RTS Deux

RTS Deux (bis 29. Februar 2012 TSR 2) ist der zweite Fernsehsender des Rundfunks der französischsprachigen Schweiz (Radio Télévision Suisse).

Der Sender startete am 1. September 1997 als zweiter Fernsehsender der französischsprachigen Schweiz.

Am 29. Februar 2012 wurde im Zuge der Neuordnung der französischsprachigen Fernseh- und Radioprogramme des SRG SSR TSR 2 in RTS Deux umbenannt.

Logo des HD-Ablegers

Logo von TSR 2 bis 29. Februar 2012

Per 5. März 2013 startet die SRG SSR den Testbetrieb von HbbTV in der Schweiz auf den TV-Sendern RTSun HD und RTSdeux HD unter dem Namen RTS+. Die Lösung wurde von der Swiss TXT entwickelt mcm taschen sale. Das Angebot enthält neben Nachrichten wie sie vom Teletext her bekannt sind auch noch eine Video on demand Komponente.

SRF 1TV,hd • SRF zweiTV,hd • SRF infoTV,hd • Radio SRF 1 • Radio SRF 2 Kultur • Radio SRF 3 • Radio SRF 4 News • Radio SRF Virus • Radio SRF Musikwelle

RTS UnTV,hd • RTS DeuxTV,hd • RTS InfoTV • La Première • Espace 2 • Couleur 3 • Option Musique

RSI LA 1TV,hd • RSI LA 2TV,hd • Rete Uno • Rete Due • Rete Tre

Televisiun Rumantscha • Radio Rumantsch

Radio Swiss Pop • Radio Swiss Classic • Radio Swiss Jazz

euronewsTV • 3satTV,hd • TV5 MondeTV

swissinfo • World Radio Switzerland • tvsvizzera.it

HD suisseTV • Radio Basel • Radio Beromünster • Radio Bern • Radio Lausanne • Radio Genève • Radio Zürich • Telefonrundspruch • Schweizer Radio International • Schweiz 4

Christoph Barthold Scharf

Christoph Barthold Scharf (* 7. Dezember 1725 in Wölpe; † 4. Dezember 1803 in Osterholz) war ein deutscher Verwaltungsjurist und landeskundlicher Autor.

Scharf war ein Sohn des Amtsschreibers Joachim Sigismund Scharf und Bruder des Verdener Oberamtmanns David Scharf. Er studierte ab 1745 in Jena, 1748 in Göttingen, wo er ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft war. 1749 veröffentlichte er eine juristische Dissertation über „Geldstrafen für Unzuchtsdelikte auch Send- oder Hurenbrüche“ genannt mcm taschen sale, dargestellt „nach dem braunschweig-lüneburgischen Recht“. Die Promotion zum Dr. iur. war damit nach damaligem Gebrauch jedoch nicht verbunden

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. Scharf war zunächst als Anwalt tätig, vielleicht zunächst in Nienburg. Eine 1755 veröffentlichte Arbeit über Rauchhühner erschien mit Verlagsort Wustrow. 1759 war er Amtsschreiber des Amts Lüne. 1766 wurde er Amtmann des Amts Dannenberg und war ab 1771 zugleich mit der Stellung des Amtsschreibers beauftragt. 1779 wurde er Amtmann, 1801 Oberamtmann in Osterholz bei Bremen.

Seit 1794 war Scharf Eigentümer des Guts Fergersberg in Ritterhude und damit Kompatron der Kirche zu Ritterhude mcm taschen sale.

Wendelin Schmidt-Dengler

Wendelin Schmidt-Dengler (* 20. Mai 1942 in Zagreb; † 7. September 2008 in Wien) war ein österreichischer Literatur- und Sprachwissenschaftler. Schmidt-Dengler war Vorstand des Instituts für Germanistik der Universität Wien, Leiter des Literaturarchivs der Österreichischen Nationalbibliothek und Ehrenvorsitzender der Heimito von Doderer-Gesellschaft.

