass in den durchfahrenden Zügen das Öffnen der Fenster nicht gestattet war. Ein- und Ausfahrt auf den umliegenden Straßen wurden durch Wachen kontrolliert.

Zusätzliche Lager in Mosbach (das Hammerlager in Mosbach für SS-Strafgefangene) und Neckarelz (Neckarelz II, alter Bahnhof) wurden im Zusammenhang mit der Industrieanlage Goldfisch in Betrieb genommen. Für Zwangsarbeiter/-innen wurden errichtet: das Lager Hohl in Neckarelz für 1.100 Ostarbeiter/-innen, ein Lager in Obrigheim für „Westeuropäische Fremdarbeiter“, das Lager in der Turnhalle in Mosbach für italienische Militärinternierte (IMI) und für weitere Gefangene die kleineren Lager Bahnhof Hasbachtal und Bahnhof Asbach (Baden). Bis Juni 1944 kamen 2.000 Bauhäftlinge in den Lagern Neckargerach und Neckarelz – Alter Bahnhof (Neckarelz II) unter.

In unmittelbarer Umgebung befanden sich noch weitere unterirdisch ausgelagerte Rüstungs-Produktionsanlagen, in denen KZ-Häftlinge und andere nebeneinander Zwangsarbeit verrichteten, so z.B. im 690 m langen Mörtelsteiner Tunnel der Bahnlinie zwischen den heutigen Obrigheimer Ortsteilen Asbach und Mörtelstein (Tarnname Kormoran), in einer Grube in Haßmersheim-Hochhausen (Tarnname Rotzunge) sowie im Gipsstollen in Neckarzimmern (Tarnname Baubetrieb Neustadt). Ein Arbeitskommando war auch in der Gurkenfabrik in Diedesheim eingesetzt. Ein im September 1944 von Neckarelzer Häftlingen in Neckarbischofsheim errichtetes Auffanglager für etwa 150 Häftlinge des bereits von den Alliierten erreichten KZ Natzweiler wurde dem Lager in Neckarelz als Unterkommando angegliedert, ebenso Kommandos in Asbach/Bd., Neckargerach, Bad Rappenau und in der Heeresmunitionsanstalt in Siegelsbach.

Bereits am 26. Juni 1944 wurden die ersten 21 Maschinen aus Genshagen antransportiert. Im Juli 1944 befanden sich circa 1.400 Häftlinge und 400 Mann Arbeiter beziehungsweise Wachpersonal in Neckarelz und Obrigheim. Da der Ausbau der Stollen schwieriger war als geplant, konnte die Produktion nur schleppend anlaufen, so dass erst im Oktober 1944 die ersten Flugzeugmotoren ausgeliefert wurden. Die Planungen sahen monatlich 500 Motor-Neubauten und 350 -Instandsetzungen vor, diese Zahlen wurden allerdings nie erreicht.

Mit einer Belegschaft von 2.500 Personen war das Lager in Neckarelz zum größten der Außenkommandos von Natzweiler geworden, die Häftlinge waren in insgesamt sieben so genannten Neckarlagern untergebracht. Die offizielle Lagerstärke betrug dreitausend Plätze. Die genaue Zahl konnte nach dem Krieg aber nicht rekonstruiert werden. Es gab ständig Wechsel zwischen den Lagerteilen und Zu- und Abgänge. Das Schicksal der meisten Häftlinge blieb unbekannt. Nur wenige werden von Anfang bis Ende des Lagers vor Ort gewesen sein. Insgesamt waren etwa 10.000 Gefangene in einem der zum Neckarelzer Lager gehörigen Kommandos, wenn auch nicht alle zur selben Zeit, da die Häftlinge je nach Bedarf zwischen den Kommandos verschoben und nicht mehr arbeitsfähige Menschen „selektiert“ wurden.

Aufgrund der unmenschlichen Bedingungen waren zahlreiche Tote zu beklagen, unter anderem beim teilweisen Einsturz eines der Stollen im September 1944 mit über 20 Toten und bei einer Typhus-Epidemie im Herbst 1944. Nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge wurden nach Natzweiler, Dachau oder Vaihingen deportiert. Allein bis Oktober 1944 waren dies bei drei Transporten mindestens 750 Personen.

Das Rathaus in Guttenbach und das Schloss in Binau, wenige Kilometer flussabwärts, waren Sitz der SS-Kommandantur der gesamten Außenlager des KZ Natzweiler in der Region. In Guttenbach (vis a vis über dem Neckar von Neckargerach aus) wurde versucht, die Verwaltung des aufgelösten KZ Natzweiler wieder aufzubauen. Anfang März 1945 zog diese Gesamtkommandantur von Natzweiler weiter nach Stuttgart und schließlich nach Dürmentingen.

Ein benachbarter, aber separater Produktionsstollen und Lager mit ähnlicher Funktion war das KZ Kochendorf in Bad Friedrichshall. Ebenfalls separat gab es eine zusätzliche Munitionsfabrik in Neckarzimmern.

Im Unterschied zu anderen Konzentrationslagern kam es 1944/45 zu verschiedenen Luftangriffen auf die Neckarlager. Deren Systematik und Erfolge sind anscheinend bisher nicht erforscht worden. Dies gilt insbesondere auch für den Angriff auf Neckargerach am 22. März 1945 mit über 200 Toten.