Nach dem Schulbesuch in Wien studierte er Klassische Philologie und Germanistik an der Universität Wien und wollte ursprünglich Lehrer für die Fächer Latein und Deutsch werden. 1965 promovierte er mit der Dissertation Stilistische Studien zu den ‚Confessiones‘ des Aurelius Augustinus zum Dr. phil. 1974 folgte seine Habilitation Genius mcm taschen sale. Zur Wirkungsgeschichte antiker Mythologeme in der Goethezeit. Diese Mythologeme waren für ihn immer ein Schlüssel zum Verständnis der Literatur des 18. bis zum 20. Jahrhundert, auf die er sich schließlich spezialisierte.

1966 wurde er Assistent, 1980 Professor am Institut für Germanistik der Universität Wien. 1996 übernahm er die Leitung des auf seine Initiative hin gegründeten Österreichischen Literaturarchivs an der Österreichischen Nationalbibliothek, dem er die Nachlässe von österreichischen Autoren wie Ödön von Horváth, Hilde Spiel, Ernst Jandl und vielen anderen sowie Autographen von Egon Friedell bis Peter Handke sicherte. Zusätzlich nahm Schmidt-Dengler Gastprofessuren in Pisa mcm taschen sale, Neapel, Klagenfurt, Salzburg, Graz und Stanford an.

Schmidt-Dengler befasste sich vor allem mit der österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und mit der deutschen Literatur des 18. Jahrhunderts. Dazu kamen auch Beiträge zur Antikenrezeption seit dem Humanismus.

Als wissenschaftlicher Leiter des Thomas-Bernhard-Privatarchivs edierte er die Werke Thomas Bernhards. Schmidt-Dengler hat Erzählungen und mehrere Bände Tagebücher von Heimito von Doderer sowie Werkausgaben von Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Albert Drach und Thomas Bernhard in kommentierten, werkkritischen Ausgaben herausgegeben.

Gegen Ende seines Lebens wandte sich Schmidt-Dengler gegen den Abbau der Mitbestimmung Studierender und Institute an den Universitäten wie gegen die Heranbildung so genannter „Eliten“

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, die dann den Studenten „vorgehalten würden“. Hier brachte er oft den Vergleich mit Elitesportlern ein, die im späteren Leben zu „Elitekrüppeln“ werden. Sein Interesse für den Sport machte ihn auch in Bevölkerungsschichten bekannt, die wenig Berührungspunkte mit der Literaturwissenschaft hatten. Häufig war er in Fußballstadien anzutreffen, deren Funktion er mit jener des griechischen Theaters verglich, in dem das Publikum Spannungen auf- und abbauen konnte.

Am 7. September 2008 erlag Schmidt-Dengler einer Lungenembolie. Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Dazu kommen etwa 400 Publikationen in Zeitschriften und Sammelbänden (1964 bis 2004).

Marienbildnis

Als Marienbildnis, Madonnenbildnis (Marienbild) bezeichnet man in der christlichen Ikonographie die Darstellung Marias allein oder gemeinsam mit dem Jesuskind. Der populäre Begriff Madonna wird überwiegend für Einzeldarstellungen der Gottesmutter mit ihrem Kind verwendet. Seit dem 3. Jahrhundert bildet das Marienbild den häufigsten Gegenstand der christlichen Kunst, der sich auf zahllosen Bildmedien und in vielfachen inhaltlichen Zusammenhängen präsentiert und der Marienverehrung bildhaften Ausdruck verleiht.

Marienbildnisse greifen oft Szenen aus dem apokryphen Jakobusevangelium, dem Marienleben oder dem Leben Jesu Christi auf. Daneben existieren zahlreiche Bildzyklen und Einzeldarstellungen, bei denen sich eigenständige Bildtypen herausgebildet haben, sowie solche, die bestimmte theologische Vorstellungen und Zusammenhänge abbilden.

Die Geschichte des Marienbildnisses ist zugleich eine Geschichte der Darstellungstypen, eine Geschichte der Anlässe der Mariendarstellung, aber auch eine Geschichte der Marienheiligtümer und -wallfahrten und nicht zuletzt eine Geschichte der Marienfrömmigkeit mcm taschen sale, deren sich wandelnde Haltungen auch einen Bedeutungswandel der bildlichen Darstellungen mit sich brachte. Daneben spielt das Marienbildnis auch eine wichtige Rolle im Werk einzelner Künstler. Diese verschiedenen Stränge der Geschichte des Marienbildes überlagern sich vielfach, die Marienikonographie lässt sich deshalb und auch wegen zahlloser regionaler oder lokaler Besonderheiten kaum systematisieren.

Frühe Marienbilder stammen bereits aus dem 2. Jahrhundert. Sie sind beispielsweise in der Priscilla-Katakombe in Rom zu sehen. Meist wurde Maria hier jedoch nicht eigenständig, sondern in thematisch am Leben Jesu oder der Theologie Christi orientierten Szenen dargestellt. Die Zahl der Marienbilder nahm zu, nachdem Maria im Jahre 431 auf dem Konzil von Ephesos als Gottesmutter dogmatisiert worden war. Ab diesem Zeitpunkt entwickelten sich eigenständige Marienbildtypen. Programmatisch für die neue Haltung seit dem Konzil von Ephesos ist die Basilika Santa Maria Maggiore in Rom.

Byzantinische Madonnen und die der russischen Ikone verwenden eine andere und teilweise sehr einheitliche Darstellungsform, verglichen mit den Darstellungsweisen der westeuropäische Marienbilder, auch wenn die byzantinischen Darstellungen für die europäischen Bilddarstellungen richtungsweisend waren.

Anders als in der westeuropäischen haben sich in der byzantinischen Kunst bestimmte Madonnentypen entwickelt, die eindeutig benannt werden können:

Die westeuropäische Kunst entwickelte weniger strenge Darstellungsformen. Allerdings bildeten sich auch hier Muster heraus. Zentrale Formen sind:

In der Romanik wurde die Madonna überwiegend feierlich und streng mit dem Kind als Maestà oder als Sedes sapientiae dargestellt.

In der Zeit der Gotik entstanden zahlreiche Bildtypen für die Darstellung Marias. Nicht jedes Marienbild lässt sich jedoch eindeutig einem spezifischen Bildtyp zuordnen. Typisch für Madonnen der Gotik ist die zunehmende Betonung ihrer mütterlichen Seite. Die meisten gotischen Madonnen werden stehend gezeigt und wenden sich dem Kind zu.

Seit dem 12. Jahrhundert wurden außerdem bevorzugt Szenen aus dem Marienleben (Mariä Geburt, Hochzeit

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, Heilige Familie, Marientod etc.) gezeigt. Ein ganzer Marienzyklus findet sich am Lettner der Kathedrale von Chartres. Typische Bildthemen waren auch Anna selbdritt

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, englischer Gruß, Mariä Himmelfahrt, Marienkrönung und die Darstellung als Schmerzensmutter Pietà oder bei der Beweinung Christi.

Typisch für die Renaissance Italiens ist die Sacra conversazione (Maria im kleinen Kreise); nördlich der Alpen gab es die Darstellungsformen der Virgo inter Virgines (Jungfrau unter Jungfrauen) sowie der Maria im Rosenhag oder der Maria im Paradiesgarten.

Mit der Wiederbelebung des Marienkultes in der Zeit der Gegenreformation wird Maria besonders häufig als hoheitsvolle Herrscherin (Regina Coeli) oder als Immaculata, die Unbefleckte, dargestellt. Wenn ein Marienbild mit einer Krone geschmückt wird, kann dies in der liturgischen Form der Krönung eines Marienbildes geschehen. Darüber hinaus haben sich bestimmte Sonderformen der Mariendarstellung herausgebildet. Dazu gehören:

Eisenbahnunfall von Lebus

Der Eisenbahnunfall von Lebus war der Frontalzusammenstoß zweier Züge am 27. Juni 1977, als durch das Versehen eines Weichenwärters im Bahnhof Booßen ein Zug auf die falsche Strecke geleitet wurde und es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegen kommenden Zug kam. 31 Menschen starben.