Der Betrieb der unterirdischen Produktion endete am 23. März 1945. Am 28. März wurden wegen des Vorrückens amerikanischer Truppen in den Neckarraum die zu diesem Zeitpunkt dort befindlichen 4.000 gehfähigen Häftlinge der Außenlager Heppenheim, Bensheim und Neckarelz über Neuenstadt und Kupferzell zum Bahnhof in Waldenburg in Marsch gesetzt. Der Marsch sollte als „Todesmarsch“ traurige Bekanntheit erlangen, da circa 600 Häftlinge die Strapazen nicht überlebten. Von Waldenburg aus erfolgte gruppenweise der Bahntransport nach Dachau, eine Gruppe von 400 Häftlingen musste den gesamten Weg bis Dachau bei München zu Fuß bewältigen. Knapp 900 nicht mehr gehfähige Häftlinge aus Neckarelz sollten per Zug nach Dachau verbracht werden, blieben aber wegen zerstörter Bahngleise mit dem Zug bereits im 30 km entfernten Osterburken liegen, wo bis zum Eintreffen der amerikanischen Truppen über 40 weitere Tote zu beklagen waren. Eine Gruppe weiblicher Gefangener, die ab Neckargerach dem Bahntransport angehörten, sind allem Anschein nach durch Verbrennen der Waggons getötet worden. Über 800 Gefangene konnten am 3. April von amerikanischen Truppen aus dem Zug befreit werden.

In Obrigheim sprengten unterdessen die nach Osten abrückenden deutschen Truppen am 30. März 1945 die Neckarelzer Eisenbahnbrücke, um den Alliierten ein Überschreiten des Neckars an dieser Stelle unmöglich zu machen. Auch Stollenzugänge wurden noch kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner gesprengt. Am 2. April 1945 wurden die Stollen von amerikanischen Truppen besetzt und noch einige wenige bei den unterirdischen Produktionsanlagen zurückgebliebene Häftlinge befreit.

Die Stollen blieben zunächst für einige Zeit von Amerikanern besetzt. Erst Mitte Mai 1945 erlaubte man Betriebsangehörigen wieder kurzfristig den Zugang, um Wasser abzusaugen, das sich in den Stollen angesammelt und Schäden an den Maschinen verursacht hatte. Am 25. Mai 1945 wurden 2091 Drehbänke, Fräs-, Bohr- und Hobelmaschinen registriert. Bis August 1945 war der Zugang nur Angehörigen amerikanischer Dienststellen möglich. In jener Zeit wurden zahlreiche Maschinen demoliert oder gestohlen. Ende September 1945 wurde die Goldfisch GmbH als Demontagebetrieb eingestuft. Ende Dezember erklärte ein amerikanischer Reparationsoffizier, dass das Werk den Russen zugesprochen worden sei. Die Anlage erscheint in den Unterlagen als Reparationswerk Nr. 13, bis Juli 1946 verließen 586 Maschinen aus Obrigheim den Hafen von Bremerhaven in Richtung der Sowjetunion. Aus der bis März 1947 anhaltenden Demontage des Werks Goldfisch stammten rund die Hälfte aller aus Baden-Württemberg in die Sowjetunion gelieferten Maschinen-Reparationen. Der genaue Ablauf der von deutscher Seite wenig begrüßten Demontage ist urkundlich kaum mehr nachvollziehbar, es kam jedoch zu verschiedenen Zwischenfällen. Es gibt Gerüchte, dass statt Maschinen Steine in Kisten verladen wurden oder dass die Demontagefirma Maschinen unbrauchbar gemacht hätte. Für Aufregung sorgte auch ein Zug aus 60 Waggons mit Werkzeugmaschinen aus Genshagen, der noch im März 1945 nach Neckarelz gelangt war, aber dort nicht mehr ausgeladen sondern weitergeleitet worden war und in den Wirren des Kriegsendes monatelang verschwunden blieb. Was sich im Einzelnen ereignete, ist nicht mehr verifizierbar, jedoch war die gesamte Belegschaft der Demontagefirma 1946 für 14 Tage inhaftiert, wodurch die Maschinenverladung zeitweilig ruhte, und wurden fünf sowjetische Militärangehörige, die bei der Demontage in Obrigheim beteiligt waren, wenig später in Gera wegen Nichterfüllung ihrer Aufgaben von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die im Stollen verbliebenen und nicht zur Reparationsmasse zählenden Maschinen mussten nach dem Ende der Lieferungen an Russland aus dem Stollen geräumt werden, danach sollte der Stollen Goldfisch auf Wunsch der russischen Seite gesprengt werden. Die amerikanische Militärregierung sprach sich jedoch bereits im Januar 1947 gegen die Sprengung aus. Noch im Stollen Goldfisch verbliebene Maschinen wurden zu Schätzpreisen an die deutsche Wirtschaft verkauft, die letzten Maschinenteile zum Schrottpreis an die Heilbronner Firma Lindauer. Die Fundamente der Maschinen wurden zerstört.

Zur wirtschaftlichen Abwicklung der Goldfisch GmbH wurde im April 1946 der bei der Daimler-Benz-Motoren AG tätige Diplomkaufmann Georg Willi Reinhard zum Treuhänder bestellt. Reinhard stand einerseits zeitweise unter dem letztlich haltlosen Verdacht, keine seriöse Kassenführung zu betreiben, weswegen er im Sommer 1947 zeitweilig seines Postens enthoben war. Andererseits hatte er keine Handhabe gegen Maschinenverkäufe weit unter Wert durch die jeweiligen Reparationsoffiziere. Um die rechtlichen Verhältnisse der Goldfisch GmbH gab es außerdem langwierige Streitigkeiten. Die amerikanische Militärregierung beanspruchte das beschlagnahmte Unternehmen als amerikanisches Eigentum. Die Daimler Benz AG in Stuttgart sprach sich gegen eine Übernahme aus, weil dem Restwert des Unternehmens ungleich höhere Verbindlichkeiten aus Materiallieferungen und Ähnlichem gegenüberstanden. Die Daimler-Benz-Motoren GmbH befand sich in der sowjetischen Besatzungszone und war nicht handlungsfähig. Auf Vermittlung des Wirtschafts- und Finanzministeriums fiel im April 1947 in Diedesheim der Beschluss zur Gründung einer neuen Fertigungsfirma, die Ersatzteile für den Fahrzeugbau fertigen und Werkzeugmaschinen reparieren sollte, an der die Daimler Benz AG jedoch nicht beteiligt sein solle. Zur Grundausstattung des neuen Unternehmens, der Maschinenfabrik Diedesheim, zählten die bei der Gipsgrube Friede verbliebenen Maschinen, die zwar demontiert, aber nicht in die Sowjetunion verfrachtet worden waren und die die Maschinenfabrik nach Übergabe der Grube zum 1. Januar 1948 an die Portland Zementwerke Heidelberg übernahm. Bei der Maschinenfabrik kamen viele der Zivilbeschäftigten unter, die im Zuge der Verlegung der Motorenproduktion von Genshagen nach Obrigheim gekommen waren und zuletzt bei Demontagearbeiten eingesetzt waren.

Ende 1948 galt die Abwicklung der Goldfisch GmbH als weitgehend abgeschlossen. Bis April 1949 stand die Goldfisch GmbH noch unter Vermögenskontrolle und Treuhänderschaft, danach wurde das Restvermögen freigegeben und das Unternehmen aufgelöst.

Lagerkommandanten waren vom 15. März bis zum 15. Mai 1944 Franz Hößler (ehemaliger Auschwitzer Schutzhaftlagerführer; danach Leitung des Häftlingslagers Dora und stellvertretender Kommandant im KZ Bergen-Belsen), danach Franz Hofmann bis zum 15. Oktober 1944 (auch aus Auschwitz). Und dann bis März 1945 der Luftwaffenhauptmann Wilhelm Streit, der im September der SS beigetreten war.

Die Gedenkstätte verfolgte bei ihrer Forschungsarbeit auch das Schicksal verschiedener anderer Täter oder Tatbeteiligter.

Die ansässige Bevölkerung, die über das Geschehen sehr gut informiert war, wurde noch nicht in Bezug auf ihr Wissen und ihre Handlungsmöglichkeiten hin untersucht. Auffällig ist, dass in den zwölf Monaten nur ein Häftling fliehen konnte: Vinzenz Rose (1908–1996).

Das Rathaus im Dorf Guttenbach und das Schloss im benachbarten Binau wurden Sitz der SS-Kommandantur der gesamten Außenlager des (früheren) KZ Natzweiler in der Region. Die dazugehörige Fahrbereitschaft der SS mit Werkstatt und 12 Mann befand sich im nahe gelegenen Dorf Neunkirchen. In Guttenbach wurde versucht, die Verwaltung des im November aufgelösten KZ Natzweiler aufrecht zu halten bzw. wieder aufzubauen.

Lagerkommandant Obersturmbannführer Hartjenstein (seit 12. Mai 1944) wurde am 23. Januar 1945 nach einer Beschwerde wegen »Unfähigkeit« zu einer Kampfeinheit an die Front versetzt; Nachfolger war SS-Hauptsturmführer H. Schwarz, der nach der „Evakuierung“ vom KZ Auschwitz I von dort nach Guttenbach kam und ab 18. Februar als letzter Kommandant des KZ Natzweiler fungierte, ohne den entsprechenden geografischen Ort je gesehen zu haben. Er führte vor allem die Organisation der Evakuierungen der Außenlager und der Todesmärsche im März 1945. Schwarz wurde von einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt und als Kriegsverbrecher hingerichtet. SS-Hauptscharführer Wolfgang Seuß (1907-?), der in Natzweiler-Struthof Schutzhaftlagerführer gewesen war, fungierte nunmehr als Rapportführer.  Seuß wurde im Februar durch F. J. Hofmann ersetzt, den früheren Kommandanten des Außenlager-Komplexes »Wüste« bei Tübingen, der strafweise aus dem KZ Bisingen nach Guttenbach versetzt wurde. Der Kommandanturstab bestand aus 15 bis 20 Mann.

Bei Heranrücken der Front zog diese Gesamtkommandantur Natzweiler von Guttenbach aus Anfang März 1945 weiter nach Stuttgart und schließlich nach Dürmentingen (bei Ulm).

Nach 1948 wurde der Gipsabbau in der Grube Goldfisch/Friede wieder aufgenommen. Brasse wurde stillgelegt. Küchenbaracke und Verladebahnhof wurden nach dem Krieg von verschiedenen Unternehmen zu verschiedensten Produktions- und Lagerzwecken genutzt. Die Neckarbrücke der Eisenbahn wurde nicht wieder errichtet, und die Nebenbahnstrecke von Meckesheim der ehemaligen Badischen Odenwaldbahn endete seitdem in Obrigheim.

Die Stollen und Tunnels bestehen bis heute. Im Goldfisch wird weiterhin Gips abgebaut, Brasse und der Bahntunnel bei Obrigheim sind aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich. Kormoran erfüllte bis zur Stilllegung des Streckenabschnitts Aglasterhausen-Obrigheim im Jahr 1971 wieder seine ursprüngliche Funktion als Eisenbahntunnel und verwilderte danach; Mitte der 2000er Jahre wurden seine Portale vermauert. Die Küchenbaracke beim Stollen Brasse wurde in der Nachkriegszeit zur Lagerung von Pflanzenschutzmitteln verwendet und im Jahr 2000 wegen hochgiftiger Reste abgerissen, ihre Fundamente sind noch sichtbar. Der Verladebahnhof fungiert als Lagerhalle. Die markantesten Überreste des gesamten Komplexes sind die massiven, treppenförmigen Fundamente des Kesselhauses, die an exponierter Stelle nahe dem Schnittpunkt der Bundesstraßen 27, 37 und 292 am Mosbacher Kreuz auffällig aus der sonstigen Busch- und Waldvegetation des Neckaruferhanges bei Obrigheim ragen.

Aus den Baracken des Unterkommandos in Neckarbischofsheim, die nach dem Krieg eine Sägerei beherbergten und zu Wohnzwecken umgenutzt wurden, entstand die heutige Schwarzbachsiedlung.

1999 wurde mit Unterstützung durch die Europäische Kommission, das Land Baden-Württemberg, die Gemeinde Obrigheim, die Firmen Heidelberger Zement und DaimlerChrysler sowie durch zahlreiche weitere Firmen in Obrigheim und Mosbach der „Goldfischpfad“ angelegt, der die erhaltenen oberirdischen Fragmente der Stollenanlage Goldfisch und Brasse verbindet und erklärt. Rund ein Dutzend Tafeln mit Informationen und Bildern der Anlage befinden sich an den Stationen des Pfades. Der zwei Kilometer lange Rundweg beginnt am ehemaligen Bahntunnel und Bahnhof Finkenhof

Die mit kurzen Texten beschrifteten Stationen des Goldfischpfads sind:

1993 wurde der Verein „KZ-Gedenkstätte Neckarelz“ gegründet, der 1998 die Gedenkstätte im Anbau der Schul-Turnhalle eröffnete. Auf dem Gelände der Schule ist auch noch eine Typhus-Baracke erhalten. Dieses kleine Museum zog wegen größeren Umbauarbeiten im Juli 2007 in die Comenius-Schule, am selben Ort, um.

1985 beschloss der Mosbacher Gemeinderat, die Jahre der Naziherrschaft aufarbeiten zu lassen. Hierzu wurde ein Arbeitskreis an der Volkshochschule eingerichtet, aus dem 1993 der Verein für die KZ-Gedenkstätte hervorging. 1998 konnte eine erste Gedenkstätte im Anbau der Clemens-Brentano-Grundschule von Neckarelz eröffnet werden, die einst Hauptgebäude des Lagers Neckarelz I war. Trotz der dortigen räumlichen Enge wurde sie als vorbildliches Heimatmuseum ausgezeichnet. Die erste Gedenkstätte musste aus baulichen Gründen aufgegeben werden. Die 2007 begonnenen Planungen führten letztlich zu dem zweigeschossig angelegten Neubau der Gedenkstätte, der 2011 eingeweiht wurde. Museal und pädagogisch aufbereitet sind dort Modelle der Anlage, Fundstücke von Häftlingen und Einrichtung sowie Zeitdokumente zu sehen. Zu den neuen Ausstellungsstücken gehören auch ein Flugzeugmotor von der Art, wie sie von den Häftlingen in den Stollen montiert werden sollten und ein Nachbau eines beim Stollenausbau verwendeten Lorentyps.

In Binau befindet sich auf dem örtlichen jüdischen Friedhof noch eine Grabstätte von ehemaligen Zwangsarbeitern des Lagers (viele der dort beerdigten wurden später in ihre Heimat umgebettet), in Neckargerach erinnert ein Gedenkstein an das dortige Außenkommando, und nahe der aus dem Unterkommando Neckarbischofsheim entstandenen Schwarzbachsiedlung wurde ein Mahnmal errichtet.

Die statistisch erfassten Todesfälle nach Orten: Sterberegister Neckarelz 97, Sterberegister Neckargerach 135, Sterberegister Obrigheim 40, Krematorium Heidelberg 76 und Friedhof Mosbach etwa 40 – ergibt eine Summe von circa 350 Toten. Weitere Tote wurden anonym verscharrt oder wie beschrieben zur Tötung deportiert. Durch die KZ-Gedenkstätte gibt es Bestrebungen auch später noch durch die Lagerzeit verursachte Todesfälle zu verzeichnen, allerdings ist in diesem Bereich noch grundlegende Recherche- und Forschungsarbeit notwendig.

Im Zusammenhang mit der Erforschung des Konzentrationslagers Natzweiler gibt es weitere Literatur, davon sei hier genannt:

Koordinaten:

Therese Malfatti

Therese von Droßdik, geborene Malfatti (* 1. Jänner 1792 in Wien; † 27. April 1851 ebenda) ab 1806 Malfatti von Rohrenbach zu Dezza war eine österreichische Musikerin und Freundin Ludwig van Beethovens.

Therese Malfatti war die Tochter des Wiener Kaufmanns Jacob Friedrich Malfatti (1769–1829) und eine Cousine des berühmten und wohlhabenden Arztes Johann Baptist Malfatti (1775–1859). Ihr Vater, der ab 1804 ein Gut in Walkersdorf am Kamp besaß, wurde am 2. April 1806 mit dem Titel „Edler von Rohrenbach zu Dezza“ in den erbländischen Adelsstand erhoben. Ihre jüngere Schwester Anna (1792–1869) heiratete am 29. Mai 1811 in Etsdorf am Kamp Beethovens Freund Ignaz von Gleichenstein.

Durch Gleichenstein kam Beethoven 1810 in Kontakt mit Thereses Familie, bei der er sich sehr wohl fühlte. Er schrieb:

ich danke dir guter g. daß du mich dorthin gebracht hast.

Beethoven machte Therese im Frühjahr 1810 einen Heiratsantrag mcm taschen sale, wie der Musikwissenschaftler Ludwig Nohl später von ihrer Schwester erfuhr, erhielt jedoch offensichtlich eine Ablehnung. Der Plan einer Heirat mit Therese Malfatti kommt auch in mehreren Briefen des Komponisten zum Ausdruck:

Therese heiratete am 14. Juni 1816 in Worms den k. k. Hofrat Johann Wilhelm von Droßdik (1771–1852). Therese von Droßdik bezeichnete sich noch im Alter als Schülerin Beethovens und spielte seine Sonaten mit „unvergleichlicher Virtuosität“. Wenig beachtet ist ihre Freundschaft mit Franz Schubert, den sie im Fasching 1828 zu einem ihrer jährlichen Hausbälle einlud. Ein Freund Schuberts, der Komponist Joseph Lanz (1797–1873), widmete ihr sein Rondeau pour le Pianoforte op. 1.

Beethoven übersandte Therese die Klaviersonate op. 78. Außerdem besaß sie das heute verschollene Autograph der Für Elise genannten Bagatelle WoO 59 („Für Elise am 27 April zur Erinnerung von L. v. Bthvn“). Ludwig Nohl entdeckte es 1865 bei Babette Bredl in München

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. Dorthin kam das Autograph durch Bredls unehelichen Sohn, den Pianisten und Komponisten Rudolph Schachner, der Therese Malfattis Hausfreund gewesen war und ihre Musikalien geerbt hatte. Obwohl Nohl ausdrücklich bemerkt, das Stück sei „nicht für Therese geschrieben“, stellte Max Unger 1923 die These auf, Nohl habe sich verlesen und die Widmung müsse „Für Therese“ lauten. Sie wurde 2010 durch Klaus Martin Kopitz in Frage gestellt, der vermutet, Beethoven habe das Stück für Elisabeth Röckel komponiert.

Valenzorbitale

Als Valenzorbitale bezeichnet man die Orbitale in der Elektronenhülle von Atomen, die mit Valenzelektronen besetzt sind. Nach dem modernen Atombild werden chemische Bindungen über Interferenz dieser Valenzorbitale beschrieben.

Bei den Valenzorbitalen handelt es sich um die energiereichsten Orbitale, die im Grundzustand des jeweiligen Atoms mit Elektronen besetzt sind. Sie sind dementsprechend am weitesten vom Kern entfernt.

Zu den Valenzorbitalen werden bei Hauptgruppenelementen s- und p-Orbitale der äußersten „Schale“ gezählt. Bei den Nebengruppenelementen (Übergangsmetallen) kommen zu diesen noch die d-Orbitale der zweitäußersten mcm taschen sale, bei den inneren Übergangselemenenten (Lanthanoide, Actinoide) die f-Orbitale der drittäußersten Schale hinzu. (Siehe auch unter Elektronenkonfiguration zur Beschreibung der Orbitalbesetzung)

Inwieweit auch im Grundzustand unbesetzte d-Orbitale die Chemie der Hauptgruppenelemente mitbeeinflussen, wird immer noch kontrovers diskutiert. Zum Verständnis der Bindungsverhältnisse sind sie jedenfalls nicht zwingend notwendig.

Leptictidium

Skelett von Leptictidium

Leptictidium ist eine ausgestorbene Gattung von Säugetieren aus der fossilen Ordnung der Leptictida. Die Vertreter der Gattung lebten im Eozän vor 55 bis 35 Millionen Jahren in Europa. Fossilien wurden unter anderem in der Grube Messel nahe Darmstadt und im Süden von Frankreich gefunden. Die mittelgroßen Tiere besaßen lange und schlanke Hinter- und sehr kurze Vorderbeine und einen charakteristisch langen Schwanz. Es waren Rekonstruktionen zufolge spurtstarke Jäger, die im dichten Unterholz der damaligen subtropischen Wälder auf Nahrungssuche gingen. Die Nahrung bestand vor allem aus Insekten, Echsen und kleinen Säugetieren, was anhand von Magenresten ermittelt werden konnte. Dabei bewegten sich Leptictidium-Individuen mit ihren muskulösen Hinterbeinen, deren Füße zudem deutlich verlängert waren, springend fort, aufgrund derer sie als stark spezialisierte Jäger gelten. Stammesgeschichtlich besteht eine vermutete nähere Verwandtschaft zu den heutigen Insektenfressern.

Angehörige der Gattung Leptictidium waren relativ große Vertreter früher, insektenfresserartiger Säugetiere, die über zahlreiche Fossilreste nachgewiesen sind. Anhand vollständiger Skelettreste konnte eine Kopf-Rumpf-Länge von 21,5 bis 37,5 cm ermittelt werden, das geschätzte Körpergewicht liegt bei 466 und 627 g. Der auffällig lange Schwanz konnte rund 60 % der Gesamtlänge erreichen und maß zwischen 37,5 und 50 cm. Weitere besondere Kennzeichen fanden sich in den deutlich kurzen vorderen und sehr langen hinteren Gliedmaßen. Zudem wies der Rückenverlauf eine stark nach oben gerichtete Krümmung auf. Dadurch befand sich der Körperschwerpunkt etwa auf der Höhe der Hinterextremitäten.

Der Schädel maß zwischen 6,7 bei kleineren und 10,1 cm bei größeren Formen. Ein auffälliges Merkmal stellte das lange, sich nach vorne deutlich verjüngende Rostrum dar, das bis zu 58 % der Gesamtschädellänge erreichte. Dadurch war der Gehirnschädel relativ kurz, was allgemein als urtümlich gilt. Die Orbita lag oberhalb des dritten Molaren und befand sich daher etwas weiter hinten als bei nordamerikanischen Leptictida-Vertretern. Das Schädeldach war im Gegensatz zu diesen deutlich gerundet und besaß keinen Scheitelkamm. Der Unterkiefer besaß eine lange und schlanke Gestalt und erreichte am Kieferknochen maximal 2,9 cm Höhe, wobei diese unterhalb des zweiten Molaren nur knapp 1 cm betrug.

Das Gebiss umfasste die vollständige Anzahl an Zähnen der frühen Höheren Säugetiere und wies damit folgende Zahnformel auf:







3.1.4.3


3.1.4.3






{\displaystyle {\frac {3.1.4.3}{3.1.4.3}}}


. Die Zähne insgesamt waren eher klein im Vergleich zur Größe der Tiere. Die Schneidezähne hatten eine Spatelform und standen im Oberkiefer nicht in einer geschlossenen Reihe. Nach jeweils einem längeren Diastema folgte der Eckzahn, der im Oberkiefer konisch-spitz (caniniform) war, im Unterkiefer dagegen den Schneidezähnen glich. Ebenfalls eine große Zahnlücke trennte die jeweils ersten Prämolaren von den Eckzähnen, welcher im unteren Gebiss caniniform ausgebildet war. Der obere trug dagegen einen spitzen Zahnschmelzhöcker. Die übrigen Prämolaren, die in einem geringen Abstand zueinander standen mcm taschen sale, wiesen jeweils zwei oder mehr spitze Höcker auf, allerdings näherte sich der letzte Prämolar der Gestalt der hinteren Backenzähne. Erst die Molaren formten eine lückenlose Zahnreihe im hinteren Gebiss. Die Kauoberfläche war durch fünf spitze Höcker gekennzeichnet. Typischerweise bildeten drei Höcker eine geschlossene, dreieckige Einheit (Trigon) und waren durch eine tiefe Furche von den restlichen zwei getrennt (Talon). Dieser, tribosphenisch genannte Aufbau der hinteren Backenzähne ist als sehr urtümlich zu betrachten und zeigt die Abstammung Leptictidiums von mesozoischen frühen Eutheria an. Bemerkenswerterweise waren die Höcker der Unterkiefermolaren deutlich höher als die der Molaren des Oberkiefers. Die Größe der Backenzähne variierte von 3,1 bis 4,9 mm.

Das postcraniale Skelett ist durch mehrere Skelettfunde bekannt. Der Rücken war deutlich aufgewölbt, der hintere Abschnitt der Rumpfwirbelsäule umfasste 6 bis 7 Lenden- und 1 Kreuzbeinwirbel; letzteres ist ungewöhnlich für Säugetiere. Die Lendenwirbel zeichneten sich durch recht lange Dornfortsätze für eine kräftige Rückenmuskulatur aus. Bemerkenswert ist die Schwanzwirbelsäule, die teils mehr als doppelt so lang wie die restliche Wirbelsäule war und aus 43 bis 44 Einzelwirbeln bestand. Dies ist untypisch für alle heute lebenden Säugetiere, deren Anzahl an Schwanzwirbeln nur selten 30 überschreitet. Die auffälligsten Merkmale traten jedoch an den Gliedmaßen auf. So erwiesen sich die Vorderbeine als extrem kurz und besaßen einen bis zu 4,6 cm langen Oberarmknochen, während die Elle eine Länge von 5,1 cm erreichte. Markant länger waren dagegen die Hinterbeine ausgebildet, deren Oberschenkelknochen maximal 8,6, das Schienbein bis zu 9,2 cm maß. Somit betrug die Länge der Vorderbeine nur etwas mehr als die Hälfte der Hinterbeine, was deutlich ausgeprägter ist als beim rezenten Rüsselhündchen, dem Leptictidium-Vertreter morphologisch ähneln, ohne mit ihm näher verwandt zu sein. Niedrigere Werte erreichen nur heutige Kängurus. Dadurch wiesen die einzelnen Abschnitte der Vorderbeine (Oberarm, Unterarm Hand) zwischen 13 und 21 % der Länge der Rumpfwirbelsäule auf, die der Hinterbeine (Oberschenkel, Unterschenkel, Fuß) dagegen 34 bis 52 %. An den Hinterbeinen war ein mit 10 cm sehr langer und schlanker Fuß ausgebildet, der fünf Strahlen besaß, von denen die mittleren drei (II bis IV) deutlich verlängerte Knochen erkennen ließen. Einen analogen Aufbau wies auch die Hand auf, wobei diese deutlich kürzer war. Sowohl die Hand als auch der Fuß besaßen jeweils lange und spitz endende Endphalangen.

Funde der Gattung Leptictidium beschränken sich auf das heutige Europa und datieren in das Eozän vor 55 bis 35 Millionen Jahren. Bedeutende Fossilreste stammen aus der Grube Messel bei Darmstadt in Hessen, wo mehrere vollständige Skelette vorkommen, die alle in seitlicher Lage fossilisiert sind. Daneben sind aber auch Teilskelette und zusätzlich einzelne Knochenfragmente und Zähne bekannt. Insgesamt können hier drei Arten unterschieden werden, die alle zum Beginn des Mittleren Eozän vor rund 47 Millionen Jahren lebten. Etwa gleich alt sind die Funde eines Teilskelettes und eines Unterkiefers aus der unteren Mittelkohle des Geiseltales bei Halle in Sachsen-Anhalt. Zu den jüngsten Funden gehören Zahnreste aus Baby in der Dordogne und den Phosphoritbänken von Quercy, beide Frankreich, die rund 35 Millionen Jahre alt sind. Deutlich älter mit knapp 55 Millionen Jahren sind ebenfalls isolierte Zähne aus der Blackheath-Formation im östlichen Stadtgebiet von London.

Die Gattung Leptictidium zeichnet sich durch einen schlanken Unterkiefer aus, die Zähne sind im Vergleich zur Gesamtgröße der Tiere außerordentlich klein

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. Markant erscheinen auch die Kauoberflächen der Molaren mit den spitz ausgeprägten Zahnschmelzhöckern, welche eine Spezialisierung auf tierische Kost anzeigen, die eher zerquetscht als zerkaut wurde. Die Lage des caniniformen ersten unteren Prämolaren hinter dem oberen Eckzahn (bei geschlossenem Gebiss) gibt weiterhin an, dass bei Leptictidium-Arten kein echtes Raubtiergebiss ausgebildet war (bei diesen liegt der untere Eckzahn vor dem oberen). Da auch der Gesichtsschädel nur wenig deutliche Muskelansatzstellen aufweist, dürfte die Kaumuskulatur nur gering entwickelt gewesen sein, was die Größe der Beutetiere begrenzte. Insgesamt ergibt sich dadurch der Eindruck eines auf tierische Beute spezialisierten Lebewesens, das in Grundzügen heutigen Insektenfressern ähnelt. In der Grube Messel wurden bei einigen Individuen Nahrungsreste in der Magen-Darm-Gegend gefunden. Diese umfassen zahlreiche zersplitterte Röhrenknochen und Wirbel, die auf kleinere Reptilien wie Eidechsen, aber auch Mäuse oder Insektenfresser hindeuten. Weiterhin sind auch Chitinreste als Überbleibsel der Insektennahrung nachgewiesen. Dabei wird angenommen, dass die Größe der Beutetiere 10 bis 15 cm nicht überschritt. Da die ermittelten Beutetiere meist flinke Tiere waren, lässt sich eine schnelle Spurtjagd annehmen. Aufgrund der Struktur der kleinen Vordergliedmaßen ist ein Ausgraben der Beute aus deren Wohnhöhlen als unwahrscheinlich zu betrachten. Ob Leptictidium-Individuen tagsüber oder nachts jagten, ist unbekannt, allerdings spielte der Sehsinn aufgrund der Größe der Orbita höchstwahrscheinlich eine bedeutende Rolle. Die rüsselartige Nase diente dabei wahrscheinlich als Tastorgan. Neben tierischen Resten kamen weiterhin auch pflanzliches Material in den Mageninhalten zum Vorschein, ebenso wie Sand, der wohl bei der Aufnahme der Nahrung vom Boden aktiv oder passiv mit verschluckt wurde.

Der markante Körperbau mit den sehr kurzen Vorder- und langen Hintergliedmaßen ließ früh über die Fortbewegung von Leptictidium nachdenken. Vor allem die gegenüber den oberen deutlich längeren unteren Abschnitte der Beine, besonders deutlich an den hinteren Gliedmaßen erkennbar, weisen auf eine Abstammung von schnellläufigen (cursorialen) Tieren hin. Anfänglich wurde dabei eine schnelle, zweibeinige (bipede) und laufende Fortbewegung angenommen. Neuere Untersuchungen ergaben jedoch ein anderes Bild. Hier zeigt vor allem die schlanke Ausbildung des Fußes mit den drei stark verlängerten Mittelzehen, die nicht abspreizbar waren, Ähnlichkeiten zu dem heutiger Kängurus. Auch die hohe Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule, das kurze Kreuzbein und das stabartig geformte Becken verweisen auf eine, den Kängurus entsprechende, hüpfende Fortbewegung, wobei die niedrige Lage der Gelenkansätze für die Halswirbelsäule am hinteren Schädel eine eher halb aufrechte Körperhaltung befürwortet. In Verbindung mit dem wuchtigen Oberschenkelknochen kann so auf eine kräftige Beinmuskulatur geschlossen werden. Dadurch erscheinen die Vertreter von Lepticidium als schnelle und wendige, aber nicht sehr ausdauernde Hüpfer. Der lange Schwanz, der zum Ende hin sehr schmale wurde und daher nicht als Greiforgan ausgebildet war, sorgte dabei einerseits für Balance, andererseits vermochte er durch einzelne Bewegungen auch die Laufrichtung zu steuern. Da aber die Aufhängung des Beckens an nur einem Wirbel und die nicht fest verwachsenen Unterschenkelknochen, die aber durch Bänder eng miteinander verbunden waren, untypisch für saltatorische Säugetiere sind, kann auch eine einfache laufende Fortbewegung nicht ausgeschlossen werden. Angenommen wird daher, dass Leptictidium-Individuen bei niedrigeren Geschwindigkeiten auf allen vieren liefen. Neben der Anatomie der Gliedmaßen kann auch aufgrund der Ausbildung der Bogengänge im Innenohr auf die Agilität von Leptictidium geschlossen werden. Demnach sind die Bogengänge sehr weit gestaltet, was in der Regel mit flinken Fortbewegungen einhergeht, und erreichen vergleichbare Ausmaße wie bei den Rüsselspringern und einigen Vertretern der Springmäuse. Der überwiegende Lebensraum von Leptictidium war der Boden der damaligen tropischen bis subtropischen Wälder.

 Phakodon

 Fordonia

 Pseudorhyncocyon

 Diaphyodectes

 Leptictidium

 Leptictidae

 Pantolesta

 Palaeanodonta

Leptictidium ist eine heute ausgestorbene Gattung aus der ebenfalls erloschenen Familie der Pseudorhyncocyonidae, die zur Ordnung der Leptictida gehört. Diese sind durch relativ urtümliche Merkmale charakterisiert und stehen in einer näheren Verwandtschaft mit den heutigen Insektenfressern (Eulipotyphla). Die nächsten Verwandten der Pseudorhyncocyonidae stellen die Leptictidae dar, welche unter anderem aus Nordamerika nachgewiesen und dort durch Gattungen wie Leptictis und Megaleptictis vertreten sind. Die Leptictidae unterscheiden sich von den Pseudorhyncocyonidae durch verhältnismäßig etwas längere Vorderbeine und verwachsene Unterschenkelknochen; zudem sind sie durchweg kleiner als die europäischen Vertreter. Die Familie Pseudorhyncocyonidae wird aufgrund zahnmorphologischer Details der hinteren Backenzähne in zwei Kladen aufgeteilt. Dabei ist Leptictidium näher mit Diaphyodectes verwandt. Dieser stellt den phylogenetischen Vorfahren der Gattung Leptictidium dar und ist bereits aus dem Mittleren Paläozän vor rund 60 Millionen Jahren nachgewiesen, unter anderem mit mehr als einen Dutzend Gebissresten aus Walbeck in Sachsen-Anhalt.

Es sind acht Arten innerhalb der Gattung Leptictidium gültig beschrieben worden:

Dabei stellt L

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. prouti die älteste Art aus dem Unteren Eozän, L. storchi, L. sigei und L. ginsburgi die jüngsten aus dem beginnenden Obereozän dar. Die anderen Arten sind weitgehend im Mitteleozän verbreitet.

Die Erstbeschreibung von Leptictidium erfolgte 1962 durch Heinz Tobien anhand von Funden aus der Grube Messel. Grundlage dafür bildeten einige ältere Unterkieferreste und ein schlecht erhaltenes Skelett aus dem Jahr 1961. Der Holotyp (Exemplarnummer HLMD Me 4420) umfasst einen Schädel mit den beiden erhaltenen Unterkieferästen und weitgehend vollständiger Bezahnung. Die Funde befinden sich heute im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt. Der Gattungsname Leptictidium bezieht sich auf die ähnliche Zahnmorphologie zu den nordamerikanischen Leptictiden als nächstverwandter Gruppe.