Im Bahnhof Booßen zweigt die Bahnstrecke Küstrin-Kietz–Frankfurt (Oder) von der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder) ab. Der Bahnhof Booßen besaß nur zwei durchgehende Bahnhofsgleise.

Auch nach einem Umbau der Sicherungsanlagen 1974, gab es dort immer noch keine Bahnhofsblockabhängigkeit zwischen den Ausfahrsignalen und den Weichen. Der Fahrdienstleiter, dessen Arbeitsplatz sich im Empfangsgebäude befand, hatte keine Möglichkeit, die Stellung der nördlichen Ausfahrweichen zu prüfen. Hier tat vielmehr ein Weichenwärter Dienst, der vom Fahrdienstleiter telefonisch die geforderte Fahrstraßeneinstellung mitgeteilt bekam und dann dem Fahrdienstleiter die ordnungsgemäße Stellung der Weiche meldete, woraufhin der Fahrdienstleiter das Ausfahrsignal auf „Fahrt frei“ stellte. Als Hilfsmittel stand dem Weichenwärter dafür ein Schlüsselwerk zur Verfügung, das ihm die Überprüfung der zutreffenden Weichenstellung erlaubte, aber keine aktive Sicherung bietet. Der Weichenwärter, der in dieser Nacht die Verantwortung trug, hatte bereits 12 Stunden Dienst hinter sich.

Der Urlauberschnellzug D 1918, gezogen von der ölbefeuerten Dampflokomotive 03 0078, war von Zittau über Cottbus und Frankfurt (Oder) nach Stralsund unterwegs und musste in Booßen den Abzweig zur Strecke Küstrin-Kietz–Frankfurt (Oder) passieren. Das Lokpersonal war neu auf dieser Strecke. Es hatte ungenügende Streckenkenntnis, zu der gehört hätte, die Strecke dreimal zu befahren, davon mindestens einmal nachts. Tatsächlich hatte es die Strecke zum Erwerb von Streckenkenntnis aber nur einmal – bei Tag in einem Bereisungs-Triebwagen – befahren. Die Unfallfahrt war die sechste Alleinfahrt des Lokführers auf dieser Strecke, für den Heizer die vierte, und es war eine Nachtfahrt. Auf der Strecke Küstrin-Kietz–Frankfurt (Oder) war zur gleichen Zeit der Durchgangsgüterzug Dg 50101 von Kietz in Richtung Booßen unterwegs, gezogen von der Diesellok 132 200.

Eines der beiden durchgehenden Gleise des Bahnhofs Booßen, Gleis 2, war mit einem abgestellten Güterzug besetzt. Als ein Lokzug aus Richtung Kietz einfuhr, stellte der Weichenwärter die entsprechende Weiche für diese Einfahrt in das nicht besetzte Gleis 4, eine weitere Weiche aber, die für diese Einfahrt die Funktion einer Schutzweiche einnahm und die für das aus Eberswalde kommende Gleis die Verzweigung zur Einfahrt in Gleis 2 oder 4 des Bahnhofs darstellte, beließ er in der Stellung von Gleis 4 nach Eberswalde, wie es für die erwartete Fahrt des D 1918 erforderlich war. Inwieweit er die Vorbeifahrt des Lokzuges an seiner Bude registrierte, ist ungewiss, jedenfalls schlief er ein. Als ihn der Anruf des Fahrdienstleiters weckte, der den Schnellzug ankündigte, stellte er gar keine Weiche, hatte die Durchfahrt des Lokzuges aus Richtung Kietz vergessen und nahm an, dass die Weichen für die Fahrt nach Eberswalde zutreffend gestellt waren. Eine Weiche lag ja auch in der zutreffenden Stellung, die Weiche aber, die über die Fahrt nach Kietz oder Eberswalde entschied, nicht. Der Weichenwärter meldete, dass der Fahrweg nach Stralsund eingestellt sei, ohne die vorgeschriebene Fahrwegprüfung am Schlüsselwerk. Aufgrund dieser Meldung stellte der Fahrdienstleiter das Ausfahrsignal auf „Fahrt frei“. Auch das Personal auf der Schnellzuglokomotive bemerkte wegen fehlender Streckenkunde nicht, dass es auf die falsche Strecke geleitet wurde. In der irrigen Annahme, sich auf einer Hauptstrecke zu befinden, fuhr es mit etwa 100 km/h. Wegen fehlenden Streckenblocks war keiner der Züge mehr aufzuhalten.

Westlich des Haltepunkts Lebus trafen Schnellzug und Güterzug frontal aufeinander. Der Lokführer des Güterzugs leitete noch eine Schnellbremsung ein und sprang von der Lokomotive. Dabei brach er sich den Fuß. Sein Beimann starb im Führerstand, ebenso wie später – noch an der Unfallstelle – Lokführer und Heizer der Dampflokomotive. Beide Lokomotiven sowie die ersten Wagen beider Züge wurden zerstört. Die Dampflokomotive kam so plötzlich zum Stehen, dass sich der erste Wagen ihres Zuges unter den Schlepptender schob, dabei völlig zusammengedrückt wurde, während der Tender sich aufbockte und dabei das Führerhaus eindrückte. Der zweite Personenwagen des D-Zuges wurde zur Hälfte in sich zusammengeschoben. Im Schnellzug starben 28 Reisende, viele davon Kinder aus dem Kreis Zittau, auf dem Weg in ein Betriebsferienlager an der Ostsee. Durch auslaufendes Öl der Feuerung der Dampflokomotive gerieten die ersten beiden Güterwagen, die Papier geladen hatten, in Brand. Die beiden Lokomotiven waren so stark beschädigt, dass sie in der Folge ausgemustert wurden. Der Sachschaden belief sich auf 4 Mio. Mark.

31 Menschen starben, darüber hinaus wurden 7 schwer und zahlreiche weitere leicht verletzt.

Der schwer traumatisierte Zugführer, der sich im hinteren Zugteil aufgehalten hatte, überstand den Unfall ohne größere körperliche Verletzungen. Über ein Telefon an einem Bahnübergang verständigte er den Fahrdienstleiter in Booßen, der erst gar nicht verstand, was passiert war, da er den Schnellzug ja auf einer ganz anderen Strecke wähnte. Erste Hilfe wurde von Bürgern der Ortschaft Lebus und deren Freiwilligen Feuerwehr geleistet. Die Rettungsmannschaften wollten zuerst gar nicht glauben, dass das Blechknäuel hinter der Dampflokomotive tatsächlich die Überreste von drei Personenwagen waren, da sie auf so engen Raum zusammengedrückt waren. Weiter traf dann die Feuerwehr aus Frankfurt (Oder) ein und sorgte dafür, dass das Feuer von den brennenden Güterwagen nicht auf die Personenwagen übergriff. Rettung, Bergung und Untersuchung leitete Verkehrsminister Otto Arndt vor Ort. Weitere Helfer kamen von NVA mcm taschen sale, Roter Armee, Polizei, Zivilverteidigung, Reichsbahn und Transportpolizei.

Der Weichenwärter wurde am 18. Juli 1977 vom Bezirksgericht Frankfurt/Oder als allein Schuldiger zu fünf Jahren Freiheitsstrafe und vollem Schadenersatz verurteilt. Er beging 14 Tage später Suizid. Die mangelhafte technische Sicherung des Bahnhofs wurde vor und vom Gericht verschwiegen, wurde aber im internen Bericht mit der Begründung zugegeben, dass der Deutschen Reichsbahn dafür nicht in ausreichendem Umfang Mittel und Material zur Verfügung gestellt worden waren. Verkehrsminister Otto Arndt erklärte in die laufende Kamera: „Die Sicherungsanlagen arbeiteten einwandfrei“. Das war nicht falsch – nur waren eben kaum Sicherungsanlagen vorhanden. Die fehlende Sicherungstechnik in Booßen wurde am 18. Dezember 1979 durch ein Elektromechanisches Stellwerk behoben.

Koordinaten: